Vierkernprozessor Smartphone

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Vierkernprozessoren (QuadCore-Prozessoren) in Smartphones sind die zentralen Recheneinheiten (englisch. CPU –Central Processing Unit) der mobilen Geräte. Die CPU ist beim Smartphone wie auch beim Rechner dafür zuständig, unterschiedliche Rechenoperationen in einer bestimmten Zeit durchzuführen.

Die Hauptaufgabe des Prozessors im Smartphone besteht darin, Befehle von Programmen oder Apps entgegenzunehmen und diese weiter zu verarbeiten. Vierkernprozessoren bestehen entsprechend aus vier Einheiten, die sich Aufgaben teilen und dadurch in der Regel effizienter arbeiten als Ein-Kernmodelle.

Aufgaben von Smartphoneprozessoren[Bearbeiten]

Der Smartphoneprozessor hat im täglichen Umgang eine Reihe Prozesse zu verarbeiten. Applikationen funktionieren ähnlich wie Programme beim PC und je nachdem, wie anspruchsvoll eine Anwendung ist und wie viele unterschiedliche Berechnungen durchgeführt werden müssen, wird mehr oder weniger Leistung benötigt. Nicht nur die vom Nutzer direkt angesteuerten Applikationen müssen berechnet werden, sondern selbstverständlich auch Programme, welche im Hintergrund ausgeführt werden wie beispielsweise Anti-Virensoftware und Vorgänge des Betriebssystems.

Vierkernprozessoren in der Praxis[Bearbeiten]

Um die Leistung eines Smartphones zu ermitteln, bedient man sich sogenannter Benchmarkprogramme. Diese testen den Prozessor mit bestimmten Rechenaufgaben und geben so objektiv Aufschluss über die Leistungsfähigkeit. Es zeigt sich, dass Vierkernprozessoren objektiv deutlich schnell operieren als Modelle mit weniger Einheiten. Im täglichen Umgang jedoch ist dieser Vorteil für den Nutzer kaum wahrnehmbar. Sobald allerdings anspruchsvolle 3D Anwendungen wie beispielsweise Spiele ausgeführt werden, laufen diese deutlich flüssiger als auf vergleichbaren Modellen mit weniger Kernen. Auch HD Videos werden in der Regel störungsfrei und bei weitem stabiler wiedergegeben.

Die Kerne arbeiten nicht immer mit voller Leistung. Wenn sie nicht beansprucht werden, Takten sie sich in der Regel selbstständig herunter und folglich sinkt der Stromverbrauch. Sobald sich wieder Verbraucher zuschalten, werden die Kerne mit entsprechenden Taktungen aktiv.

Nachteile der Vierkern-Prozessortechnik[Bearbeiten]

Die Mehrkernprozessoren stehen oftmals wegen ihrer Akkulaufzeit in der Kritik. Je mehr Kerne netzunabhängig versorgt werden müssen, umso schneller ist auch die Akkukapazität aufgebraucht. Weiterhin können aufgrund des vorhandenen Platzes die Kerne im Smartphone nicht aktiv gekühlt werden. Die spürbare Wärmeentwicklung lässt den Akkuverbrauch weiter ansteigen. Vierkernprozessoren werden im Bereich der Smartphone-Applikationen im Moment nur von einer überschaubaren Anzahl an Programmen genutzt. Zurzeit werden die Kerne demnach nicht ausgereizt und inwieweit zukünftige Entwicklungen die Leistung vollständig nutzten werden, bleibt abzuwarten.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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