Powerbuilding
Powerbuilding ist eine Fitnesstrainingsmethode, die Powerlifting (Kraftdreikampf) und Bodybuilding miteinander verbindet. Powerbuilding-Athleten verfolgen das Ziel, ihre Kraftleistungen kontinuierlich zu steigern und gleichzeitig Muskulatur aufzubauen. Hierfür werden die klassischen Übungen des Powerliftings (Kreuzheben, Kniebeugen und Bankdrücken) kombiniert. Die Ernährung spielt hierbei eine sehr wichtige Rolle und muss an die speziellen Anforderungen des Powerbuildings angepasst werden.[1]
Inhaltsverzeichnis
[Verbergen]Abgrenzung des Begriffs[Bearbeiten]
Powerbuilding setzt sich aus den beiden Sportarten Powerlifting und Bodybuilding zusammen. Dieser Sport vereint die auf den ersten Blick konträr wirkenden Ziele miteinander: Verbesserung der Maxmimalkraft bei gleichzeitigem Muskelaufbau.
Dies wird erreicht, indem primär die typischen Disziplinen des Powerliftings (Kreuzheben, Kniebeugen und Bankdrücken) trainiert werden, um die Maximalkraft zu verbessern.[2] Ergänzt wird das Training mit schweren Gewichten und durch typische Übungen des Bodybuildings, um die Muskulatur aufzubauen und einen ästhetischen Körper zu formen.[3]
Philosophie[Bearbeiten]
Das Training im Powerbuilding setzt sich aus zwei Teilen zusammen:
Der erste Teil besteht aus einer typischen Übung des Powerliftings, wie beispielsweise dem Kreuzheben. Das Ziel ist es, möglichst viel Gewicht zu bewegen und seine Maximalkraft kontinuierlich zu steigern. Dies wird erreicht, indem stets mit hohem Gewichten und niedrigen Wiederholungen trainiert wird. Das Training des Bewegungsablaufes (Technik) ist hierbei ein fester Bestandteil.[4]
Der zweite Teil besteht aus typischen Übungen des Bodybuildings (meist Eingelenksübungen). Ziel ist es, bestimmte Muskeln zum Wachstum (Hypertrophie) abzuregen. Daher wird im zweiten Teil des Trainings mit leichteren Gewichten und deutlich höheren Wiederholungen trainiert.[5]
Diese beiden Elemnte werden nacheinander, ohne Pause, ausgeführt und bilden zusammen ein typisches Training des Powerbuilding-Athleten. Powerbuilding ist aktuell kein Wettkampfsport, obgleich immer mehr Profiathleten, besonders im Bodybuilding, nach dieser Methode trainieren.
Ernährung[Bearbeiten]
Die Anforderungen an die Ernährung sind im Powerbuilding sehr hoch. Auch hier spiegeln sich die Einflüsse der beiden Sportarten Powerlifting und Bodybuilding wieder. Einerseits müssen viele Kalorien und Kohlenhydrate zugeführt werden, damit der Athlet genügend Kraft für die schweren Trainingseinheiten aufbringen kann[6], andererseits müssen genügend Proteine aufgenommen werden, damit die Muskulatur hypertrophieren kann. Darüber hinaus darf die Kalorienzufuhr nicht zu hoch sein, da sonst übermäßig Fettdepots aufgebaut werden.[7]
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
Training[Bearbeiten]
- Andreas Müller: Natural Bodybuilding. Training, Ernährung, Wettkampf. Novagenics, Arnsberg 2004, ISBN 3-929002-39-6
- Todd C Henry: The Powerbuilding Blueprint. CreateSpace Independent Publishing Platform 2015, ISBN 978-1517209995
- Berend Breitenstein, Horst Lichte: Die Bodybuilding-Bibel. Natürlich, erfolgreich, gesund; mit 200 Übungen und Trainingsprogrammen. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2006, ISBN 3-499-61078-7
- Kelly Starrett: Werde ein geschmeidiger Leopard: Die sportliche Leistung verbessern, Verletzungen vermeiden und Schmerzen lindern. Riva 2014, ISBN 978-3868833904
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- Hochspringen ↑ "Powerbuilding - Was ist das?". Webseite. Abgerufen am 24. September 2016.
- Hochspringen ↑ "Regelwerk BVDK". S. 7. Abgerufen am 26. September 2016.
- Hochspringen ↑ Todd C Henry: The Powerbuilding Blueprint. CreateSpace Independent Publishing Platform, ISBN 978-1517209995
- Hochspringen ↑ Kelly Starrett: Werde ein geschmeidiger Leopard: Die sportliche Leistung verbessern, Verletzungen vermeiden und Schmerzen lindern. Riva 2014, ISBN 978-3868833904. Abgerufen am 26. September 2016
- Hochspringen ↑ Todd C Henry: The Powerbuilding Blueprint. CreateSpace Independent Publishing Platform, ISBN 978-1517209995
- Hochspringen ↑ "Energiebedarf beim Sport". Webseite von Ernährung.de. Abgerufen am 20. September 2016.
- Hochspringen ↑ Sabine Froschauer: Stahlhart. Sabine Froschauers Rezepte für Fettabbau. (3. Auflage.) Novagenics, Arnsberg 1997, S. 12 ff., ISBN 3-929002-14-0