Weinheimer Initiative
Die Weinheimer Initiative ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Städten und Landkreisen, die sich im Rahmen kommunaler Koordinierung für die Gestaltung gelingender Übergange für alle jungen Menschen von der Schule in die Arbeitswelt einsetzen und dies in lokalen Verantwortungsgemeinschaften umsetzen.
Die AG ging 2007 aus dem Kreis der Unterzeichnerinnen einer Weinheimer Erklärung hervor, die mit Unterstützung der Freudenberg Stiftung von Kommunen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, engagierten Einzelpersonen, Stiftungen und Verbänden erarbeitet wurde.
Die Große Kreisstadt Weinheim an der Bergstraße , die der AG ihren Namen gibt, ist Bildungsregion im Land Baden Württemberg und Sitz der Freudenbergstiftung.[1] Die Weinheimer Initiative setzt sich für die Verbesserung der fachpolitischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen kommunaler Koordinierung des Übergangs Schule-Arbeitswelt ein und unterstützt ihre Mitgliedskommunen bei der Weiterentwicklung der lokalen Praxis.
Dazu wird der kritisch-konstruktive Dialog mit Expertinnen und Experten der Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Jugendpolitik auf kommunaler bzw. auf Landes- und Bundesebene gepflegt. Die Zusammenarbeit erfolgt auch mit wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und Akteuren der Zivilgesellschaft zusammen. Wissenschaftlich begleitet und koordiniert wird die Arbeitsgemeinschaft von der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund und Dr. Wilfried Kruse.
Sprecher der AG sind der Weinheimer Oberbürgermeister Heiner Bernhard und Stefan Skora, Oberbürgermeister der Stadt Hoyerswerda in der Lausitz.
Die wichtigsten Themen sind:
- kommunale Steuerungsmodelle zur Gestaltung des Übergangs Schule-Arbeitswelt
- Wirksamkeit kommunaler Koordinierung
- benachteiligten- und migrationssensible Übergangsgestaltung
- Entwicklungspartnerschaften von Ländern und Kommunen, Städten und Landkreisen
- Öffnung der Betriebe für die Ausbildung - Berufseinstiege lokal gut gestalten
Das Jahresforum richtet sich jeweils an eine breite Fachöffentlichkeit und greift aktuelle Themen der kom-munalen Koordinierung des Übergangs Schule-Arbeitswelt auf. Im Vorfeld des Jahresforums wird eine Erklärung verabschiedet, die den Namen der gastgebenden Kommune trägt. Die Arbeitsgemeinschaft reflektiert und dokumentiert die Entwicklung kommunaler Koordinierung des Übergangs Schule-Arbeitswelt in wissenschaftlichen Veröffentlichungen und wirkt bei Fachveranstaltungen mit.
Mitglied der Arbeitsgemeinschaft können Städte und Landkreise werden, die sich für die Gestaltung des Übergangs Schule-Arbeitswelt engagieren. Über eine Fördermitgliedschaft können sich auch Einzelpersonen, Stiftungen und Verbände in der Arbeitsgemeinschaft engagieren.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
Kruse, Wilfried: Jugend: Von der Schule in die Arbeitswelt, Stuttgart 2009. Bonekamp, Waltraud / Kruse, Wilfried (Hrsg.): Schulische Arbeitswelt und Berufsorientierung & kommunale Koordinierung. Tagungsbericht zum Jahresforum der Weinheimer Initiative am 5. November 2008 in Dortmund, Dortmund 2009. Wilfried Kruse / Angela Paul-Kohlhoff: Benachteiligtensensibles Übergangsmanagement - die Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative, in: Horst Biermann / Bernhard Bonz (Hrsg.): Inklusive Berufsbildung. Didaktik beruflicher Teilhabe trotz Behinderung und Benachteiligung. Berufsbildung konkret, Band 11, Baltmannsweiler, 2011.