Werner Scholl

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Werner Scholl (geb. am 13. November 1922 in Forchtenberg am Kocher[1], vermisst seit dem 7. Mai 1944 in Russland)[2] war der Bruder von Sophie Scholl und Hans Scholl.

Leben[Bearbeiten]

Werner Scholl wurde 1937 zusammen mit seinem Bruder Hans wegen der Mitgliedschaft in der verbotenen Bündischen Jugend verhaftet.[3][4] Scholl trat, wegen der Drangsalierung seines Freundes Otl Aicher im Gymnasium, aus der Hitlerjugend aus.[5] Werner Scholl wurde im Jahr 1941, unmittelbar nach dem Abitur, zum Reichsarbeitsdienst eingezogen.[6] Später diente er als Sanitätssoldat der Wehrmacht an der russischen Front. Werner Scholl traf nach der Urteilsverkündung am 22. Februar 1943 seinen Bruder Hans und sprach mit ihm, da er Urlaub von der Ostfront hatte.[3] Nach der Urteilsverkündigung stellte er zusammen mit seinen Eltern ein Gnadengesuch für die zum Tode verurteilten Mitglieder der Weißen Rose, seine Geschwister Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst.[7] Seit dem 7. Mai 1944 gilt er als vermisst, als mit seiner Einheit in Kampfhandlung mit Partisanen geriet.[8][2] Sein Schicksal konnte nicht geklärt werden.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Geschwister Scholl und die 'Weiße Rose', ulm.de
  2. 2,0 2,1 Hermann Vinke: Fritz Hartnagel - Der Freund von Sophie Scholl, Arche, 2005, S. 190 [1]
  3. 3,0 3,1 Geschwister Scholl Erzogen zum Widerstand, Spiegel Online, 21. Februar 2013
  4. Der Wendepunkt im Leben von Hans und Sophie Scholl - Wie das NS-Regime aus Anhängern Gegner machte swr.de, SÜDWESTRUNDFUNK, SWR2 AULA, 14. April 2013, PDF-Datei, S. 3
  5. Der Wendepunkt im Leben von Hans und Sophie Scholl - Wie das NS-Regime aus Anhängern Gegner machte swr.de, SÜDWESTRUNDFUNK, SWR2 AULA, 14. April 2013, PDF-Datei, S. 9
  6. Barbara Ellermeier: Hans Scholl: Biographie Hoffmann und Campe 2012, ISBN 3-455-85033-2.
  7. Gnadengesuch der Eltern Scholl, bpb.de
  8. Schwester von Hans und Sophie Scholl erzählt, mainpost.de 22. Februar 2013
  9. Helga Pfoertner: Mit der Geschichte leben: Mahnmale, Gedenkstätten, Erinnerungsorte für die Opfer des Nationalsozialismus in München 1933-1945, Band 3, Ulz, 2005, S. 40 [2]
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