Pfropfen (Kakteen)

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gepfropfte rote Farbmutante von Gymnocalycium mihanovichii

Das Pfropfen von Kakteen zeigt deutliche Unterschiede zum Pfropfen anderer Pflanzen. Ein schnell wachsender und pflegeleichter Kaktus wie Echinopsis pachanoi oder Opuntia ficus-indica) wird als Unterlage genutzt.

Auf diesen werden langsam wachsende Arten von Gattungen wie Lophophora, Ariocarpus oder Astrophytum gepfropft, um das Wachstum zu beschleunigen oder die Haltung von Arten mit empfindlichem Wurzelwerk zu vereinfachen. Chlorophyllfreie Mutationen von Kakteenarten wie Gymnocalycium mihanovichii können ausschließlich als Pfröpflinge gezogen werden, da sie mangels Chlorophyll nicht zur Photosynthese in der Lage sind.

Bei der Pfropfung muss sehr steril gearbeitet werden, da Bakterien und Pilze die Pflanzen leicht zerstören können. Mit einem scharfen und keimfreien Messer wird der obere Teil der Unterlage abgeschnitten. Auf die Schnittfläche wird nun der Pfröpfling gesetzt, der zuvor mit einem Messer von der unteren Pflanzhälfte getrennt wird. Es muss darauf geachtet werden, dass die Schnittfläche des Pfröpflings vollkommen auf der Unterlage aufliegt. Eine freiliegende Schnittfläche der Unterlage ist jedoch unerheblich. Beide Pflanzteile werden anschließend ungefähr zwei Wochen mit Gummibändern oder Ähnlichen fixiert, bis sie angewachsen sind.

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