Rudolf Zander

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Leben[Bearbeiten]

Rudolf Zander war ein Sohn des Geheimen Sanitätsrats Rudolf Zander, Leiters der Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt in Rybnik. Er wuchs in Rybnik und Pleß (Oberschlesien) auf, wo er 1910 am evangelischen Gymnasium (ehemalige Fürstenschule) sein Abitur machte. Danach studierte er in Breslau Medizin und wurde dort beim Corps Silesia Mitglied. Ende 1912 wechselte er zum Studium nach Berlin. Das Studium unterbrach er wegen einer Tätigkeit als Feldhilfsarzt im Ersten Weltkrieg. Nach Kriegsende legte er 1919 in Berlin das medizinische Staatsexamen ab. In der Folgezeit als Assistenzarzt an der Universitätsfrauenklinik in Berlin fertigte er seine Promotion zum Dr. med. an, die er 1921 erfolgreich abschloss. 1922 war er als praktischer Arzt in Landsberg (Oberschlesien) tätig. 1922 wurde er leitender Arzt der Klinik Mariannenhaus in Kamenz, wo er bis Januar 1945 tätig war. Danach war er bis zur Bombardierung in Dresden und anschließend noch kurz in Kassel im Dienst. Nach mehrmonatiger Kriegsgefangenschaft wurde er 1946 praktischer Arzt in Ronshausen. Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte sich Zander besonders für die Eingliederung von Ostflüchtlingen in die Bundesrepublik Deutschland. Dafür wurde ihm 1972 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Werke[Bearbeiten]

  • Über Radiumdosierung, Med. Diss. Berlin 1921. Auch in: Archiv für Gynäkologie, 115 (1922), S. 253-263.
  • Heilergebnisse der nur bestrahlten bzw. nach Probelaparotomie bestrahlten Ovarialkarzinome. Diss. Univ. Würzburg 1936.

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Maywald: Gesamt-Mitgliederverzeichnis des Corps Silesia 1821–1961, Teil I, Köln 1961, lfd. Nr. 667
  • Kösener Corpslisten 1998, 21, 665
  • Wolfgang Stephan: Nachruf für einen treuen Schlesier, in: Corpszeitung der Silesia Breslau, Heft 155/157 vom 15. Februar 1978, S. 2

Weblinks[Bearbeiten]

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