Psychenet - Hamburger Netz psychische Gesundheit

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"psychenet - Hamburger Netz psychische Gesundheit" ist ein Forschungsnetzwerk, das aus mehr als 60 Hamburger wissenschaftlichen und medizinischen Einrichtungen, Beratungsstellen, dem Senat und der Handelskammer der Freien und Hansestadt Hamburg, Unternehmen sowie Betroffenen und Angehörigenverbänden besteht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert von 2011 bis 2014 elf wissenschaftliche Teilprojekte von psychenet. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen sollen mit dem Ziel der Verbesserung der Versorgung von psychisch kranken Menschen und ihren Angehörigen nach Abschluss der Förderung deutschlandweit in die Routine übertragen werden.

Hintergrund[Bearbeiten]

Jeder dritte Mensch wird einmal in seinem Leben psychisch krank Seelische Behinderung. Häufig dauert es Jahre, ehe die Erkrankung erkannt wird. Wissenschaftlich begründete, evidenzbasierte Behandlungsstandards und Leitlinien werden noch nicht überall angewendet.


Ziele[Bearbeiten]

Ziel von psychenet ist es, auf der Grundlage eines Nutzennachweises, der durch randomisiert kontrollierte Studien erbracht wird, Versorgungsmodelle für psychisch kranke Menschen zu entwickeln und flächendeckend umzusetzen.


Wissenschaftliche Teilprojekte[Bearbeiten]

  • Teilprojekt I: Aufklärung und Bildung zu psychischen Erkrankungen
  • Teilprojekt II: Interaktives Internetportal
  • Teilprojekt III: Betriebliche Gesundheit
  • Teilprojekt IV: Hausärztliche Versorgung
  • Teilprojekt V: Selbst- und Familienhilfe
  • Teilprojekt VI: Gesundheitsnetz Psychose
  • Teilprojekt VII: Gesundheitsnetz Depression
  • Teilprojekt VIII: Gesundheitsnetz Somatoforme Störungen
  • Teilprojekt IX: Gesundheitsnetz Magersucht & Bulimie
  • Teilprojekt X: Gesundheitsnetz Alkohol im Jugendalter
  • Teilprojekt XI: Methodenberatung und Evaluation

Evidenzbasierte Patienteninformationen[Bearbeiten]

Im Rahmen des psychenet Projektes wurden evidenzbasierte Entscheidungshilfen erstellt, die die Anforderungen internationaler Standards erfüllen. Dazu gehören Entscheidungshilfen zu:

  • Depression
  • Burnout
  • Somatoforme Störungen
  • Psychosen
  • Magersucht
  • Bulimie
  • Bipolare Störungen
  • Panik und Agoraphobie
  • Soziale Phobie

Publikationen[Bearbeiten]

Übergreifend:

  • Härter M, Kentgens M, Brandes A, Bock T, Dirmaier J, Erzberger M, Fürstenberg W, Hillebrandt B, Karow A, Knesebeck O, König HH, Löwe B, Meyer HJ, Romer G, Rouhiainen T, Scherer M, Thomasius R, Watzke B, Wegscheider K, Lambert M. Rationale and content of psychenet: the Hamburg Network for Mental Health. Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci. 2012 Nov;262 Suppl 2:S57-63

Aus den Teilprojekten:

  • Angermeyer M C, Mnich E, Daubmann A, Herich L, Wegscheider K, Kofahl C, Knesebeck Ovd. 2012: Biogenetic explanations and public acceptance of people with eating disorders. International Journal of Eating Disorders Soc Psychiatry Psychiatr Epidemiol. 2013 Jan 8.
  • Brettschneider C, Riedel-Heller S, König HH. 2012: A systematic review of cost-of-illness studies and cost-effectiveness analyses in borderline personality disorder. Journal of Personality Disorders (eingereicht)
  • Fabisch AB, Wiborg JF, Lautenbach A, Voigt K, Löwe B. Wenn die Seele krank macht - Das „Netzwerk für somatoforme Störungen“ – Sofu-Net – arbeitet fachübergreifend und hilft Patienten damit noch schneller. Arzt und Krankenhaus 11/2012
  • Knesebeck Ovd, Mnich E, Daubmann A, Wegscheider K, Angermeyer M C, Lambert M, Karow A, Härter M, Kofahl C. 2012: Socioeconomic status and beliefs about depression, schizophrenia and eating disorders. Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology, Soc Psychiatry Psychiatr Epidemiol. DOI 10.1007/s00127-012-0599-1. (2012)
  • Knesebeck, Ovd, Mnich E, Kofahl C, Lambert M, Karow A, Bock T, Härter M, Angermeyer M C. 2012: Estimated prevalence of mental disorders and the desire for social distance - Results from population surveys in two large German cities. Epidemiology and Psychiatric Sciences (eingereicht)
  • Lautenbach A, Voigt K, Polatynska N, Fabisch AB, Herzog A, Wiborg JF, Löwe B. In preparation. Training in Psychosocial Primary Care increases problem disclosure among somatising patients in primary care settings
  • Sack PM, Diestelkamp S, Küstner UJ, Thomasius R (2012). Gesundheitsnetz „Alkoholmissbrauch im Jugendalter“: Verbesserung des Behandlungszugangs für Kinder und Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsum. Suchttherapie, 13 (01), 33-36
  • Stuhldreher N, Konnopka A, Wild B, Herzog W, Zipfel S, Löwe B, König HH. 2012: Cost-of-illness studies and cost-effectiveness analyses in eating disorders: a systematic review. International Journal of Eating Disorders. 45(4): 476-91.
  • Wiborg JF, Gieseler D, Fabisch AB, Voigt K, Lautenbach A, Löwe B. Suicidality in primary care patients with somatoform disorders. In submission
  • Zimmermann T, Puschmann E, Bäter G, Carstens S, Scherer M. Selbstmanagement stärken bei psychosozialen Belastungen: Ein neues Modell der Zusammenarbeit zwischen Hausärzt/innen und psychosozial geschulten Pflegekräften. Die Kerbe – Forum der Sozialpsychiatrie IV/2012

Weblinks[Bearbeiten]


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