Eugen Westendorp
Eugen Westendorp (* 11. März 1839 in Düsseldorf; † unbekannt) war ein Photograph in Aachen.
Leben und Wirken[Bearbeiten]
Der Sohn von Heinrich Westendorp und Catharina Berwitt hatte sein Atelier zunächst auf dem Damengraben 19 in Aachen[1]. Seine Revers-Aufdrucke schmückt ein Wappen, bei dem es such vermutlich um ein altes bürgerliches Familienwappen mit einem Storch als Schildfigur handelt. Ab 1879 ergänzte er seine Revers mit seinen Medaillen und dem Anfangstext des Aachen Liedes „Urbs Aquensis, urbs regalis.“
Im Jahr 1875 verlegte Westendorp sein Atelier in die Hochstraße, der heutigen Theaterstraße in Aachen, wo zu jener Zeit ebenso wie am benachbarten Theaterplatz die Photoateliers von Carl Billotte, August Classens, Adolph Erkelenz und August Kampf kulminierten. In den Jahren 1879 und 1887 wurde Eugen Westendorp mit den Medaillen der Gewerbeausstellung zu Aachen ausgezeichnet.
Eugen Westendorp war verheiratet mit Johanna Gertrud Preim (* 1850), Schwester von Jean Preim, Gründer eines der ersten Fotofachgeschäfte Deutschlands. Zusammen hatten sie den Sohn Carl Eugen (* 31. Januar 1872), welcher später das Atelier des Vaters übernahm, und die Tochter Helene (1874–1959). Die überlieferten Werke von Carl Eugen zeigen Porträtbüsten mit einem weich gezeichneten Effekt, wobei sich ein relativ scharfes Kernbild in einen weichen Randbereich auflöst. Zum Teil wurden seine Photographien als Postkarten konzipiert. Helene heirate später den Glasfabrikanten Ferdinand Kinon (1867 Stolberg–1919 Aachen).
Werke[Bearbeiten]
- 1876, 1879 Maria Lambertz, Tochter von Henry Joseph Napoléon Lambertz, drei Cartes-de-Visite
- Mann mittleren Alters, um 1880
- Kleinkind aus Aachen, 1903
Einzelnachweise[Bearbeiten]
Personendaten | |
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NAME | Westendorp, Eugen |
KURZBESCHREIBUNG | deutscher Photograph |
GEBURTSDATUM | 11. März 1839 |
GEBURTSORT | Düsseldorf |
STERBEDATUM | 19. Jahrhundert oder 20. Jahrhundert |