Wilhelm Meinhold (Pfarrer)

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Wilhelm Meinhold (* 5. Juni 1885 in Marienburg, Westpreußen; † 25. September 1961 in Herford) war ein deutscher Pfarrer.

Leben[Bearbeiten]

Als Sohn eines Kaufmanns und Vetter von Otto Schellong besuchte Meinhold die Bürgerschule und das Gymnasium in Marienburg. Nach dem Abitur immatrikulierte er sich an der Albertus-Universität Königsberg für Evangelische Theologie und Philosophie. Im Sommersemester 1907 wurde er im Corps Masovia aktiv.[1] Ohne Band wechselte er an die Universität Greifswald. An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel studierte er auch Rechts- und Staatswissenschaft. Nachdem er noch in Greifswald Turnlehrer geworden war, bestand er in Danzig die erste und zweite Theologenprüfung.[2]

Nachdem er Kreissynodalvikar in Mariensee und Militärhilfsgeistlicher bei der 5. Division (Deutsches Kaiserreich) in Frankfurt (Oder) gewesen war, ging er zur Kaiserlichen Marine in Wilhelmshaven und Kiel. Als einziger Marinepfarrer nahm er im Ersten Weltkrieg auf SM U-111 an der ersten Schlacht im Nordatlantik teil. Mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet, wurde er nach Kriegsende Pfarrer am Herforder Münster. Bei Masovias 100. Stiftungsfest erhielt er die Corpsschleife. 1934 veröffentlichte er den Beitrag Zur Genugtuungsfrage. Ein Gespräch mit dem Wingolf. Beim letzten Vorkriegscongress des Kösener Senioren-Convents-Verbandes hielt er 1935 den Gedenkgottesdienst beim Kösener Löwendenkmal. Seine beiden Söhne fielen 1940 und 1941 als Marineoffiziere. Seine zweite (27 Jahre jüngere) Frau schenkte ihm drei Söhne. Nach 35 Jahren Dienst am Herforder Münster wurde er 1953 emeritiert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verzeichnis sämtlicher Mitglieder des Corps Masovia 1823 bis 2005. Potsdam 2006
  2. Bruno Wenzel: Wilhelm Meinhold. Zeitung der Altmärker-Masuren 30 (1962), S. 411

Weblinks[Bearbeiten]

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