Marketing-Mix
Als Marketing-Mix wird die Kombination verschiedener Marketinginstrumente zu einer Marketingstrategie bezeichnet. Dabei erfolgt eine qualitative, quantitative und zeitliche Auswahl der einzelnen Instrumente.
Die wichtigsten Bestandteile des klassischen Marketing-Mixes sind die von E. Jerome McCarthy im Jahr 1960 als 4 Ps bezeichneten Bereiche[1]:
- Product (Produktpolitik)
- Price (Preispolitik)
- Promotion (Kommunikationspolitik)
- Place(-ment) (Distributionspolitik)
Im Dienstleistungsmarketing erfolgt eine Ergänzung um drei weitere Ps[2]:
- Process (Prozesse)
- People (Personen)
- Physical evidence (Physischer Beweis)
Inhaltsverzeichnis
[Verbergen]Die klassischen 4 Säulen (1960)[Bearbeiten]
Produktpolitik (Product)[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Produktpolitik
Die Produktpolitik (beziehungsweise bei Handelsunternehmen die Sortimentspolitik) beinhaltet alle Maßnahmen, die sich auf die Produkte und Dienstleistungen, die verkauft werden sollen, beziehen. Dazu zählen insbesondere Qualität, Eigenschaften und Zusatzausstattung, Gestaltung/Design, Verpackung, Marken, Produktinnovationen sowie Produktbegleitende Dienstleistungen wie Kundenservice, Garantieleistungen und Rückgabemöglichkeiten.
Preispolitik (Price)[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Preispolitik
Die Preis- und Konditionenpolitik (auch Kontrahierungspolitik genannt) umfasst alle Regelungen die das Entgelt für das gelieferte Produkt betreffen. Neben dem eigentlichen Preis für das Produkt sind das auch die Konditionen wie Lieferungs- und Zahlungsbedingungen, Rabatte (Skonto), Finanzierung und Kreditgewährung.
Kommunikation (Promotion)[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Kommunikationspolitik (Marketing) und Kommunikationspolitik
Die Kommunikationspolitik umfasst alle Maßnahmen, die die Präsentation des Unternehmens und seiner Produkte bestimmen und so die potenziellen Kunden beeinflussen sollen. Hierunter fallen Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring, Product Placement und Corporate Design in Abstimmung zur Corporate Identity.
Vertriebspolitik (Place)[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Distributionspolitik
Die Distributionspolitik beinhaltet alle Maßnahmen, die die Verteilung (Distribution) und den Vertrieb der Waren zum Endkunden im Rahmen einer Vertriebsstrategie bestimmen. Dabei wird zwischen der akquisitorischen Distribution und der physischen Distribution unterschieden. Die akquisitorischen Distribution bezeichnet die Vertriebs- und Absatzwege wie Direktvertrieb (beispielsweise durch unternehmenseigene Verkaufsniederlassungen) oder indirekter Vertrieb in Form des Handelsverkaufs über Zwischenhändler oder über Absatzmittler und Absatzhelfer (Handelsvertreter, Kommissionäre, Handelsreisende) sowie Vertriebssysteme wie Franchising. Die physische Distribution (Distributionslogistik) umfasst sowohl die Wahl der Transportmittel als auch die Lagerart (Zentrallager oder dezentrale Lager), um das Vertriebsgebiet mit den Produkten zu versorgen.
Literatur[Bearbeiten]
- Wikis der Freien Universität Berlin > Service Engineering (SoSe 2012) : Marketing-Mix
- Andrea Rumler: Marketing für mittelständische Unternehmen. TEIA AG, Berlin 2002, ISBN 978-3-935539-53-1, Der Begriff des Marketing-Mix.
- Annette M. Kuhlmann, Werner Sauter: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. TEIA AG, Berlin 2009, ISBN 978-3-939520-75-7, 2.4 Marketing.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- Hochspringen ↑ E. Jerome McCarthy: Basic marketing: a managerial approach. 1. Auflage. R. D. Irwin, Homewood, Illinois 1960, LCCN 60-010852, OCLC 242332 (online [abgerufen am 2. April 2016]).
- Hochspringen ↑ Bernard H. Booms, Mary J. Bitner: Marketing Strategies and Organization Structures for Service Firms. In: James H. Donnelly, William R. George (Hrsg.): Marketing of Services. American Marketing Association, Chicago 1981, ISBN 0-87757-148-1, S. 47–51.