Walter Maurer

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Signatur von Walter Maurer

Walter Maurer (* 20. März 1942 in Dachau), ist ein deutscher Künstler, Lackierer und Grafikdesigner sowie ehemaliger Hochschullehrer und Universitätsdozent, welcher sich in seinen Werken oft ethnischer Themen annimmt und wichtiger Vertreter der modernen Kunst zwischen Kubismus und Expressionismus in Deutschland ist. Seine Karriere begann Maurer 1967 als selbstständiger Lackdesigner. Er ist Begründer der Kunst der Lackaquarelltechnik.

Privatleben[Bearbeiten]

Walter Maurer verbrachte seine Kindheit größtenteils in seinem Geburtsort Dachau und in Oberstaufen. Er lebt mit seiner zweiten Frau Petra und seinem Sohn Julian in Dachau.

Studium und Ausbildung[Bearbeiten]

Im Jahre 1959 schloss Maurer als Jahrgangsbester[1] die Lehre in der Kunstgewerbeschule Hans Baier ab und begann eine Laufbahn als Designlackierer und Werbetechniker.

In den Jahren 1965 bis 1967 absolvierte Maurer ein Grafikstudium an der Privatschule Carl Ludwig Gössl.

1967 macht Walter Maurer sich als Lackdesigner selbständig und fertigte erste Werke an.

Maurer ist Inhaber zweier Meisterabschlüsse.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Rahmen einer festlichen Verleihung im kleinen Kreis wurde Walter Maurer am 20. März 2008 das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold verliehen[2]. In der Laudatio von General Dieter Naskrent würdigte dieser die über zwei Jahrzehnte andauernde persönliche Bindung von Walter Maurer an die Bundeswehr, nachdem Maurer 1985 an einer Informationswehrübung für zivile Führungskräfte in Fürstenfeldbruck teilnahm, und diese sich im Laufe der Zeit durch „viele persönliche Kontakte“ intensiviert hat. Auch erwähnte Naskrent, dass sich Maurer analog zu Bundeswehr gegen Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Extremismus künstlerisch engagiert habe.

Soziales Engagement[Bearbeiten]

Walter Maurer wirbt mit seiner Kunst für Integration und richtet sich gegen Rassismus, Ignoranz und Gewalt.

Engagement bei BMW[Bearbeiten]

Walter Maurer arbeitete mit vielen Künstlern mit Bezug zu BMW und der Art-Car-Serie zusammen.

Ein BMW Kunstauto im typischen Stil von Maurer
Künstler Nationalität Jahr der Zusammenarbeit
Alexander Calder USA 1975
Frank Stella USA 1976
Roy Lichtenstein USA 1978
Andy Warhol USA 1979
Ernst Fuchs Österreich 1982
César Manrique Spanien 1990
A. R. Penck Deutschland 1991

Walter Maurer traf sich am 19. März 2011 mit Jeff Koons im Rahmen eines künstlerischen Gedankenaustausches in New York.

Er setzte im Zuge seiner eigenen BMW-Kunstauto-Serie zwei Fahrzeuge im eigenen Stil um.

Engagement bei der Luftwaffe[Bearbeiten]

Transall C-160 des LTG 61 im Maurer-Stil (Originalskizze von Maurer)

Der Designer nahm an Wehrübungen teil und setzte Designlackierungen und Jubiläumslackierungen für mehrere Bundeswehrverbände um [3][4]

Maurer war unter anderem für die Umsetzung der Jubiläumsmaschinen des LTG 61 verantwortlich. Er setzte hierbei zum 40-jährigen Verbandsjubiläum eine Bell UH-1D und zum 50-jährigen Verbandsjubiläum eine Transall C-160 mit der Botschaft "Für den Frieden" um.

Werke in Kunst und Design[Bearbeiten]

Maurer entwarf das Farbenkleid „Dialog“ und lackierte die Grafik auf einen Eurofighter der EADS, welcher für Werbezwecke auf internationalen Ausstellungen dient. Er entwarf und lackierte Designs für Eurocopter, BMW, Mini und andere Hersteller und Dienstleistungsfirmen.

Lackaquarelle[Bearbeiten]

Maurer ist Begründer der Kunst der Lackaquarelle, er verbindet verschiedenste Farben zu einem Ganzen, im Spiel der Farben bildet er virtuos Kunstwerke auf den unterschiedlichsten Flächen, so setzt er seine Lackaquarelle auf Fahrzeugen, Flugzeugen, Platten und Skulpturen um.

Lehrengagement[Bearbeiten]

Er war von 1984-1994 Leiter der Designschule der Glasurit, sowie von 1994-2002 Leiter der Akademie für Kunst, Design und Lackierhandwerk.

Im Zeitraum von 1994-1998 war er als Universitätsdozent und Hochschullehrer an der Akademie der Bildenden Künste in München, einer der bedeutensten und ältesten Kunsthochschulen Deutschlands, tätig.

Sport[Bearbeiten]

Von 1968-1978 beschäftigt sich Maurer mit der Dressurreiterei in der Klasse L und M. In den 80er Jahren beschäftigte Maurer sich mit dem Motorsport.[5]

Von 1980-1982 nahm er mit seinem BMW M1 an der Deutschen Rennsport-Meisterschaft teil. In den Jahren 1987-1989 fuhr er mit seinem Lotec BMW C2 im SAT.1-Supercup und dem WÜRTH-Supercup. 1989 fuhr er die Langstreckenweltmeisterschaft der Gruppe C. Im Jahr 1995 erwarb Maurer seine Lizenz zum Fliegen eines Helikopters.

Galerie[Bearbeiten]

Redaktionelle Publikationen über Maurer[Bearbeiten]

  • BMW Magazin "Ein Maurer sprüht vor Kunst" April 1992, Autor: unbekannt.
  • Süddeutsche Zeitung "Autos als Kunst auf Rädern" Mittwoch, 07. Januar 1998 von Violetta Simon.
  • HWK Oberfranken "Der Stardesigner Walter Maurer unterrichtet Meisterschüler im Skidesign" Dienstag, 5. März 2002, Autor: unbekannt.
  • Landsberger Tagblatt "Der letzte Flug der Designer-Mathilde - Die Jubiläums Uh-1D geht in den Ruhestand" Samstag, 29. März 2008 von Katharina Gaugenrieder.
  • BMW M1 Club "Walter Maurer – der Farbfanatiker, ein Virtuose im Umgang mit Lack, Pinsel und Spritzpistole". Datum: unbekannt, Autor: unbekannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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