Heinz Hellenbroich

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Heinz Hellenbroich (* 31. März 1906 in Düsseldorf; † 15. Oktober 1948 in Landsberg am Lech) war als SS-Sturmbannführer (SS-Nr. 396 212) und Kriminalrat Angehöriger der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) und stellvertretender Leiter der Staatspolizeileitstelle Darmstadt.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang[Bearbeiten]

Er besuchte das Gymnasium. Nach seinem Studium erlangte er die Beförderung zum Regierungsrat. Am 1. Mai 1933 wurde er Mitglied der NSDAP. Zur Gestapo kam er im Jahre 1934.[1] Mitglied in der SS wurde er am 16. September 1938. Als Angehöriger der Staatspolizeileitstelle Münster erfolgte 1940 seine Beförderung vom Kriminalkommissar zum Kriminalrat. Danach wurde er zur Staatspolizeileitstelle Wien versetzt. Von Oktober 1941 bis Februar 1942 gehörte er zur Einsatzgruppe C (EG C), bei der er im Sonderkommando 4a (SK 4a)[2] ein leitendes Kommando führte. Im März 1942 kehrte er wieder nach Wien zurück. Im selben Jahr wurde er zur Staatspolizeileitstelle Darmstadt versetzt als stellvertretender Leiter unter SS-Sturmbannführer Fritz Girke.

Im Februar und März 1945 erteilte Girke den Befehl, die gefangenen US-Flieger Ray F. Hermann, William H. Forman und Robert T. McDonald zu erschießen, woran Hellenbroich beteiligt war.

Nachkriegsprozess[Bearbeiten]

In einem der Flieger-Prozess vor einem US-Militärgericht in Dachau wurde Hellenbroich am 21. März 1947 wegen der Kriegsverbrechen an gefangenen US-Fliegern zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde nach Ablehnung des Gnadengesuchs am 15. Oktober 1948 in Landsberg vollstreckt.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. French L. MacLean: The field men: The SS officers who led the Einsatzkommandos – the Nazi Mobile Killing Units. Schiffer Publishing, Atglen, PA 1999, ISBN 0-7643-0754-1, S. 69 (englisch, 232 S.).
  2. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Aktualisierte Ausgabe Auflage. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 242.
  3. Robert Sigel: Im Interesse der Gerechtigkeit: die Dachauer Kriegsverbrecherprozesse 1945–1948. Campus-Verlag, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-593-34641-9, S. 115–116 und S. 118–119 (250 S.).
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