TwinCAM

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TwinCAM ist ein CAM-System der Firma Raabe Software, dessen Vorgänger mittels Konturverfolgung erstmalig die Möglichkeit bot, NC-Code automatisch zu generieren.

TwinCAM
Entwickler Uwe Raabe
Betriebssystem Windows
Kategorie CAM-Programm
Lizenz Kommerziell
Deutschsprachig ja
www.twincam.de

TwinCAM[Bearbeiten]

Die Anfänge der Software TwinCAM liegen in dem DOS-Programm „ NC-Modul“ zur Umwandlung von Konturen in CNC-Code, das von Uwe Raabe Mitte der 80er Jahre für die Firma Inodata entwickelt wurde. Mit diesem Programm ließen sich erstmals mit geringem Aufwand aus einem CAD-Programm heraus CNC-Maschinen ansteuern. Nachdem neben der reinen Konturbearbeitung auch noch Bohrungen umgesetzt werden konnten, wurde der Einsatz für Holzbearbeitungsmaschinen interessant. Eine Version für die morbidelli U15 wurde erstmals auf der Handwerksmesse in München vorgestellt. Es folgten weitere Anpassungen für Maschinen anderer Hersteller wie z.B. Alberti, Biesse und Weeke, wobei damals immer noch für jeden Kunden eine speziell angefertigte Version des Postprozessors nötig war. Die Entwicklung dieses Programms wurde später von Uwe Raabe selbständig weiter geführt.

Die Firma Lignodata entwickelte und vertrieb ein Windows-basiertes Programm unter dem Namen TwinCAM, das unter anderem auch von Siemens für Holzbearbeitungsmaschinen mit Sinumerik-Steuerung vertrieben wurde. Mit diesem Programm konnten DXF-Zeichnungen in CNC-Programme umgewandelt werden. Nach Insolvenz der Lignodata wurden die Rechte an dieser Software von der Firma Siemens aufgekauft.

Auf Basis des NC-Moduls entwickelte Uwe Raabe 1996 unter dem Namen „Panel Wizard“ eine Windows-Version mit grafischer Oberfläche. Damit ließen sich erstmals auch Werkstückbeschreibungen ohne ein CAD-System erstellen. Die Software kam unter diesem Namen allerdings nie in den Handel.

Im Jahr 1996 wurde Uwe Raabe von Siemens mit der Weiterentwicklung von TwinCAM beauftragt, die dann 1997 unter der neu gegründeten Firma IP Team erfolgte. Dabei wurden das ursprüngliche TwinCAM vollständig verworfen und der Panel-Wizard für die Sinumerik angepasst und unter dem Namen TwinCAM II vertrieben. Die ersten mit TwinCAM ausgelieferten Maschinen wurden in Spanien in Betrieb genommen.

Im Laufe der Zeit kam TwinCAM bei vielen CNC gesteuerten Holzbearbeitungsmaschinen verschiedener Hersteller zum Einsatz. Somit entstanden eine Vielzahl von Postprozessoren für unterschiedliche Steuerungen und Maschinen. TwinCAM gehörte lange Zeit zum Standard-Lieferumfang von CNC-Maschinen der Hersteller Reichenbacher und HolzHer. Weltweit arbeiten schätzungsweise ca. 2000 Maschinen mit TwinCAM, während die Gesamtanzahl der Installationen bei über 5000 liegt.

Seit 2011 wird TwinCAM auch unter dem Namen ElementsCAM von der Firma edv & cad group in Irschenberg mit Tischlereien/Schreinereien als Zielgruppe vertrieben.[1] In Zusammenarbeit mit Uwe Raabe erfolgt die weitere Entwicklung vor dem Hintergrund, dass ein weitgehend automatischer Workflow von einer mit der CAD-Software ElementsCAD für Vectorworks erstellten Zeichnung bis zur CNC-Maschine entsteht.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]