Systemmedien

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Systemmedien bezeichnet angeblich gleichgeschaltete Medien, die von einer meist nicht näher definierten Macht, wie den "etablierten Parteien" gelenkt würden.

In der Auffassung der Verwender des Begriffes stützen die Medien ein bestimmtes politisches System. Dies geschehe dadurch, dass sie Wahrheiten systematisch unterdrückten und eine einseitige Sicht der Dinge darstellten. Synonym wird der Begriff Lügenpresse verwendet.

Im Sprachgebrauch der Nationalsozialisten bezeichnete das "System" die Zeit der ersten deutschen Demokratie, der Weimarer Republik. Abwertend und verächtlich gemeint war System und Systemzeit ein weitverbreiteter Begriff, mit dem die Nationalsozialisten die Zeitspanne von 1918 bis zur „Machtergreifung“ 1933 beschrieben.

Verwendung[Bearbeiten]

Heute wird der Begriff von rechten Intellektuellen gebraucht. Der Verleger Jochen Kopp (Kopp Verlag) veröffentlichte einen Artikel nachdem die Flüchtlingsströme als "Waffe" eingesetzt würden. Nach Kritik der SPD sagte er, die Partei schwinge sich „zum Gedanken- und Gesinnungspolizisten“ auf. Die Forderung, er als Verleger solle sich „mit aller Konsequenz“ von Wisnewskis Artikel distanzieren, erinnere ihn „an die beiden Diktaturen, die wir im vergangenen Jahrhundert auf deutschem Boden erlebt haben, in denen jeweils eine Partei den Systemmedien vorgeschrieben hat, was sie berichten durften uns was nicht. … Das werden Sie in meinem Verlag nicht erleben!“[1]

Mit den Mitteln "Mitteln und mit den Methoden einer Bürgerbewegung" (FAZ) etablierte die NPD in Ostdeutschland kleine lokale Nachrichtenblätter (Wartburgkreisbote u.a.). Aus ihnen sollte eine „Gegenöffentlichkeit zu den Systemmedien“ erwachsen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hochspringen Kopp lenkt nicht ein: Aufforderung der SPD erinnere ihn an Diktatur. 3. September 2015, abgerufen am 29. Dezember 2015.
  2. Hochspringen Olaf Sundermeyer: Die Medienstrategie der NPD: „Weil alle anderen lügen“. In: faz.net. 31. August 2007, abgerufen am 29. Dezember 2015.
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