Polarstern Energie

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Die Polarstern GmbH ist ein deutschlandweit tätiger Anbieter von Ökostrom und klimaneutralem Biogas mit Sitz in München.

Polarstern Energie
Rechtsform GmbH
Gründung 2011
Sitz München, Deutschland
Leitung Florian Henle, Simon Stadler
Mitarbeiter 25
Branche Energiebranche
Website www.polarstern-energie.de
Stand: 28. August 2017 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2017

Inhaltsverzeichnis

Gründung[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 2011 von Jakob Assmann, Simon Stadler und Florian Henle in München gegründet. Die Gründer wollten ein neues Gasprodukt am Markt etablieren und bundesweit Ökogas nur aus organischen Reststoffen anbieten[1] und gleichzeitig Familien in Entwicklungsländern zu sauberer Energie und zu einem besseren Leben verhelfen. Die Unternehmensgründung war eine Reaktion auf die Nuklearkatastrophe von Fukushima.[2] Das Unternehmen wurde im Sommer 2011 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit einem EXIST-Gründerstipendium gefördert.[3]

Wirtschaftsweise[Bearbeiten]

Polarstern orientiert sich als Social Business an der Gemeinwohlökonomie. [4] Als erstes deutsches Energieversorgungsunternehmen veröffentlicht Polarstern darüber eine Gemeinwohlbilanz. Die Zertifizierung wurde von Talents4Good, dem Kartoffelkombinat und dem Impact HUB München durchgeführt.[5]

Erzeugungsanlagen[Bearbeiten]

Strom wird aus einem Laufwasserkraftwerk am Inn in Feldkirchen-Westerham bezogen. Das Biogas stammt aus einer Biogasanlage in Kaposvár, Ungarn. Hier werden die Zuckerrübenabfälle aus der angeschlossenen Zuckerfabrik vergärt. Dadurch versorgt sich das Werk selbst mit Biogas. Der Rest wird in das europäische Erdgasnetz eingespeist.[6]

Rezeption[Bearbeiten]

Das Produkt „Wirklich Ökostrom“, wurde von Öko-Test mehrere Jahre in Folge mit der Test-Note „sehr gut“ bewertet.[7]

Förderung von Energieprojekten[Bearbeiten]

Polarstern kooperiert mit dem National Biodigester Programme Cambodia (NBP),[8] das Familien in Kambodscha bei der Anschaffung einer Mikro-Biogasanlage unterstützt.[9][10] Außerdem investiert das Unternehmen in europäische Projekte, die die Energiewende vorantreiben.[11] Modelle der dezentralen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wie Mieterstrom werden unterstützt. So installierte Polarstern für die Besitzer des Luitpoldblocks in München die Solaranlage und übernahm die Versorgung der Mieter.[12]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung: Rückblick auf Gründung von Polarstern. Polarstern GmbH, 27. April 2016, abgerufen am 28. August 2017.
  2. Catharina Rieve: Ökostromwechsel - ein Recherchebericht von Robin Wood. Robin Wood, 1. Dezember 2016, S. 31, abgerufen am 28. August 2017.
  3. Anja Reiter: Öko-Start-ups: Nur noch kurz die Welt retten, Zeit Online, 13. Februar 2014
  4. Anna Gauto: Energieversorger Polarstern: "Wir brauchen doch keine Millionen". WirtschaftsWoche, 6. Juli 2015, abgerufen am 28. August 2017.
  5. Jonas Gerding: Alternativer Geschäftsbericht: Öko-Versorger Polarstern zieht eine Gemeinwohlbilanz. WirtschaftsWoche, 29. Februar 2016, abgerufen am 28. August 2017.
  6. Ökogas Polarstern. In: oekogas-vergleich.com. Januar 2017, abgerufen am 22. August 2017.
  7. Polarstern – Ökostrom, der seinen Namen verdient. In: dervegistdasziel.de. 7. August 2016, abgerufen am 22. August 2017.
  8. Partner Webseite des NBP. NBP Cambodia, abgerufen am 29. August 2017 (englisch).
  9. Biogasanlagen für Familien in Entwicklungsländern. In: Polarstern Bewegt. Polarstern Bewegt e.V., abgerufen am 29. August 2017.
  10. Andreas Haude: Polarstern für globale Energiewende. In: erneuerbareenergien.de. 26. August 2011, abgerufen am 22. August 2017.
  11. Fossile Energien haben keine Zukunft! Zum Glück gibt es Alternativen. (PDF) Robin Wood, abgerufen am 22. August 2017.
  12. Ralph Diermann: Mieter-Strom: Vom Dach in die Steckdose, Süddeutsche Zeitung, 17. März 2016
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