Peter Hammerschmidt

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Peter Hammerschmidt (* 6. Oktober 1986 in Landstuhl) ist ein deutscher Historiker. Er wurde bekannt durch seine Recherchen im Archiv des Bundesnachrichtendienstes (BND).

Leben[Bearbeiten]

Hammerschmidt studierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Fächer Deutsch und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien.

Im Rahmen seiner umfassenden Recherchen zu seiner Examensarbeit, die mit einem Begabtenstipendium der Universität unterstützt wurden (Titel: „Der Schlächter von Lyon“ im Sold der USA – Über die Beziehungen zwischen Klaus Barbie und dem amerikanischen Geheimdienst), beantragte er Akteneinsicht im Fall "Klaus Barbie“ beim westdeutschen Geheimdienst. Nachdem Hammerschmidt von Seiten des Bundesnachrichtendienstes die Akteneinsicht verweigert wurde, richtete er eine Beschwerde an das Bundeskanzleramt, in der er seine Forschungen vorstellte, seine Indizien offenlegte und sein Forschungsvorhaben umfassend begründete.[1] Nach einer weiteren Prüfung seines Antrages erhielt Hammerschmidt im September 2010, als erster Historiker überhaupt, Zugang zum Archiv des BND und zu den Akten über Klaus Barbie.

Hammerschmidts Recherchen werden international[2], insbesondere in Frankreich und in südamerikanischen Staaten, mit großem Interesse verfolgt.[3] In Deutschland löste Hammerschmidt mit seinen Ergebnissen eine Bundestagsdebatte aus, die sich mit der Offenlegung der BND-Akten früherer Nationalsozialisten beschäftigte.[4]

Hammerschmidt plant derzeit seine Dissertation, die sich mit Barbies Beziehungen zu westlichen Geheimdiensten auseinandersetzen soll.

Publikationen[Bearbeiten]

  • Peter Hammerschmidt: "Die Tatsache allein, daß V-43 118 SS-Hauptsturmführer war, schließt nicht aus, ihn als Quelle zu verwenden". Der Bundesnachrichtendienst und sein Agent Klaus Barbie, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (ZfG), 59. Jahrgang, 4/2011. METROPOL Verlag. Berlin 2011, S. 333–349.
  • Peter Hammerschmidt: „With the Backing of the BND “– Die Waffengeschäfte des westdeutschen Auslandsnachrichtendienstes mit lateinamerikanischen Militärdiktaturen – das Beispiel „MEREX“, in: Journal of Intelligence, Propaganda and Security Studies (JIPSS), Bd.6, Nr.1 (2012). (=Zeitschrift des Austrian Center for Intelligence, Propaganda and Security Studies (ACIPSS) in Graz).
  • Peter Hammerschmidt: „Die Geheimakte Klaus Barbie“ – Über die Weigerungshaltung des BfV in Bezug auf die transparente Aufarbeitung personeller NS-Kontinuitäten, in: taz, 31.01.2012.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Philip Gessler: Barbie, der Student und der BND. In: taz vom 9. Februar 2011
  2. Guy Walters: Another Day, another Nazi revelation. In: The Telegraph vom 17. Januar 2011
  3. Frontera Latina: Criminal nazi Klaus Barbie trabajó para CIA en Bolivia, 16. Januar 2011
  4. Deutscher Bundestag: Grünen-Fraktion will Bericht zu Umgang des BND mit den Fällen Eichmann und Barbie, 2. Februar 2011

Weblinks[Bearbeiten]


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