Heinrich Theodor Garvens

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Heinrich Theodor Garvens[1] (auch: Hieronymus Theodor Garvens;[2] * 24. Mai 1805 in Hannover; † 15. Februar 1890 ebenda) war ein deutscher Kaufmann, Unternehmensgründer sowie Maschinen-, Pumpen-[1] und Waagen-Fabrikant.[3]

Leben[Bearbeiten]

Hieronymus Theodor Garvens wurde 1805 als Nachkomme der aus Aerzen bei Hameln stammenden Familie Garvens, die sich als Vollmeier dort bis in das 16. Jahrhundert nachweisen und deren Wappen sich in der dortigen Kirche finden lässt, geboren. Er war das dritte von vier Kindern und der ältere Sohn des ebenfalls noch aus Aerzen stammenden Kaufmannes Friedrich August Peter Heinrich Garvens (* 28. November 1771 in Aerzen; † 10. November 1818 in Hannover) und der Antoinette Elisabeth, geborene Schädtler, verwitwete Krohne.[4] Nach dem frühen Tod seines Vater im Jahr 1818 führte die Mutter laut dem Adressbuch der Königlichen Residenzstadt Hannover von 1927 das Geschäft fort als Firma Friedr. Aug. Garvens Wwe, Hannover in der – damaligen – Calenberger Straße 60[4] im Stadtteil Calenberger Neustadt.[5]

Am 26. Mai 1840 heiratete Garvens in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis die Louise Johanna Katharine Friederike, geborene Sohns (* 10. Dezember 1817 in Hannover; † 29. Mai 1889 ebenda), mit der er sieben Kinder hatte.[4]

Ebenfalls noch zur Zeit des Königreichs Hannover wurde Garvens im Zuge der Industrialisierung gemeinsam mit dem Kaufmann Carl Wilhelm Runde zunächst Teilhaber der Firma Carl Wilh. Runde,[1] bevor er nach dem Tode des Unternehmensgründers im Jahr 1859[6] Alleininhaber wurde.[1] Zum 1. Oktober des Jahres 1868 wurde auf dem Folium 87 zur Firma Runde in das Handelsregister beim Amtsgericht Hannover der Eintritt des Sohnes Karl Wilhelm Garvens eingetragen und die Umfirmierung in eine Offene Handelsgesellschaft vermerkt.[2]

Doch schon zuvor hatte Heinrich Theodor Garvens ein Unternehmen gegründet, diesmal zum Bau von Maschinen und Pumpen, aus der in den Jahren 1872 und 1873 die Firma Garvens und Comp. hervorging,[1] die ihren Schwerpunkt schon bald auf den Import landwirtschaftlicher und hauswirtschaftlicher Maschinen verlegte.[3] Die nur wenig später unter Beteiligung von Garvens’ Sohn Wilhelm gegründete Comm.-Gesellschaft für Pumpen- und Maschinenfabrikation W. Garvens wurde später mit der älteren Firma zu den Garvens-Werken zusammengefasst.[7]

Nachkommen[Bearbeiten]

Hieronymus Theodor Garvens hatte sieben Kinder. Er war nicht nur der Vater des geadelten Wilhelm von Garvens-Garvensburg und des Unternehmers Emil Garvens, sondern auch der Großvater des Galeristen und Sohns Wilhelms Herbert von Garvens, sowie des Bildhauers, Zeichners und Karikaturisten Oskar Garvens. Sein Großneffe zweiten Grades war Erwin Garvens, der ein Ururenkel von Heinrich Theodors Großvater war.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Waldemar R. Röhrbein: Garvens, (1) Heinrich Theodor, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 125; Vorschau über Google-Bücher
  2. 2,0 2,1 Königlich Preußischer Staats-Anzeiger, 1868, S. 4033; Digitalisat über Google-Bücher
  3. 3,0 3,1 Albert Lefèvre: Garvens-Werke, in ders.: Der Beitrag der hannoverschen Industrie zum technischen Fortschritt, in: Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge 24 (1970), S. 221f.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Hieronymus Theodor Garvens nebst Querverweisen in der genealogischen Datenbank des Vereins für Computergenealogie, zuletzt abgerufen am 9. Juli 2017
  5. Helmut Zimmermann: Calenberger Straße, in ders.: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover. Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 53
  6. Dirk Böttcher: Runde, Carl Wilhelm, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 304f.
  7. Waldemar R. Röhrbein: Garvens-Werke, in: Stadtlexikon Hannover, S. 204
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