Welpenaufzucht
Inhaltsverzeichnis
[Verbergen]Grundlagen[Bearbeiten]
Jedes Tier, welches sich in menschlicher Obhut befindet, muss nach dem Tierschutzgesetz, so gehalten werden, dass es seiner Art entsprechend untergebracht ist, ernährt und gepflegt wird.
Hunde haben genau wie Menschen Grundbedürfnisse. Diese verändern sich aber je nach Alter des Hundes. Allgemein zusammengefasst sind die Grundbedürfnisse eines jeden Welpen: • Physische Bedürfnisse (Fressen, Schlafen, Toilettengang) • Bedürfnis nach sinnlichen Erfahrungen (Reize, Untergründe, Gerüche, Lebenssituationen) • Bedürfnis nach Regelmäßigkeit (Tagesablauf, Fress- und Ruhezeiten) • Gemeinschaftsbedürfnis mit Struktur und Kontrolle (Spielen, Kommunikation mit anderen Hunden, Kommunikation mit Menschen) • Schutz- und Bindungserfahrungen (Vertrauen zum Besitzer/Hundeführer) • Bedürfnis nach Beachtung, Anerkennung, Bestätigung (Loben,Stubenreinheit) Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, sollten einige Dinge beachtet werden.
Fressplatz
Welpen und Hündin sollten stets freien Zugang zu sauberen Wasser haben. Der Fressplatz sollte sauber gehalten werden und gut belüftet sein.
Schlafplatz
Der vorläufige Schlafplatz der Welpen ist die Wurfkiste, diese sollte gut isoliert, groß genug und aus Holz oder Plastik sein. Auch hier ist Hygiene die oberste Priorität. Solang Welpen jünger als 7 Tage alt sind, sollte man sie auf keinen Fall mit einer Wärmelampe warm halten. Ihnen fehlen neuromuskuläre Reflexe, insbesondere der Ausweichreflex. So würde die Wärmelampe Verbrennungen verursachen. Besser geeignet sind elektrisch heizbare Wärmschalen. Die Bodentemperatur sollte 30°C betragen und die Raumtemperatur 20°C. Bis zum Ende der 3. Lebenswoche kann die Bodentemperatur allmählich auf 24°C gesenkt werden. Später sind herkömmliche Hundedecken/Hundekörbchen völlig ausreichend. Man sollte nur immer darauf achten, dass die Welpen nirgendwo herunter fallen können und auf weichem Untergrund schlafen.
Toilettengang
Grob gerechnet muss ein junger Hund ca. einhundertsechzehnmal pro Tag. Egal ob groß oder klein. Es ist also schier unmöglich die Welpen ständig auf die Wiese zu bringen, damit sie Ihr Geschäft erledigen können. Man sollte für einen leicht zu reinigenden Untergrund sorgen. Vor allem in der Wurfbox. Kot und Urin müssen leicht zu entfernen sein und dies sollte auch häufig geschehen. Über Kot und Urin können Infektionen übertragen werden, aber vor allem Wurmeier und Larven. Deshalb sollte Muttertier und Welpen im regelmäßigen Abstand, ab der zweiten Woche nach der Geburt, alle zwei Wochen entwurmt werden. Das sollte man bis zur Trennung von der Mutter beibehalten.
Sinnliche Erfahrungen
Für jeden Hundekenner hat die Sozialisierung des Welpen eine andere Bedeutung, doch man sollte als Züchter schon etwas Vorarbeit leisten. Die Welpen sollten verschiedene Untergründe kennen lernen und mit Geräuschen des Alltags vertraut gemacht werden. Auch der Kontakt zu Menschen ist wichtig. Eine gute Möglichkeit den Welpen die Angst vor fremden Dingen zu nehmen sind zum Beispiel über den Zoofachhandel erhältliche Spielzeuge, Tunnel und Ballbecken. Es sollte aber wieder darauf geachtet werden, dass keine Verletzungsgefahr besteht.
Regelmäßigkeit
Es sollten Fress- und Ruhezeiten festgelegt und eingehalten werden. Die Hündin braucht Entspannungsphasen genauso wie die Welpen. Sobald die Welpen feste Nahrung aufnehmen können sollte man die Fresszeiten begrenzen. Futter sollte nie zu lang stehen und nicht immer zugänglich sein. So kann man den Welpen einen gewissen Tagesrythmus antrainieren. Der Tagesablauf sollte sich nicht schlagartig ändern oder ständig anders sein.
Gemeinschaftsbedürfnis
Die Welpen sollten nicht auseinander gesperrt werden oder schlagartig von der Mutter getrennt werden. Sie sollten zusammen spielen dürfen und miteinander kommunizieren können. Auch der Kontakt zu anderen Tieren oder anderen Hunden ist von Bedeutung. So lernen die Welpen zu kommunizieren und bekommen Grenzen aufgezeigt. Sie legen die Angst vor anderen Tieren ab. Auch Menschen sollten mit in das Spiel einbezogen werden.
Schutz- und Bindungserfahrungen
Von der 4. bis zur 8. Lebenswoche befinden sich die Welpen in der sensiblen Phase. Hier werden Sie langsam aber konsequent mit den Verhaltensweisen im Rudel und zwischen Mensch und Hund bekannt gemacht. Die Welpen spielen sehr intensiv miteinander und lernen hierbei sich selbst einzuschätzen. Sie lernen so die Beißhemmung. Diese ist nicht angeboren. Wenn sie ihren Spielkameraden beißen schreit dieser und bricht das Spiel sofort ab. Die Hunde fühlen sich im Rudel sicher und sollen auch Pflege und Schutz durch den Menschen erfahren. Man sollte sich intensiv mit den Welpen beschäftigen.
Anerkennung
Die Hündin beginnt schon früh ihre Welpen zu erziehen. Gute Verhaltensweisen werden belohnt und schlechte bestraft. Das sollte man auch als Züchter oder Besitzer tun. Hierbei aber bitte nicht mit Gewalt vorgehen. Zunächst wird schlechtes Verhalten einfach ignoriert oder nur mit lauter Stimme bestraft und gutes Verhalten wird freudig belohnt. Durch körperliche Gewalt werden die Jungtiere nur verschreckt und verängstigt. Sie sollen offen für Neues sein und lernfreudig zum Besitzer gehen.
Geburtsüberwachung[Bearbeiten]
Vorbereitung
Zur guten Vorbereitung der Geburt wird empfohlen eine Wurfkiste anzufertigen. Diese sollte groß genug sein, ausreichend Platz für die Hündin in den ersten 2-3 Wochen. Wichtig dabei ist ein sogenannter Distanzrahmen innen um die Welpen vor Quetschungen zu schützen, eine gute Polsterung und Isolierung. Eine regelmäßige Kontrolluntersuchung der Hündin vor der Geburt ist notwendig.
Anzeichen für baldige Geburt
Es gibt bestimmte Anzeichen, an denen man erkennt, dass die Geburt beginnt. Die Hüftknochen der Hündin werden erkennbar, sie wird meist unruhig. Um die Temperatur zu senken, beginnt sie zu hecheln. Dies ist notwendig für die Geburt, in den Eröffnungswehen sinkt die Körpertemperatur bis 37°C. Die Mutter beginnt mit der Lagersuche und entwickelt dabei auch einen Scharrzwang, um das Nest optimal für die Geburt vorzubereiten. Weitere Zeichen der beginnenden Geburt sind häufiges Vulva lecken, schlucken, zittern und winseln.
Überwachung
Die gesamte Geburt über sollte man das Allgemeinbefinden der Hündin beobachten, jedoch nicht die Geburt selbst versuchen zu beeinflussen. Wichtig ist ebenfalls die Zeit, wenn 15 min nach Fruchtwasseraustritt noch kein Welpe geboren wurde, sollte man den Tierarzt aufsuchen. Ebenso sollte die Gesamtzeit der Austreibungsphase, die Geburt von allen Welpen, 12 Stunden nicht überschreiten und die Ruhephase zwischen zwei Welpen nicht länger als 4 Stunden betragen. Abnormer Scheidenausfluss bei der Geburt aber auch schon in der Trächtigkeit (eitrig, grünlich, stinkend) bedeutet Probleme und der Hund sollte schnellstmöglich zum Tierarzt gebracht werden.
Aufzuchtphasen[Bearbeiten]
Die Zeit nach der Geburt wird in unterschiedliche Phasen geteilt: I Neontalphase II Saugphase III Beifütterungsphase IV Absetzen
I Neonatalphase
Die Neonatalphase dauert ca. bis zum 14. Lebenstag. Die Welpen sind noch blind und taub und können ihre Körpertemperatur noch nicht vollständig selbst regulieren, deswegen brauchen sie den vollständigen Schutz der Mutter. Die Körpertemperatur muss immer zwischen 35,6°C und 36,1°C betragen, dafür besitzen die Welpen jetzt schon einen ausgeprägten Tastsinn und ein gutes Wärmeempfinden. Besonders wichtig ist, und das sollte der Hundebesitzer nach der Geburt gut beobachten, die Aufnahme der antikörperangereicherten Kolostralmilch. Dies sollte bis spätestens 24 Stunden nach der Geburt bei allen Welpen erfolgt sein. Genauso wie die erste Aufnahme der Muttermilch sollte die erste Ausscheidung von Urin und Kot in diesen Stunden erfolgen. Gute Beobachtung in dieser ersten Phase ist lebenswichtig. Ebenso sollte das Gesäuge und der wöchentlichen Scheidenausflusses der Mutter, sowie das Abheilen der Nabel der Welpen gut beobachtet werden. Die Nabelschnur trocknet innerhalb der ersten 2 Stunden und fällt in den ersten 3 Tagen ab.
II Saugphase
Als Saugphase wird die Zeit bezeichnet, in der die Welpen ausschließlich durch die Muttermilch ernährt werden und nicht zugefüttert werden. Deshalb entfällt diese Phase bei manchen Aufzuchten, genau dann, wenn die Hündin nicht genügend Muttermilch produziert. In dieser Phase beginnen sich die Augen zu öffnen und die Ausbildung des Gehörs ist abgeschlossen. Ein Welpe sollte in dem Alter mindestens 6-mal am Tag säugen, besser öfter um die ständige Gewichtszunahme zu sichern, die Kontrolle mit Gewichtstabellen wird empfohlen. Außerdem beginnt jetzt die erste Kontaktaufnahme zu anderen Welpen und zum Menschen, was sehr wichtig für den Charakter und das spätere Sozialverhalten ist.
III Beifütterungsphase
Jetzt (3. -4.Woche) besitzen die Welpen schon das 6-8 fache Geburtsgewicht. Sie beginnen mit den ersten Gehversuchen und erkunden langsam ihre Umgebung. Das Anfüttern sollte jetzt beginnen. Am besten püriert man etwas Nassfutter und schmiert es den Welpen erst einmal um das Maul. Meist dauert es nicht lange bis sie auf den Geschmack kommen. Mit der Anfütterung bereitet man sie auf das Absetzen vor.
IV Absetzen
In dieser Phase ernähren sich die Welpen ausschließlich von Hundefutter die Muttermilch ist überflüssig geworden. Zwischen der 6. und 8. Lebenswoche sollten sie von der Mutter abgesetzt und ein neues zu Hause gefunden werden. Es wird aber empfohlen sie nicht vor der 5. Woche abzusetzen, da dadurch ebenso wie bei zu spätem Absetzen (nach der 12. Woche) Verhaltensstörungen, wie Unsicherheit, Überängstlichkeit, etc. entstehen können.
Impfung[Bearbeiten]
Die erste Impfung sollte in der 6. Lebenswoche stattfinden. Zu diesem Zeitpunkt impft man den Welpen gegen Parvovirose und Zwingerhusten. Ab der 8.Woche wird er gegen die Infektionskrankheiten Hepatitis, Leptospirose, Staupe und Tollwut geimpft. Um die Grundimmunisierung zu vervollständigen, wird in der 11. -14.Woche nachgeimpft.Die Impfung des Hundes sollte jährlich wiederholt werden.
Parasitenbekämpfung[Bearbeiten]
Zur optimalen Parasitenbekämpfung sollte die Mutter 2 Wochen vor der Geburt und 10 Tage nach der Geburt behandelt werden. Die Welpen selbst werden ab der 6. Woche mit dem für Welpen geeigneten Mittel entwurmt und entfloht (Bsp: Panacur).
Infektionskrankheiten[Bearbeiten]
Parvovirose
Übertragung: Die Parvovirose wird durch das hoch ansteckende Parvovirus verursacht. Der Erreger ist in der Umwelt sehr lange überlebensfähig und kann auch durch Desinfektion nur schwer abgetötet werden. Neben der direkten Ansteckung von Hund zu Hund spielt auch die indirekte Ansteckung eine große Rolle. Das Virus kann über Schuhe, Bekleidung, Instrumentarium, Kot oder Erbrochenes weiter getragen werden. Besonders in Hundehütten kann sich der Erreger jahrelang halten.
Verlauf: Die Krankheit kann besonders bei Welpen extrem rasant verlaufen und innerhalb von Stunden zum Tod führen. Parvovirose beginnt zunächst mit hohem Fieber, Apathie und Inappetenz. Kurz darauf kommt es zu wässrig, blutigem und übelriechendem Durchfall und Erbrechen. Durch den großen Flüssigkeitsverlust und trotz intensiver tierärztlicher Behandlung verläuft diese Krankheit oft tödlich.
Vorbeugung: Impfung
Hepatitis
Übertragung: Der Erreger der Hundehepatitis, das Hcc-Virus, wird ähnlich wie bei der Staupe von Hund zu Hund durch Kontakt oder Ausscheidungen wie Harn, Kot oder Speichel übertragen. Es kommt aber auch eine indirekte Übertragung durch infizierte Gegenstände in Frage.
Verlauf: Auch die Symptome sind der einer Staupe sehr ähnlich. Die Hunde haben Fieber, sind appetitlos und matt. Des Weiteren kommt es zu Mandelentzündungen mit Lymphknotenschwellungen, starken Bauchschmerzen, Lungenentzündungen und Störungen des zentralen Nervensystems. Viele Tiere überleben diese Infektionskrankheit nicht. Sollte es doch der Fall sein, können Hornhauttrübungen am Auge auftreten, die zur Erblindung führen können.
Vorbeugung: Impfung
Staupe
Übertragung: Der Erreger der Hunde-Staupe ist ein Virus. Die Ansteckung kann zum einen direkt von Hund zu Hund durch Mund oder Nase und zum anderen indirekt durch den Menschen, Z.B durch Schuhe oder Kleidung übertragen werden. Gefahr droht jedoch auch beim Waldspaziergang, da das Staupe-Virus auch von Mardern, Waschbären, Dachse oder Frettchen über Kot, Urin oder Speichel ausgeschieden wird.
Empfängliche Tiere: Empfänglich, sind alle Hundeartigen, aber auch Waschbären, Dachse, Frettchen oder kleine Pandas. Besonders Hundewelpen sind in den ersten Lebenswochen gefährdet, es können aber auch ältere Hunde erkranken. Eine besondere Gefährdung besteht ebenfalls bei hoher Populationsdichte, Z.B. in Städten, Zwingern oder Tierheimen.
Formen und Verlauf: Nach einer Inkubationszeit von 3 bis 7 Tagen treten die ersten Symptome auf. Sie beginnen mit hohem Fieber, Apathie, Appetitlosigkeit, sowie Augen- und Nasenausfluss. Später greift das Staupe-Virus verschiedene Organe im Körper des Hundes an. Abhängig von den vorherrschenden Krankheitsanzeichen unterscheidet man verschiedene Verlaufsformen. Bei der Darmstaupe leiden die Hunde an einer Magendarmentzündung mit starke, eventuell blutigem Durchfall und Erbrechen. Eine Austrocknung ist die Folge. Die Lungenstaupe beginnt mit klarem, wässrigem Augen- und Nasenausfluss, welcher im späterem Verlauf zähflüssig-eitrig wird. Die Entzündung breitet sich über die Bronchien auf die Lunge aus. Starker quälender Husten, Atembeschwerden und Lungenentzündung sind die Folge. Eine gefürchtete Form der Staupe ist die Nervenstaupe. Hierbei kommt es zu zentralnervösen Störungen. Die Tiere leiden unter leichten bis schweren Krämpfen, Lähmungen, Zittern und Gleichgewichtsstörungen. Häufig müssen diese Hunde eingeschläfert werden. Sollte die Staupe jedoch überlebt werden, kann es zu bleibenden Schäden kommen. Zum Beispiel sind die Zähne massiv in der Entwicklung gestört ( Staupegebiss mit Stummelzähnen ) oder es kommt zu übermäßigen Verhornungen an den Ballen.
Vorbeugung: Impfung
Andere Krankheiten[Bearbeiten]
Todesursachen bei Welpen können in infektiöse und nichtinfektiöse Ursachen aufgeteilt werden. Für die meisten Todesfälle bei Neugeborenen im Alter von 0 bis 3 Tagen sind nichtinfektiöse Ursachen verantwortlich. Zu ihnen zählen: Hypothermie, Hypoglykämie und Traumata.
Hypothermie: Die physiologische Rektaltemperatur beträgt bei der Geburt 35,6°C bis 36,1°C und steigt bis zum siebten Lebenstag allmählich auf 37,8°C an. Bei einer Hypothermie fällt die Temperatur der Welpen unmittelbar nach der Geburt. Deshalb ist es wichtig auf eine angemessene Umgebungstemperatur und die richtige Pflege durch die Mutter zu achten. Anzeichen sind wimmern, gefolgt von abnehmender Aktivität. Unterkühlte Neugeborene sollten langsam aufgewärmt werden (bis Rektaltemperatur bei 36,1°C-36,7°C liegt).
Hypoglykämie: Da Welpen weniger glukoneogene Vorläufe haben, sowie eine geringere Fähigkeit andere Energiequellen zu schaffen oder zu nutzen, kann es bei ihnen schnell zu einer Hypoglykämie kommen. Als Ursache können die Körpertemperatur unter 34,4°C oder eine Septikämie in Frage kommen. Außerdem kann alles, was mit Qualität oder Quantität der Muttermilch interferiert eine Hypoglykämie verursachen. Zu den Symptomen gehören Schwäche, verminderte Aktivität, wimmern, Krämpfe und Koma. Behandelt werden Hyperglykämien durch die orale Verabreichung von Glukoselösungen
Traumata: Traumata können für bis zu 37% der Todesfälle bei neugeborenen Hundewelpen verantwortlich sein. Die Mutter verursacht versehentlich Quetschungen, Nabelhernien oder perforierende Wunden.
Infektiöse Ursachen: Obwohl die Mutter häufig keine Symptome zeigt, ist sie im Allgemeinen die Quelle des Infektionserregers. Die Infektion der Welpen kann im Uterus, während der Passage durch den Geburtskanal, über den Nabel oder oronasal geschehen. Schlechte Umweltbedingungen, unzureichende Hygienemaßnahmen und die gemeinsame Haltung von Tieren aller Altersstufen können den Kontakt zu Infektionserregern verstärken. Die häufigsten Infektionskrankheiten sind Parvovirose , Staupe und Hepatitis.
Fütterung[Bearbeiten]
Der Hündin In der ersten Hälfte der Trächtigkeit reichen ein oder zwei Mahlzeiten für die meisten Hündinnen aus. In der zweiten Hälfte benötigen sie jedoch mehr Nährstoffe und zusätzlich Energie und müssen deshalb mindestens zwei Mal pro Tag gefüttert werden. Größere Rassen können auch mit freiem Futterzugang gefüttert werden. Ab der 6. Woche der Trächtigkeit sollte die Futterration um 10% pro Woche erhöht werden, da die Hündinnen in den letzten Tagen der Trächtigkeit einen Mehrbedarf von 30-40% haben. Unmittelbar vor der Geburt wird bei Hündinnen allgemein ein Rückgang des Appetits beobachtet, der bis zu einer um 30% reduzierten Futteraufnahme führen kann. Generell sollte während der ersten 4 Wochen der Trächtigkeit ein für nichttragende Hunde geeignetes Futter ausreichen. Danach sollte spezielles Futter für Wachstum/ Vermehrung mit hoher Konzentration eingesetzt werden. Die Phase der Laktation (Säugeperiode) ist der Zeitraum, indem die Hündinnen die meisten Nährstoffe benötigen. So benötigen sie über die dritte bis vierte Woche nach der Geburt die vierfache Menge der üblichen Ration. Deshalb ist es optimal, die Hündinnen während der Laktation mit freiem Futterzugang zu füttern. Werden sie nach Mahlzeiten gefüttert, sollten sie mindestens 3 Mahlzeiten pro Tag erhalten. Säugende Hündinnen sollten Fertigfutter bekommen. Unmittelbar nach der Trennung von den Welpen kann es notwendig sein, dass die Futtermenge der Hündinnen bis auf die Hälfte ihres üblichen Erhaltungsbedarfs reduziert wird. Bedarfsgerecht ernährte Hündinnen nehmen vor dem Werfen im Vergleich zu ihrem Ausgangsgewicht um etwa 15-20% zu. Nach der Geburt sollten sie ca. 5-10% mehr Gewicht als vor der Trächtigkeit haben.
Der Welpen Die Welpen sollten mindestens bis Ende der 3. Lebenswoche vollständig von der Mutter ernährt werden. Danach beginnen die Welpen mit der Aufnahme fester Nahrung ihrer Mutter. Die Neugeborenen sollten so gefüttert werden, dass sie keinen sichtbar runden Bauch nach dem Essen haben und auch noch etwas hungrig sind. Sie müssen weiterhin säugen und dürfen nicht zu schnell wachsen. Nach der vollständigen Trennung der Welpen von ihrer Mutter ist es wichtig, Welpenfutter zu füttern, welches alle Bedürfnisse der jungen Tiere befriedigt. Das Futter muss einen erhöhten Energiegehalt und Anteil von Proteinen haben. Außerdem muss es leicht verdauliche Zutaten enthalten und besonders schmackhaft sein. Dabei ist es wichtig, dass das Futter immer an die Größe des Welpen angepasst ist. Ab dem 6. Monat kann der Welpe mit diesem speziellem Futter Probleme bekommen, da es sehr kalorienreich ist. Es kann langsam eine Futterumstellung vorgenommen werden. Dazu wird Futter für Junghunde/ erwachsene Hunde in steigenden Anteilen dem Welpenfutter untergemischt. Welpen sollten bis zur 12. Lebenswoche viermal täglich, ab der 12. Lebenswoche dreimal täglich und ab dem 6. Monat zweimal täglich gefüttert werden.
Quellen[Bearbeiten]
- M. Hand, C. Thatcher, R. Remillard, P. Roudebush: Klinische Diätetik für Kleintiere; 4. Auflage; 2002 by Mark Morris Institute, Topeka, Kansas; Schlütersche GmbH & Co KG Verlag und Druckerei, Hannover; ISBN 978-3-87706-893-9
- R. Nelson, C. Couto: Innere Medizin der Kleintiere; 1. Auflage; 2006 Elsevier GmbH, München; ISBN 978-3-437-57040-7
- http://www.welpen.de/service/tierarzt/artikel1.htm
- http://www.tiergesundheit.com/hund/infektionen/index.htm
- http://tierklinik.de/medizin.00095
- http://www.hunde-welpen.de/ernaehrung/energiebedarf.htm
- http://www.hunde-welpen.de/ernaehrung/futterumstellung.htm
- http://www.hundehaltung.org/Hundehaltung/Ernaehrung-Hund/Fuetterung-Traechtige-Und-Saeugende-Huendinnen.html
- http://www.polar-chat.de/topic_66503.html
- http://www.canosan.de/Welpenaufzucht.aspx
- http://www.tierarzt-hucke.de/Zucht/zucht5.html
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