Peter Thießen

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Peter Thießen (1999)

Peter Thießen (* 17. Februar 1925 in Kellinghusen; † 25. Mai 2006 in Itzehoe) war norddeutscher Unternehmer und Ehrenpräsident des Tennisverbandes Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges beendete er die bereits vor seiner Zeit als Soldat begonnene Ausbildung zum Bauingenieur und gründete recht bald seine eigene Baufirma, mit der er über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus tätig war.

Peter Thießen war seit 1967 mit Rita Thießen verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder.

Tennisclub Kellinghusen[Bearbeiten]

Erst mit über 40 Jahren kam Peter Thießen zum Tennis. Am 13. Oktober 1967 wurde er zum speziellen Mannschaftbetreuer gewählt, 1968 Beisitzer und 1974 zum 2. Vorsitzenden. Ab dem Frühjahr 1977 wurde er 1. Vorsitzender des Vereins.

Unter seinem Vorsitz war der Tennisclub Kellinghusen von 1928 sehr erfolgreich. Der TCK entwickelte sich zu einem bedeutenden sportlich sehr erfolgreichen Verein der Region und einem wichtigen Faktor des sozialen und kulturellen Lebens der Stadt Kellinghusen.

1984 wurde Peter Thießen ehrenamtlich Turnierdirektor des „Stör Pokal“ Kellinghusen und gemeinsam mit seiner Frau Rita Thießen in der Turnierleitung führte er dieses Turnier über 20 Jahre erfolgreich.

Anfang 2001 trat Peter Thießen vom Vorsitz zurück.

Bis 2001 spielte er aktiv Mannschaftstennis.

Bis 2005 war er als Turnierdirektor des „Stör Pokal“ verantwortlich.

Stör Pokal Kellinghusen[Bearbeiten]

Der „Stör Pokal“ Kellinghusen wurde mit Unterstützung von Peter Thießen als Turnier der „German Masters Series“ ins Leben gerufen und 1984 erstmals erfolgreich ausgerichtet. Für den TV Schleswig-Holstein wurde der Stör Pokal schnell zu einem der wichtigsten Turniere des Landes, gerade auch für die schleswig-holsteinischen Leistungsspieler und Leistungsspielerinnen. Alljährlich kamen deutsche und internationale Spieler und Spielerinnen der Spitzenklasse, sammelten Ranglistenpunkte und Prämien.

Prominentester Turniersieger war 1987 der spätere Olympiasieger und Gewinner der Wimbledon Championships Michael Stich.

Insgesamt 25 Jahre wurde der Stör Pokal auf rein ehrenamtlicher Basis mit 30 bis 40 Mitgliedern vorbereitet und durchgeführt - eine absolute Ausnahme im fast ausschließlich kommerziellen ausgerichteten Turnier Geschehen in Deutschland.

Rita Thießen war bis einschließlich 2008 Turnierleiterin.

2008 feierte der Stör Pokal sein 25 jähriges Jubiläum und fand zugleich zum letzten Mal statt.

Ab 2009 wurde dass Turnier mangels Ehrenamtlicher als Unterstützer in Organisation und Ausführung nicht mehr ausgerichtet.

Tennisverband Schleswig-Holstein und Deutscher Tennisbund[Bearbeiten]

Von 1979 bis 2000 war Peter Thießen Vorsitzender des Tennisverbandes Schleswig-Holstein. Es wurde ein wirtschaftlich erfolgreiches Sportzentrum geschaffen. Mit „Herby“ Herbert Horst als Verbandstrainer (seit 2012 Ehrenmitglied des TV S.-H.) sorgte Thießen auch für die langjährigen sportlichen Erfolge des Verbandes. Außerdem gründete der Tennisverband die Tennisverband Schleswig-Holstein Holding GmbH, die z.B. heute Turniere im ganzen Lande unterstützt. 1984 entstand daraus als eines der ersten Turniere der „Stör Pokal“ Kellinghusen, der 25 Jahre lang für viele Sportler ein wichtiger Termin in der „German Masters Series“ war.

1986 erhielt Peter Thießen die silberne Ehrennadel des DTB.

1989 verlieh der DTB Peter Thießen die goldene Ehrennadel.

Noch im Winter 1989 suchte Thießen den Kontakt zu Tennisfunktionären und -Enthusiasten in Schwerin. Seitdem arbeitete er federführend im Deutschen Tennisbund (DTB) beim (Wieder-)Aufbau der Tennislandschaft in den neuen Bundesländern. Insbesondere sicherte er durch seinen Einfluß als Mitglied im DTB-Präsidium den neuen Verbänden eine finanzielle Teilhabe an den Einkünften der „Boom-Jahre“ des deutschen Tennis.

2000 wurde er zum Ehrenpräsidenten des TV Schleswig-Holstein ernannt. Seit dem wirkte Peter Thießen aus gesundheitlichen Gründen nur noch im Tennisclub Kellinghusen, wo er bis 2005 als Turnierdirektor des Stör Pokal Kellinghusen verantwortlich war, dem Turnier der German Masters Series, welches er 1984 ins Leben rief und gemeinsam mit seiner Frau Rita Thießen über 20 Jahre lang erfolgreich leitete. Prominentester Turnier Gewinner war 1987 der später Olympiasieger und Wimbledon Sieger Michael Stich.

Weblinks[Bearbeiten]