Veritasklub r. K.

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Der Veritasklub, mit Sitz in Wittenberge und Berlin, ist eine Institution, die das Erbe des liquidierten "SINGER"- und "VERITAS"-Nähmaschinenwerks in Wittenberge (Prignitz) wissenschaftlich erforscht, bewahrt und pflegt.

Flyer des VERITASKLUB's

Der Klub ging im Jahre 1993 aus dem ehemaligen Jugendklub "VERITAS" des VEB Nähmaschinenwerkes Wittenberge hervor. Er ist ein wissenschaftlicher, gemeinnütziger und sozialer registrierter Klub (r. K.) seit dem 10. Februar 1976.

Darüber hinaus ist er Inhaber von zahlreichen Urheberrechten der ehemaligen Wittenberger Singer/Veritas Nähmaschinenfabrik. Er war der erste Klub in Deutschland, der die Geschichte der Nähmaschinenentwicklung aufarbeitete.

Klubgeschichte[Bearbeiten]

Am 10. Februar 1976 wurde am Klubhaus des Nähmaschinenwerkes in Wittenberge ein Jugendklub gegründet, der aber wegen falscher Personalpolitik, Rechtsunterstellung und Konzeptionslosigkeit nicht lange bestand. Am 1. August 1983 erfolgte eine Umstrukturierung bzw. Neugründung des Klubs unter der Namensgebung FDJ-Jugendklub "VERITAS". Dadurch entzog man den Klub der staatlichen und gewerkschaftlichen Kontrolle. Rechtsunterstellt war der Klub jetzt der FDJ, dem Jugendverband der ehemaligen DDR. Ihren Sitz hatte der Jugendklub mit eigenem Büro im Klubhaus der Nähmaschinenwerker in Wittenberge/Prignitz. Der Klub wurde ehrenamtlich geführt und das Klubmanagement bestand aus 13 Personen. Ihm unterstellt war auch eine hoch ausgebildete Ordnungsgruppe, die bei Veranstaltungen unterschiedlichen Genres für Sauberkeit und Ordnung sorgte.

Mitte der 1980er Jahren avancierte der Klub zum innovativsten und erfolgreichstem Jugendklub der DDR. Er erhielt zahlreiche staatliche und gesellschaftliche Auszeichnungen. Damals wie heute, ist eine Mitgliedschaft nur auf Empfehlung möglich.

Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands, wurde der Jugendklub "VERITAS" durch die staatliche Treuhandanstalt liquidiert. Nach der Neuorientierung im Jahre 1993, konzentrierte sich der Klub nunmehr auf die Bewahrung der Werksgeschichte, strich im Jahre 1993 das Wort 'Jugend' aus dem Klubnamen und firmierte zum VERITASKLUB.

Literatur[Bearbeiten]

  • Nähmaschinenwerk Wittenberge "Archive" (Band 1) - Culture Management Berlin, 2005
  • Nähmaschinenwerk Wittenberge "Singer" (Band 2) - Culture Management Berlin, 2006
  • Nähmaschinenwerk Wittenberge "Veritas" (Band 3) - Culture Management Berlin, 2007
  • Nähmaschinenwerk Wittenberge "Liquidation" (Band 4) - Culture Management Berlin, 2008
  • Nähmaschinenwerk Wittenberge "Singerianer" (Band 5) - Culture Management Berlin, 2009
  • Nähmaschinenwerk Wittenberge "Veritasianer" (Band 6) - Culture Management Berlin, 2010
  • Nähmaschinenwerk Wittenberge "Kollektive" (Band 7) - Culture Management Berlin, 2011
  • Nähmaschinenwerk Wittenberge "Erzeugnisse" (Band 8) - Culture Management Berlin, 2012
  • Nähmaschinenwerk Wittenberge "Gesellschaft" (Band 9) - Culture Management Berlin, 2013
  • Nähmaschinenwerk Wittenberge "Revival" (Band 10) - Culture Management Berlin, 2014

Aufsätze/Publikationen[Bearbeiten]

  • Arbeitervarieté der Stadt Wittenberge in der Buchedition "Wittenberge", Horst und Ralf Podiebrad 2006, Meiling-Druck
  • VERITAS - Eine sächsisch-brandenburgische Nähmaschinenlegende in der Buchedition "PREUSSEN SACHSEN BRANDEMBURG", Kulturland Brandenburg 2014, Koehler & Amelung

Quellen[Bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten]

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