Willy Rosenbusch

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Willy Rosenbusch Straßenradsport
Zur Person
Geburtsdatum 1903
Sterbedatum 1983
Nation Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich

Willy Rosenbusch[1] (auch: Willi Rosenbusch;[2] * 1903; † 1983) war ein deutscher Radrennfahrer[1] und mehrfacher deutscher Meister im Straßenfahren.[3] Das in Österreich erscheinende Wiener Sport-Tagblatt zählte den Radsportler zur „Elite der deutschen A-Klasse.“[4]

Laufbahn[Bearbeiten]

Als 1922 erstmals auch die als „Wertpreisfahrer“ bezeichneten Amateure des auch als „Union“ bezeichneten Radsportverbandes Deutsche Radfahrer-Union (DRU) beim Großen Norddeutschen Straßenpreis über 299 Kilometer von Berlin nach Hannover starteten, errang Willy Rosenbusch auf dem als schwer bezeichnete Straßenrennen den ersten Platz.[5]

In den Jahren 1922 und 1923 wurde Rosenbusch zudem deutscher Mannschafts-Straßenmeister und 1924 Deutscher Fliegermeister.[1]

Bei dem mit 32 Fahrer stark bestrittenen Kleinen Straßenpreis von Hannover im April 1924 über 210 Kilometer wurde Rosenbusch, der für den Verein Pfeil-Hannover startete, aufgrund eines Reifenschadens nur Zweiter nach „Büchner (Komet Hannover)“.[6]

In den Jahren 1924 und 1927 gewann der Hannoveraner das vom Radsportverein Braunschweig 1923 ausgerichtete Radrennen „Rund um den Elm“.[2]

Im April 1927 veröffentlichte der Sportausschuss des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) eine bis nach Österreich vernommene Warnung vor den sogenannten „Truppenrennen“;[7] Anfang Mai des selben Jahres fasste auch der Österreichische Radfahrerbund Maßnahmen dagegen ins Auge.[8] Ebenfalls 1927 gründete Willy Rosenbusch ein Spezialgeschäft für Fahrräder.[1] Kurze Zeit später war er einer von 67 deutschen - und österreichischen - Amateuren, denen nach Beschlüssen des Bundeshaupttages im April 1928 aufgrund Verstoßes gegen Wettkampfbestimmungen die Amateurlizenz entzogen wurden.[4]

Spater gründete Willy Rosenbusch eine Spedition. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er viele Jahre „Inhaber des bekannten hannoverschen Sportgeschäfts in der Rathenaustraße (nähe Kröpcke)“.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Karin Brockmann, Stefan Brüdermann, Walter Euhus, Thomas Schwark: Hannover fährt Rad. Geschichte – Sport – Alltag, Begleitschrift zur Ausstellung im Historischen Museum Hannover, Kuhle Buchverlag, Braunschweig 1999, ISBN 3-923696-90-6, S. 29, 90
  2. 2,0 2,1 o.V.: Ehrentafel der Sieger des BDR-Klassikers „Rund um den Elm“ auf der Seite rsvbs.de [ohne Datum] des Radsportverein Braunschweig 1923 e. V., zuletzt abgerufen am 18. Juni 2018
  3. Walter Euhus: 100 Jahre Radsport: Ullrich, Altig und die frühen Pedalritter, Broschüre zur Ausstellung im Rathaus I Burgdorf, 9. Juli bis 5. Oktober 2003, hrsg. vom VVV, der Radfahrgalerie Burgdorf und der Stadt Burgdorf, 2003, PDF S. 13 (gelistet unter "Populäre Radsportler")
    Ein Foto von Rosenbusch findet sich in der Rubrik Bilder deutscher Fahrer auf cycling4fans.de
  4. 4,0 4,1 o.V.: Radfahren / 67 Amateure des B. D. R. disqualifiziert. In: Sportblatt am Mittag / Sport-Tagblatt. Sport-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes, 18. April 1928, S. 6 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wst
  5. Walter Euhus: Straßenrennen, in Karin Brockmann, Stefan Brüdermann, Walter Euhus, Thomas Schwark: Hannover fährt Rad: Geschichte - Sport - Alltag. Ausstellung des Historischen Museums Hannover, Hannover 1999; Kuhle, Braunschweig 1999, ISBN 978-3-923696-90-1, S. 74f.
  6. o.V.Radfahren / Vom deutschen Rennsport. In: Sportblatt am Mittag / Sport-Tagblatt. Sport-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes, 16. April 1924, S. 6 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wst
  7. o.V.: Der Sportausschuss des Bundes Deutscher Radfahrer .... In: Sportblatt am Mittag / Sport-Tagblatt. Sport-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes, 26. April 1927, S. 8 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wst
  8. o. V.: Radfahren / Der B.D.R. gegen das Truppenwesen. In: Sportblatt am Mittag / Sport-Tagblatt. Sport-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes, 11. Mai 1927, S. 5 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wst
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