Präsidentschaftswahl in Honduras 2017

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ambox current red.svg Dieser Artikel beschreibt ein aktuelles Ereignis. Die Informationen können sich deshalb rasch ändern.
Juan Orlando Hernández
Salvador Nasralla

Die Präsidentschaftswahl in Honduras 2017 fand am 26. November 2017 statt. Die Wähler in Honduras waren dazu aufgerufen, einen neuen Präsidenten mit einer vierjährigen Amtszeit zu wählen. Gleichzeitig fanden auch Wahlen für die 128 Mitglieder des Nationalkongresses und für die 20 Mitglieder des Zentralamerikanischen Parlaments statt. Außerdem fanden an diesem Tag auch Kommunalwahlen statt, die auch die Wahlen der Alkalden der Municipios umfassten.[1]

Die Präsidentschaftswahlen fanden erstmals nach einer Verfassungsänderung statt, nach der es einem Präsidenten erlaubt war, zur Wiederwahl anzutreten.[2] Der amtierende Präsident Juan Orlando Hernández von der Partido Nacional de Honduras machte von dieser Möglichkeit Gebrauch und stellte sich zur Wiederwahl. Sein Gegenkandidat war Salvador Nasralla, der als Gemeinschaftskandiat zweier Oppositionsparteien (Libertad y Refundación, und der Partido Innovación y Unidad, PINU) antrat. Dieser verstand sich als Kandidat einer Allianz gegen die Diktatur. Zunächst galt der Amtsinhaber als Favorit bei der Wahl. Schon früh zeichnete sich aber ein Umschwung zu Gunsten des Herausforderers ab. Nach der Schließung der Wahllokale und in den folgenden Tagen gab die Wahlbehörde des Landes, das Tribunal Supremo Electoral de Honduras, Zwischenergebisse der Wahl bekannt, nach denen Nasralla mit bis zu 5% in Führung lag. Dieser Vorsprung schmolz im Lauf der weiteren Auszählung. Am 30. November waren 94% der Wählerstimmen ausgezählt. Nun ergab sich plötzlich ein anderes Bild. Nach den Zahlen vom 30. November lag Hernández mit 42,92% der Wählerstimmen knapp vorne. Nasralla wurden zu diesem Zeitpunkt 41,42% der Wählerstimmen zugesprochen. Daraufhin brachen im Land gewalttätige Unruhen aus. Es wurden Unregelmäßigkeiten und Wahlbetrug vermutet.

Der Protest eskalierte und die Regierung verhängte am 1. Dezember einen zehntägigen Ausnahmezustand mit einer Ausgangssperre zwischen 18 und 6 Uhr (UTC−6).[3] Die oberste Wahlbehörde hat bisher noch nicht das endgültige Wahlergebnis bekanntgegeben.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnacheweise[Bearbeiten]

Info Sign.svg Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.