Peter Paul Erkrath

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Der Frankfurter Peter Paul Erkrath (* 2. Oktober 1901; † 25. Oktober 1957) war einer der ersten „Fallschirmpiloten“ Deutschlands und 1934 wurde er Rekordhalter mit 100 erfolgreichen Sprüngen.

Die Sensation auf dem Flugsporttag in Pirma am 12. Juli 1932 ist ein dramatischer Doppel-Fallschirmabsprung, den Erkrath zum 2. Mal vorführt und der beinahe zur Katastrophe geführt hätte. Er führte zwei Fallschirme mit und sprang aus 800mtr. ab. Nachdem sich der erste Fallschirm geöffnet hatte, durchtrennte er die Leinen. Er sackte eine erhebliche Strecke ab, man befürchtete das Schlimmste. Doch plötzlich öffnete sich aus einem dunklen Sack heraus ein zweiter Fallschirm und langsam schwebte Erkrath zu Boden. Beim durchschneiden der Leinen erwischte er aber unglücklicherweise auch die Leine, welche den zweiten Fallschirmsack an den ersten Fallschirm bindet. Da nun die Hülle mit abflog, blieb der zweite Fallschirm in dieser stecken. Geistesgegenwärtig befreite er während seines freien Falls von einigen hundert Metern den Fallschirm, der sich gerade noch rechtzeitig entfaltete.

Er starb an einer Krebserkrankung und seine Beerdigung erfolgte unter großem Trauergeleit. Nach der Trauerrede die Pfarrer Max Gehrmann von der frei-religiösen Gemeinde Offenbach hielt, würdigte der Vorsitzende der Flugsportvereinigung Offenbach, Amtmann Karl Wasenmüller, die Verdienste des toten Luftfahrtpioniers, der seit Jahrzehnten dem befreundeten Frankfurter Verein für Luftfahrt angehörte, aber den Sportfliegern seines letzten Wohnsitzes Offenbach stets freundschaftlich verbunden war. Er trug auch die silberne Ehrennadel, die die Stadtverwaltung verdienten Offenbacher Sportlern verleiht. Bis zuletzt hatte er als zweiter Vorsitzender der Fallschirmsportkommission des Deutschen Aero-Clubs für die Belange der Sportspringer gearbeitet.[1] In diesem Herbst wollte er noch einige Lehrgänge für Fallschirmpacker abhalten.

Unter den Trauergästen befanden sich außer den Angehörigen und den Offenbacher Fliegern Vertreter des Präsidiums des Deutschen Aero-Clubs, des Hessischen Luftsportbundes, des Luftfahrtverbandes Nordrhein-Westfalen, des Frankfurter Vereins für Luftfahrt, der Flugplatz GmbH, Egelsbach usw. Die im Allgäu stationierte 1. Luftlandedivision der Bundeswehr, die die Tradition der alten Fallschirmtruppe weiterführt, ließ durch einen Offizier ihres Stabes ebenfalls einen Kranz am Sarg Peter Paul Erkraths niederlegen, der seit 1928 zu den Bahnbrechern des Fallschirmspringens gehörte.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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