Robert Zion

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Robert Zion auf dem Sonderparteitag 2007 in Göttingen

Robert Zion (* 25. März 1966 in Kassel) ist ein deutscher Publizist und Politiker (Bündnis 90/Die Grünen).

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Hauptschulabschluss in Kassel und einer Ausbildung zum Koch absolvierte Robert Zion zunächst den Zivildienst in Marburg/Hessen und hiernach über den zweiten Bildungsweg ein Studium der Sozialpädagogik, Erziehungswissenschaften, Philosophie und Soziologie an der Universität Gesamthochschule Kassel, welches er 1999 mit Diplom („Postmoderne Theorie und Wahrnehmungspraxis“) beendete. Seitdem Arbeit in der Erwachsenenbildung sowie als Film-Journalist und Publizist.

Partei[Bearbeiten]

Robert Zion wurde 2003 Mitglied der Grünen, war von 2005 bis 2007 umweltpolitischer Sprecher der Gelsenkirchener Ratsfraktion und ist seit 2008 Sprecher des Kreisverbandes in Gelsenkirchen. 2005 und 2009 trat er für die Grünen als Direktkandidat für den Bundestag im Wahlkreis Gelsenkirchen an. 2007 initiierte er mit anderen die Sonder-Bundesdelegiertenkonferenz von Göttingen zu Afghanistan, die einen Kurswechsel[1] der Grünen in der Afghanistan-Politik einleitete. Die von ihm zur Finanzierung der Kosten der Finanz- und Wirtschaftskrise auf der Grünen Bundesdelegiertenkonferenz 2008 in Erfurt[2] geforderte Vermögensabgabe nach Artikel 106 des Grundgesetzes, wurde 2009 in das Bundestagswahlprogramm[3] der Partei aufgenommen. Im August 2010 wurde er mit Beschluss des Bundesvorstandes[4] in das Zukunftsforum "Ökologie, Ökonomie und globale Gerechtigkeit" berufen.

Politische Arbeit[Bearbeiten]

Robert Zions Arbeitsschwerpunkte sind die Sozialpolitik, die Wirtschaftspolitik und die Friedenspolitik. Seine Arbeit ist u. a. beeinflusst von der Philosophie Spinozas, der politischen Ökologie Alain Lipietz’, den Gouvernementalitäts-Analysen Michel Foucaults, dem Sozialphilosophen André Gorz, dem Post-Operaismus Antonio Negris und dem Pluralitäts- und Differenzdenken Gilles Deleuzes.

Er ist Mitglied in der globalisierungskritischen Nichtregierungsorganisation Attac, im Netzwerk Grundeinkommen und Gründungsmitglied des Instituts Solidarische Moderne.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Film (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Die Kontinuität des Bösen. Belleville, 2000. ISBN 978-3933510211.
  • Die Kontinuität des Bösen – Vincent Price in seinen Filmen. Belleville, München 2000, ISBN 3-933510-21-X.
  • William Castle oder die Macht der Dunkelheit. Corian-Verl. Wimmer, [Meitingen] 2000, ISBN 3-89048-319-4.
  • Der Pessimismus der 68er-Generation. (Nachtblende, FilmZeitschrift, Nr. 16, Winter 2000).
  • Roger Corman. Enzyklopädie des phantastischen Films, August 2000. ISBN 3-89048-400-X.
  • Roy Webb: Cat People. Classic Music for the Val Lewton Films. Enzyklopädie des phantastischen Films, Mai 2002. ISBN 3-89048-400-X.
  • Die Weitsicht des Utopisten. (Filmforum Sonderheft Drehbuch 3, Herbst 2002).

Audiokommentare zu DVD-Veröffentlichungen, so zu Blutige Seide von Mario Bava, Morte sospetta di una minorenne von Sergio Martino sowie A Bucket of Blood und The Day the World Ended von Roger Corman.

Philosophie (Auswahl)[Bearbeiten]

Politik (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16.09.2007, Grünen-Basis lehnt Leitantrag zu Afghanistan ab
  2. Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 12.11.2008, Ein Hauch von Obama
  3. Entwurf des Bundestagswahlprogramms von Bündnis 90/Die Grünen 2009: Der grüne Neue Gesellschaftsvertrag
  4. Beschluss des Bundesvorstandes von Bündnis 90/Die Grünen vom 02.08.2010, Zukunftsforum "Ökologie, Ökonomie und globale Gerechtigkeit"

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Robert Zion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Walter: Baustelle Deutschland. Grüne im Klimawandel. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-518-12555-7, S. 182–204.
  • Ludger Volmer: Die Grünen: Von der Protestbewegung zur etablierten Partei - Eine Bilanz. Bertelsmann, München 2009, ISBN 978-3-570-10040-0.
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