Was ist Wahrheit?

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Was ist Wahrheit? (Nikolai Nikolajewitsch Ge)
Was ist Wahrheit?
Nikolai Nikolajewitsch Ge, 1890
Öl auf Leinwand
Tretjakow-Galerie

Was ist Wahrheit? ist ein 1890 entstandenes Ölgemälde (Bild)von Nikolai Nikolajewitsch Ge. Es ist in der Tretjakow-Galerie in Moskau ausgestellt und der Kunstrichtung des Realismus zuzuordnen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Während seiner Zeit als Professor an der Petersburger Kunstakademie malte Ge entgegen seiner vorherigen Praxis, sich mit historischen Gemälden und Porträts zu befassen, vorrangig Bilder mit Themen der Evangelien. Trotz hitziger Diskussionen bei der Vorstellung dieser seiner neuen Bilder, gewann er auch durch diese Werke Anerkennung.

Gegenstand dieses Evangelien-Gemäldes ist ein Verhör. Auf dem Gemälde sind zwei Personen dargestellt. Pontius Pilatus der Statthalter des römischen Reiches in der Provinz Judäa und Jesus von Nazaret ein jüdischer Wanderprediger, der nach seinem Tod von den Christen als Sohn Gottes verehrt wird. Die Örtlichkeit ist das Prätorium im Legionslager in Jerusalem. Das Verhör ist Teil eines Gerichtsverfahrens Das Verhör und die Verurteilung durch Pilatus (Joh 18,28-40) aus dem Evangelium nach Johannes in dem Buch Bibel. Seinen Namen Was ist Wahrheit? hat das Gemälde von der Frage, die Pilatus im achtzehnten Kapitel des Evangeliums in Vers achtunddreißig dem Angeklagten Jesus stellt.[1]

Das gelbliche Licht des frühen Morgens dringt in die Räume herein und ist die bestimmende Farbe des Gemäldes. Jesus wurde schon am Vortag verhaftet und unter Anklage gestellt. Unter mehreren Anklagen war die schwerwiegenste, dass er sich selbst als König der Juden bezeichnete. Ein schäbiger Mantel hängt über seinem dunkelroten Gewand. Er wurde in der Nacht geschlagen. Er ist noch nicht richtig hell und früh am Morgen. Ankläger und Angeklagter sind allein. Um nicht unrein zu werden betraten die Juden nicht das Legionslager der Römer. Pilatus ist gekleidet in einer wertvollen Tunika mit purpurnem Rand und Sandalen. Pilatus stellt in allen vier Evangelien Jesus die Frage: Bist du der König der Juden. Er ist letztendlich nicht von der Schuld des Angeklagten überzeugt. Er verfügt über gut ausgebildete Legionäre und damit die militärische Macht über die 6 n. Chr. eroberte randständige Provinz. Er muss den Willen der jüdischen Oberschicht, Jesus beiseite zu schaffen und zu töten nicht erfüllen. Aber er kann nicht über seinen Schatten springen. Er liefert Jesus, der noch am selben Tag gekreuzigt werden sollte, an die Juden aus.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hochspringen Die Bibel: Das Buch Genesis, Kapitel 18 - Das Verhör und die Verurteilung durch Piatus, Vers 38, Einheitsübersetzung, 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tretjakow-Galerie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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