Regionalisierung des Kabelfernsehens

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kabelfernsehen wird in der Regel über ein Koaxialkabel übertragen. Gesendet werden Bild und Ton, die durch ein Breitbandkabel übertragen werden. Angesichts zunehmender Konkurrenz durch andere Angebote müssen Kabelsender heutzutage versuchen, ihr Angebot zu digitalisieren und zu erweitern.

Geschichte des Kabelfernsehens[Bearbeiten]

Bis zum Jahr 1983 waren im deutschen Programm nur öffentlich rechtliche Sender vertreten. Die Überlegung dies zu ändern, kam bereits in den Vorjahren auf und wurde durch die Politik angeregt. Während die deutsche Post mit dem Ausbau des Kabelnetzes begann, stellte der Staat dafür die Rahmenbedingungen durch Finanzierungsmittel zur Verfügung. Außerdem wurde die Rundfunkgebühr um den sogenannten „Kabelgroschen“ erhöht und das Projekt somit abgesichert. Damit noch mehr Leute Kabelfernsehen empfangen konnten, musste schrittweise der Ausbau des Kabelnetzes erfolgen. Begonnen wurde damit zunächst in Städten und größeren Gemeinden. Aufgrund eines sogenannten „Fernmeldemonopols“ wurde mit diesem Projekt die Deutsche Bundespost beauftragt.[1]

Regionalisierungstendenzen[Bearbeiten]

Nach der Privatisierung der Deutschen Bundespost übernahm die Telekom die Monopolstellung in Sachen Kabelfernsehen. Diese tätigte etwa 10-15 Jahre nur wenige Investitionen.[2] Obwohl bis zum Jahr 2000 etwa 70% der Haushalte in der Bundesrepublik an das Kabelnetz angeschlossen waren, musste die Telekom bis 2003 nach und nach ihr Angebot an verschiedene Anbieter abgeben.[3] Seitdem versorgen sowohl größere als auch kleinere lokale Anbieter wie bspw. die in Leipzig ansässige Primacom die unterschiedlichen Regionen mit Kabelanschlüssen. Es gibt mehrere Anbieter, da eine erneute Monopolstellung vermieden werden soll. Meistens versorgen diese Anbieter die Kunden nicht nur mit Kabelfernsehen, sondern auch mit Internet und Telefonanschluss in einem (sogenanntes Triple Play). Da sowohl ARD als auch ZDF keine zusätzlichen Gebühren mehr zahlen wollen, damit deren Sender bei Kabel Deutschland eingespeist werden[4], kommt es zu einer unterschiedlichen Regionalisierung der dritten Programme der öffentlich-rechtlichen Sender, weil Kabel Deutschland in dieser Hinsicht nur noch die Sender einspeist, zu denen sie verpflichtet sind.

Beispiele für größere Kabelanbieter:[Bearbeiten]

  • Kabel Deutschland
  • Unitymedia
  • Kabel BW

Kleinere lokale Kabelanbieter[Bearbeiten]

  • Kabel & Medien Service
  • Primacom
  • Wilhelm.tel

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Info Sign.svg Dieser Artikel ist im Marjorie-Wiki entstanden.