Rüstung des Sir George Clifford, 3.rd Earl of Cumberland

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Rüstung des Sir George Clifford, Third Earl of Cumberland

Die Rüstung des Sir George Clifford, 3.rd Earl of Cumberland (* 8. August 1558 in Brougham Castle, Westmorland, England; † 30. Oktober 1605 in The Savoy, Middlesex, England) ist eine Rüstung aus England, die zusammen mit anderen Bauteilen zu einer Garnitur gehort, die etwa 1580–1585 in der engischen Rüstungsmanufaktur der Almain Armourers Royal Workshops in Greenwich, in der zu dieser Zeit der berühmte Plattner Jacob Halder die Leitung innehatte, bei London hergestellt wurde[1]. Sie ist die am besten erhaltene Rüstung aus den Greenwich Werkstätten die heute noch existiert.

Beschreibung[Bearbeiten]

Rüstung des George Clifford, Zeichnung aus dem Jacob Halder Album im Victoria and Albert Museum

Die Rüstung des Sir George Clifford, 3.rd Earl of Cumberland gehört zu einer sogennanten grossen Garnitur, die heute noch aus 11 Anbauteilen besteht. Dies sind der hier dargestellte ganze Harnisch, ein Brechschild, ein Bart mit angeschlossener Schulterpanzerung für das Gestech, eine grosse Ellbogenkachel für den linken Arm, vier Lanzenschilden (Vamplate), ein geschlossener Helm mit anbaubarem Visier für das Fußturnier, sowie eine Rossstirn und ein gepanzerter Sattel für ein Pferd[2].

Die Grundierung der Rüstung ist in einem Schwarz-blauen Hintergrund ausgeführt, auf die goldene Verzierungen aufgebracht wurde, Als Motive wurden Linien, die französische Fleur-de-Lis, offene, fünfblättrige Rosenblüten, wobei sich Rosenblüte, das heraldische Symbol der Tudors und die Fleur-de-lis, ein heraldisches Symbol auf dem englischen Coat of Arms zur Erinnerung über die Herrschaft Englands über französische Gebiete, mit Bandornamenten verbunden abwechseln. Das selbe Motiv erscheint über den gesamten Harnisch immer wieder. Es bildet zusammenhängend das einzige Dekorelement. Unterbrochen werden diese Elemente von goldenen Bahnen, die innerhalb mit einem Liniendekor versehen sind[3]. Auf der Unterseite des Brustpanzers und anderer Stellen erscheinen noch zwei von Bändern umranktes "E", Rücken an Rücken, das für Königin Elisabeth I. steht und eine Hommage eines Ritters an seine Königin darstellt[4].

Sir George Clifford, 3.rd Earl of Cumberland[Bearbeiten]

Bild von George Clifford in der beschriebenen Rüstung

Sir George Cumberland war 1550 der Champion der Königin und wurde zwei Jahre später, 1552 zum Knight of the Garter (engl. Ritter des Hosenandordens) und auch zum Peer erhoben. Er nahm in diesr Funktion auch am Gerichtsprozess wegen Hochverrates gegen Maria Stuart, die Königin von Schottland war, teil. Als Kapitan der Royal Navy nahm er am anglo-spanischen Krieg von 1585 teil und war berühmt für die Teilnahme an Seeschlachten gegen die spanische Flotte und vor allem die Eroberung des La Fortaleza, der Festung von San Juan.

Das Jacob-Album[Bearbeiten]

Bei dem Jacob-Album handelt es sich um das Musterbuch des Plattners Jacob Halder (), der unter anderem der Leiter der Royal Workshops in Greenwich war. Mehrere bekannte Rüstungen die er herstellte sind in diesm Album gezeichnet dargestellt, unter anderem auch die Clifford-Rüstung. Bei anderen Rüstungen bekannter Träger die in dem Album aufgezeichnet sind, handelt es sich unter anderem um die von Robert Dudley, 1st Earl of Leicester, William Herbert, 1st Earl of Pembroke, Sir Thomas Bromley, Lord Chancellor of England, Sir Christopher Hatton und Sir Henry Lee. Das Album wird heute im Victoria and Albert Museum in London aufbewahrt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Arbeit über die "Royal Workshops in Greenwich" von Thom Richardson von den Royal Armouries/Leeds, (engl., eingesehen am 08. Oktober 2013
  2. Charles John Ffoulkes,Inventory and survey of the armouries of the Tower of London, (Vol. 1,), Verzeichnis der Waffensammlung im Tower von London, Band 1, 1916, Seite 204
  3. Website des Metropolitan Museum New York, (engl., eingesehen am 08. Oktober 2013)
  4. Rebecca Arkenberg, Bosiljka Raditsa, Rika Burnham, The Art of Renaissance Europe: A Resource for Educators, Verlag Metropolitan Museum of Art, 2000, Seite 72-73, ISBN 978-0-87099-953-6

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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