Velorution

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Der Begriff Velorution ist ein Neologismus aus den Wörtern Velo (Fahrrad) und Revolution.

Inhaltsverzeichnis

Begriffsbedeutung[Bearbeiten]

Die Velorution bricht in den westlichen Industrieländern dann aus, wenn die einmal gekauften und jetzt in Garagen, Kellern, Hauseingängen und Hinterhöfen stehenden Fahrräder auch wirklich gebraucht werden. Laut offiziellen Daten werden theoretisch etwa gleich viele Fahrräder gebraucht wie Motorfahrzeuge. Die Praxis sieht anders aus. Viele Zweiradbesitzer steigen bloss ein- oder zweimal im Jahr auf's Rad. So schläft die Velorution in Kellern, Hausgängen und Garagen. Wenn sich Hunderttausende entschlössen, ihr Velo zu brauchen, wären die Konsequenzen in vielen Lebensbereichen unabsehbar. Tempo 30 innerorts wäre plötzlich die normalste Sache der Welt, die Autos wären in der Minderzahl, ihre Fahrer müssten sich entsprechend unterordnen, ängstliche RadlerInnen überwänden ihre Angst, auf der Strasse zu fahren, und die Fussgänger hätten auf den Trottoirs ihre Ruhe.

Begriffsherkunft[Bearbeiten]

Der Schweizer Schriftsteller und Journalist Dres Balmer verwendete den Begriff 1989 erstmalig[1] in einem Artikel der Wochenzeitschrift Weltwoche. Seither wird der Begriff Velorution immer wieder im Zusammenhang mit Fahrrädern und Fahrradförderung verwendet. Dres Balmer publizierte 2009 einen Beitrag[2] im «Jahrring 2009 – Auf zwei Rädern». Der «Jahrring 2009» erschien als unverkäuflicher Privatdruck der Graf-Lehmann AG und des Verlag velojournal.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dres Balmer: Von Alltag bis Velorution: Kleine Typologie der Radfahrer in 16 Bildern und mit einer Barmaid. In: Weltwoche, Zürich 23.02.1989

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dres Balmer: Von Alltag bis Velorution: Kleine Typologie der Radfahrer in 16 Bildern und mit einer Barmaid.. In: Weltwoche. 23. Februar 1989.
  2. Dres Balmer: Von der Radlerlust zur Velorution. In: Auf zwei Rädern - Jahrring 2009. Verlag rubmedia und velojournal 2009.
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