Residenz-Kliniken Lilienthal
Residenz Kliniken Lilienthal | |
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Rechtsform | GmbH |
Sitz | Lilienthal |
Leitung | Dr. Peter Stremmel, Rolf Specht |
Mitarbeiter | ca. 200 |
Umsatz | ca. 9 Mio. Euro |
Branche | Gesundheitsdienstleistungen |
Website | [1] |
Die Residenz Kliniken Lilienthal (ehemals Martinskrankenhaus Lilienthal) ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung in privater Trägerschaft im Landkreis Osterholz. Es versorgt den Südteil des Landkreises Osterholz sowie auch einen Teil des benachbarten Landkreises Rotenburg (Wümme). Das Krankenhaus teilt sich die laut Krankenhausbedarfsplanung die Krankenversorgung im direkten nordöstlichen Bremer Umland mit dem Kreiskrankenhaus Osterholz. An das Krankenhaus sind Praxen für Chirurgie mit Durchgangsarztpraxis, Radiologie und Computertomographie, Innere Medizin mit Gastroenterologie, Hämatologie und Onkologie, Anästhesie und Schmerztherapie sowie für Physikalische Therapie angegliedert. Im Oktober 2008 musste das Krankenhaus Insolvenz anmelden.[1][2] Es konkurrierten zunächst mehrere Interessenten um eine Übernahme des Krankenhauses, unter anderem die Gesundheit Nord aus Bremen [3], ein lokaler Interessentenverbund unter Einschluss der derzeitigen Chefärzte und der Residenz-Gruppe sowie mehrere kommerzielle Klinikbetreiber. Der lokale Interessenverbund unter Beteiligung der Residenz-Gruppe setzte sich letztendlich bei den Verhandlungen durch [4].
Inhaltsverzeichnis
[Verbergen]Fachabteilungen[Bearbeiten]
- Chirurgie
- Anästhesiologie und Intensivmedizin mit Schmerzambulanz
- Innere Medizin
Kooperierende Einrichtungen[Bearbeiten]
- Praxis für Radiologie und Computertomografie
Geschichte[Bearbeiten]
Das Martins-Krankenhaus ist aus dem Evangelischen Hospital Lilienthal e. V. hervorgegangen, das 1961/62 durch den Umzug des Evangelischen Hospital Neuenkirchen e.V. nach Lilienthal entstanden ist. Das Hospital in Neuenkirchen wurde am 1. Februar 1947 in damals 32 bestehenden Baracken des Marinegemeinschaftslagers II im Heidegebiet zwischen Farge und Schwanewede gegründet.
In den Baracken waren ein Krankenhaus, Altersheim, Siechenheim, Pflegeheim für schwachsinnige Kinder, ein Säuglingsheim und ein Kinderheim, des weiteren eine Kirche mit angeschlossenem Gemeindesaal, Wirtschaftsräume (Zentral-Küche und Wäscherei), Unterbringungsräume für Ärzte, Pflegepersonal, Angestellte, Lehrschwestern, Schwesternschülerinnen bzw. Krankenpflegerinnen und Haushaltungsschülerinnen untergebracht. Ebenfalls untergebracht waren Angestellte der Kirche, Pastoren, Küster und Diakone und später auch Zivildienstleistende. Für den Berichtszeitraum 1949/50 wird die Seelenzahl der "Anstaltsgemeinde" mit 1.080 beziffert (1954: 1.200). Mit Einrichtung der eigene Strom- und Wasserversorgung, die Nutzung des benachbarten Marinefriedhofs außerhalb des Geländes, neben Gemüse- und Kartoffelanbau, ergänzt durch eine später eingerichtete Gärtnerei, entstand auf diesem Gelände eine autarke Infrastruktur, die bis 1962 vom Hospital genutzt wurde.
Im Oktober 2008 musste das Krankenhaus Insolvenz anmelden. Im Februar 2009 wurde der Verkauf des Klinikums an die Residenz-Gruppe Bremen, einen privaten Investor, beschlossen.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
53.14968.9075Koordinaten: 53° 8′ 58,6″ N, 8° 54′ 27″ O (Karte)