Smart-Metering-Produkt
Ein „Smart-Metering-Produkt“ (SMP) ist ein Produktbündel, das verschiedene Teilkomponenten beinhaltet. Es ist in diesem Sinne kein rein gegenständliches Produkt wie zum Beispiel ein intelligenter Stromzähler.
Zusammensetzung und Vertrieb[Bearbeiten]
Das Produktbündel setzt sich zusammen aus dem Smart Meter (intelligenter Zähler), einem variablen Tarif (Dynamic Pricing) und Feedback-Systemen, die den Energieverbrauch des Endverbrauchers visualisieren, wie z. B. Internetportale und In-House-Displays.
Der Verkauf erfolgt durch den Energielieferanten entweder gebündelt (die Komponenten sind Teil eines umfassenden Angebots) oder modular (die Komponenten werden einzeln vertrieben).
Der Begriff „Smart-Metering-Produkte“ schließt Angebote des klassischen Stark-/Schwachstroms bzw. einfache HT-/NT-Tarife (Hoch- und Niedertarife) aus, die mittels konventionellen 2-Tarifzählern gemessen werden.
Kundennutzen und Mehrwert[Bearbeiten]
Auf dem deutschen Markt werden optionale Ergänzungen und Zusätze gehandelt. Ergänzungen stellen die monatliche Abrechnung oder informative Jahresrechnung dar. Zusätzliche Feedback-Systeme wie Software-Anwendungen, Smart-Phone-Applikationen (Koppelung an iPhone oder anderes W-LAN-fähiges Endgerät) oder SMS-Benachrichtigungen erlauben dem Endverbraucher die Analyse und den Überblick seines individuellen Verbrauchs. Für den Kunden bedeutet die Nutzung eines SMP eine Zunahme der Kostentransparenz und die Möglichkeit, Verbrauchskosten zu steuern.
Weblinks[Bearbeiten]
Zum Thema Smart-Metering-Produkte wurden folgende Studien veröffentlicht:
- Forschungsgruppe Energie- und Kommunikationstechnologien: „Praxisvergleich Smart-Metering-Produkte 2010 – Komponenten, Vermarktungsstrategien, Marktpotentiale“ (Mai 2010)
- CapGemini Consulting: „Smart Metering: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Ausgestaltung neuer, innovativer Vertriebsprodukte. Erfolgreiche Pilotierung und Einführung“ (September 2009)
- LBD Beratungsgesellschaft: „Umsetzbare Smart-Metering-Produkte Eine Handreichung für Energielieferanten“ (März 2010)