Der Wettlauf zum Südpol von Guido Knopp

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Der Wettlauf zum Südpol ist ein Sachbuch von Guido Knopp.

Vollständiger Titel: Guido Knopp: Der Wettlauf zum Südpol: Das größte Abenteuer der Geschichte. C. Bertelsmann Verlag, 2011, ISBN 978-3570100783

Der Wettlauf wurde im Dezember 2010 in einer von ZDF und ORF gemeinsam produzierten Spielshow nachgestellt.

Zusammenfassung[Bearbeiten]

Vor etwas mehr als hundert Jahren hat im Südpol zum ersten Mal eine Flagge geweht. Gehisst hat sie der Norwegische Polarforscher Roald Amundsen. Er und seine Begleiter haben am 14. Dezember 1911 als erste Menschen den Südpol erreicht. So ist aus diesem Anlass dieses Buch mit dem Titel „Der Wettlauf zum Südpol“ entstanden. Dieser Titel besagt, dass es mehrere Konkurrenten mit demselben Ziel gab. Roald Amundsen und Robert Falcon Scott, ein Englischer Marine Offizier, rangen sich um die Eroberung des Südpols wobei sich Amundsen als überlegener Sieger entpuppte.

Scott war bereits in Richtung Südpol unterwegs, als ihm Amundsen im Oktober 1910 ein Telegramm schickte, dass er auch eine Expedition zum Südpol mache. Die beiden sind nicht zur gleichen Zeit aufgebrochen und haben auch nicht die gleiche Route gewählt. Sie hatten unterschiedliche Strategien. Amundsen schlug sein Basislager in der Bucht der Wale auf und wählte eine Route mit Hundeschlitten, die bis dahin noch völlig unerforscht war. Scott hingegen hatte eine Route eingeschlagen, die schon bekannt war, allerdings nicht bis ganz zum Südpol. Er startete von der Rossinsel, ein wenig weiter westlich und setzte auf eine gemischte Strategie, die nicht nur mit Hunden, sondern auch mit Ponys und Motorschlitten bestritten wurde.

Die beiden Expeditionsleiter mussten zum Teil mit ganz unterschiedlichen Schwierigkeiten kämpfen. So beschrieb z.B. Amundsen am 21.November 1911 in seinem Tagebuch, wie sie auf einer Hochebene ein paar Hunde erschiessen mussten, die zu erschöpft waren, obwohl sie ihnen doch schon sehr ans Herz gewachsen sind und sie schon so viel gerackert hatten für diese Expedition. Ein bisschen später berichtete auch Scott von Schwierigkeiten. Die Gefahren für seine Expedition zeigten sich beim schlechten Wetter und den Ponys, die sich für diese Aufgabe als untauglich erwiesen.

Als das Norwegische Team am 14. Dezember den Pol erreichte, entschied sich Amundsen für etwas sehr ehrwürdiges. Das historische Ereignis, die Flagge aufzusetzen, soll zusammen und gleichmässig gemacht werden. Dies war die einzige Art, auf die er an dieser einsamen und verlassenen Stelle seinen Kammeraden seine Dankbarkeit zeigen konnte.

Einen Monat später, als sich Scott dem Südpol näherte, haben sie von weitem etwas entdeckt, konnten es aber noch nicht identifizieren. In atemloser Spannung machten sich die Männer dorthin auf den Weg und fanden an einem Schlittenständer eine schwarze Flagge. In der Nähe entdeckten sie einen verlassenen Lagerplatz, Spuren von Schlitten und Skiern und die Abdrücke von Hundepfoten. Dies bedeutete dass ihnen die Norweger zuvorgekommen waren. Amundsen ist auf seiner Expedition oft hohe Risiken eingegangen. Scott dagegen war weniger draufgängerisch. Dies hat ihm aber nichts genützt. Er hatte auf seiner Rückreise schwere Nahrungsmittelprobleme und seine Strategie mit den Zwischendepots ist nicht aufgegangen. Sie waren zu weit auseinander oder er kam zu langsam vorwärts, da er schon beim Hinweg seine letzten tierischen Helfer erschiessen musste. Amundsen ist bis zum Schluss mit seinen Hunden vorangekommen. Scott verlor zuerst zwei Kollegen und erfror schliesslich zusammen mit zwei weiteren Männern im Zelt. Tragischerweise waren sie nur ca. 18 km vom nächsten Vorratsdepot entfernt, das ihnen wieder neue Nahrungsmittel verschafft hätte. Im Vergleich zu Scott hatte Amundsen eine nahezu Problemlose Rückfahrt. Die Norweger hatten sogar noch Zeit, um Weihnachten zu feiern.

Hundert Jahre danach[Bearbeiten]

Hundert Jahre, nachdem Roald Amundsen und Robert Falcon Scott darum rangen, als erste am südlichsten Punkt der Erde zu stehen, gab es erneut einen Wettlauf zum Südpol. In diesem Buch wird Parallel zur Geschichte vor hundert Jahren eine Neuauflage des Wettlaufes dokumentiert. Dieses Rennen wurde von den TV-Sendern ZDF und ORF organisiert, um auf diese Weise das historische Ereignis zu spiegeln. Sie würdigen so auch die aussergewöhnlichen Leistungen der beiden grossen Entdecker. Diesmal jedoch ist die freundschaftliche Rivalität zwischen Deutschland und Österreich die Basis für ein neues Rennen. Für jedes Team sollten jeweils zwei Prominente Personen und zwei abenteuerlustige, sportliche Frauen und Männer mit guter körperlicher Fitness und stabiler Psyche an den Start gehen.

Für Deutschland stellen sich TV-Moderator Markus Lanz und Extremsportler Joey Kelly der Herausforderung Antarktis. Österreich schickt ein Team, den mehrfachen Skiweltmeister und Doppelolympiasieger Hermann Meier sowie Radiomoderator Tom Walek, ins Rennen.

Sie waren aber nicht mit Ponys, Hunde- oder Motorschlitten unterwegs, sondern sind nur mit ihren Langlaufskiern und einem Pulka (spezieller Plastikschlitten) für das Gepäck im Schlepptau zum Pol gestochen. Um die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt in der Antarktis zu schützen, ist es heute verboten, fremde Arten einzuführen. Auch wenn sich die Materialien geändert haben, ist das heutige Prinzip von Ski und Schuhen dem vor hundert Jahren sehr ähnlich. Die Stiefel, die vor allem warm halten müssen, sind zu klobig, um in einer gängigen Sportbindung zu funktionieren. Daher werden die Schuhe auch heute auf einem Metallscharnier einfach mit Lederriemen befestigt. Obwohl sich das Material zwischen dem letzten Wettlauf und heute so extrem weiterentwickelt hat, ist der Weg zum Südpol immer noch eine Wahnsinns Herausforderung.

Der Autor Guido Knopp[Bearbeiten]

 
Guido Knopp, von Stuart Mentiply

Guido Friedrich Knopp ist ein deutscher Journalist, Publizist und Moderator. Er ist vor allem für seine Beschäftigung mit zeitgeschichtlichen Themen bekannt.

Seit 1978 ist Guido Knopp beim ZDF beschäftigt. 1980 übernahm er die wöchentliche Sendereihe „Fragen zur Zeit“. Seit 1984 ist er Redaktionsleiter der ZDF-Redaktion „Zeitgeschichte“. Dort werden seit den achtziger Jahren zeitgeschichtliche Fernsehreihen und Dokumentationen wie: Hitler eine Bilanz, Unser Jahrhundert, Deutsche Schicksalstage, Hitlers Helfer, Holokaust und Die Deutschen produziert. Auch die wöchentlichen Geschichtssendungen Damals (bis 2000) und History (seit 2000) werden von Knopps Redaktion verantwortet. Zu den Fernsehdokumentationen veröffentlicht Knopp auch regelmäßig Begleitbücher und -DVDs, von denen einige zu Bestsellern wurden.

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