Die Feingeriffelte Garnitur

Die Feingeriffelte Garnitur ist eine Rüstungsgarnitur, die aus dem Besitz Kaiser Maximillian II. (*1527 - †1576) stammt.

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BeschreibungBearbeiten

Die heute noch vorhandenen Teile der Garnitur sind die erhaltenen Reste einer einer Reihengarnitur oder auch "Kleinen Garnitur", die von dem Plattner Desiderius Helmschmid (*1513 - †1579) in Augsburg gefertigt wurde. Sie bestand aus einem Küriss sowie einem Harnisch mit den jeweiligen Austauschteilen. Vom Harnisch ist heute nur der dazugehörige Rundschild, sowie das dreiteilige Armzeug, das mit teilbaren Oberarmröhren versehen ist erhalten. Die Reste der Garnitur befinden sich im Kunsthistorischen Museum Wien, das Armzeug im Nationalmuseum in Krakau.

Die Garniturteile bestehen aus poliertem Eisen. Die Außenseite ist als Riefelharnisch gearbeitet, wobei die Rifel, ganz nach dem Geschmack Kaiser Maximillians sehr fein ausgeführt sind. Der Helm ist ungewöhnlich gearbeitet, da der Ringkragen (Halsreifen) wie eigendlich beim Mantelhelm üblich, ansteckbar gearbeitet ist. Diese ungewöhnliche Helmbauart findet sich auch bei der Blau-goldenen Garnitur.Die Innenpolsterung besteht aus Leder. Das Rüstungsdekor ist geätzt und vergoldet. Der ausführende Ätzer ist nicht bekannt[1],[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Roberto Capucci, Christian Beaufort-Spontin, Kunsthistorisches Museum Wien: Roben wie Rüstungen. Das Bundesministerium, 1990, ISBN 978-3-900926-07-6, S. 112, 115 (deutsch).

WeblinksBearbeiten

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