Viennese Instrument for Suicidality in Correctional Institutions

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Das Viennese Instrument for Suicidality in Correctional Institutions (VISCI) soll den in Justizanstalten tätigen Berufsgruppen ermöglichen, suizidgefährdete Insaßen zu erkennen und das Ausmaß der Gefährdung zu ermitteln, um entsprechende Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen. Es handelt sich dabei um eines von mehreren Mitteln zur Unterstützung der Risikowahrnehmung.

Differenziert in Strafgefangene und Untersuchungshäftlinge wird anhand eines Fragebogens die Risikogefährdung als Ampelsystem dargestellt:

  • Grün: Keine Gefährdung
  • Gelb: Gefährdung vorhanden; wenn möglich keine Unterbringung in einer Einzelzelle; tagesstrukturelle Maßnahmen
  • Rot: hohe Gefährdung; keineswegs Anhaltung in einer Einzelzelle und rasche Kontaktaufnahme mit Fachdiensten.

Entwickelt wurde das VISCI als Ergebnis einer großen Fallkontrollstudie (220 Suizide zwischen 1975 und 1999 und 440 Kontrollen) und eines eingehenden Studiums der Fachliteratur.

Literatur[Bearbeiten]

  • Joanna Mazur: Suizid in Haft - Erwachsene Männer in österreichischen Justizanstalten
  • Patrick Frottier, Franz König, Teresa Matschnig, Michaela-Elena Seyringer, Stefan Frühwald: Das Wiener Instrument für Suizidgefahr in Haft. In: Psychiatrische Praxis. Band 35, Nr. 1, Januar 2008, ISSN 0303-4259, S. e1–e8, doi:10.1055/s-2007-970884, PMID 17594636.
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