Tutzinger Rede
Die Tutzinger Rede 1990 wurde am 31. Januar 1990 von Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher an der Evangelischen Akademie Tutzing gehalten.
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Genscher forderte darin den Verzicht auf die Ausdehnung des NATO-Territoriums nach Osten.
Genscher führte in seiner Rede aus, dass das Gebiet der DDR nicht in die militärischen Strukturen der Nato einbezogen werden solle – da dies wegen zu erwartender Widerstände der Sowjetunion die Einigung blockieren würde.[1]
Rezeption[Bearbeiten]
Im Jahre 2009 bezog sich der damalige russische Präsident Medwedew auf die vom Westen gebrochenen Zusagen, die eine NATO-Osterweiterung verneint hätten.[2]
Im Rahmen der Ukraine-Krise 2014 spielte Genschers Rede wieder eine große Rolle in der öffentlichen Diskussion in Deutschland.[3]
Weblinks[Bearbeiten]
- Erwähnung in: Dokumente zur Deutschlandpolitik
- Gerhard A. Ritter: Hans-Dietrich Genscher, das Auswärtige Amt und die deutsche Vereinigung, München 2013.
- Maybritt Illner vom 20.03.2014; u.a. Hans-Dietrich Genscher zur Tutzinger Rede
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- Hochspringen ↑ Marie Katharina Wagner: Ost-Erweiterung der Nato: Das große Rätsel um Genschers angebliches Versprechen. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 19. April 2014 (online [abgerufen am 30. Mai 2014]).
- Hochspringen ↑ Uwe Klußmann, Matthias Schepp, Klaus, Wiegrefe: Absurde Vorstellung. In: Der Spiegel. Nr. 48, 2009 (online – 23. November 2009).
- Hochspringen ↑ Menschen bei Maischberger vom 18. März 2014