Funeralwaffen
Funeralwaffen, von lateinisch funerare für bestatten, bezeichnen eine besondere Art von Waffen zur Verwendung als Grabbeigabe.
Beschreibung[Bearbeiten]
Zu den Funeralwaffen zählen Helm, Schwert, Schild sowie Waffenrock und Handschuhe. Beim Tod eines Ritters wurden diese Waffen speziell für das Begräbnis angefertigt und danach auch oft beim Sarg belassen. Sie wurden meist an der Wand über dem Sarg befestigt. Die zeremonielle Bedeutung war hoch. Die Waffen waren meist einfach gefertigt und oft nicht kampftauglich, da sie aus zu dünnem Stahl, oder die Schwerter auch oft aus Holz gefertigt wurden. Die Schwerter waren in einfacher Kreuzform gestaltet.
Diese Funeralwaffen sind heute selten geworden. Ein bekanntes Beispiel für einen Funeralhelm ist der Wappenhelm der österreichischen Familie von Prankh. Hierbei handelt es sich um ein extrem seltenes Stück, da die Helmzier aus Leder besteht. Durch die Anfälligkeit des Materials haben sich nur sehr wenige Stücke erhalten.
Literatur[Bearbeiten]
- Gerhard Seifert: Fachwörter der Blankwaffenkunde: dt. Abc der europäischen blanken Trutzwaffen ; (Hieb-, Stoß-, Schlag- und Handwurfwaffen), Verlag Seifert, 1981
