P-51 D Mustang (J-2113)

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P-51 D Mustang (J-2113)
Swiss Air Force P-51 Mustang side view.jpg
Typ: Jäger, Jagdbomber, Aufklärer
Entwurfsland: Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Hersteller: North American Aviation, Inglewood
Erstflug: 1942
Indienststellung: 1948 ( Luftwaffe der Schweiz)
Stückzahl: 130 (Immatrikulation J 2001 bis J-2130)


Die P-51 D Mustang (J-2113) mit der militärischen Immatrikulation J-2113 ist das einzig [1] verbliebene von einstmals 130 beschafften einsitzigen Jagdflugzeugen des Typs North American P-51 im Dienst der Schweizer Luftwaffe. Es befindet sich im Flieger-Flab-Museum in Dübendorf im Kanton Zürich.

Geschichte[Bearbeiten]

Der freitragende Tiefdecker aus Ganzmetall und einer Tragflächenbeplankung aus plattiertem Leichtmetall wurde im Zweiten Weltkrieg als Langstrecken-Begleitjäger der US-amerikanischen Bomberverbände gegen das Deutsche Reich und Japan eingesetzt.

Im Herbst 1947 bot sich für Privatpersonen, Firmen und staatliche Institutionen die Möglichkeit, in Europa stationierte Kampf- und Transportflugzeuge der United States Air Force (USAF) günstig zu erwerben. Auch Verantwortliche der Luftwaffe der Schweiz besichtigten aus diesem Anlass eine Reihe von Flugzeugen in Nürnberg, Fürth und Oberpfaffenhofen.

Nach der Rückkehr stellte diese Kommission einen Antrag auf Beschaffung von einhundert Mustang P-51 D für die Schweizer Luftwaffe. Es wurde ein Vertrag mit der USAF zu folgenden Konditionen mit der USAF geschlossen:

  • Preis pro Einheit 4000,- US Dollar
  • Übernahmeort Dübendorf
  • Auslieferungsbeginn einen Monat nach Vertragsabschluss bei Geldeingang

Aufgrund fehlender Ersatzteile für die angeschafften einhundert Flugzeuge wurden nochmals dreißig Gebrauchtmaschinen geordert. Wider den Erwartungen ergab sich im darauf folgenden Jahr 1949 die Möglichkeit, zu günstigen Bedingungen Ersatzteile für die P-51 D aus Beständen der USAF zu erwerben. Somit konnten auch die dreißig Ersatzmaschinen in flugfähigem Zustand gehalten werden. Nach neun Jahren brach jedoch das Strahlflugzeugzeitalter auch in der Schweizer Luftwaffe an. Als Ersatz für die Mustang-Maschinen wurden die De Havilland Venom FB.4 geordert und die Mustang Flotte im Jahre 1957 ausgemustert.

Einzig die J-2113 existiert noch und ist als Ausstellungsobjekt im Flieger-Flab-Museum in Dübendorf zu besichtigen.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten
Flügelspannweite: 11,28 m
Länge: 9,83 m
Höhe: 3,97 m
Max. Startgewicht: 5.160 kg
Höchstgeschwindigkeit: 675 km/h
Dienstgipfelhöhe: 12.160 m
Reichweite: 2.000 km
Bewaffnung: ½“-MG, Bomben, Raketen
Triebwerk: Rolls-Royce Packard V-1650-7

Der Rolls Royce Packard V-1650-7 Motor der J-2113 brachte eine Nennleistung von 1500 PS bei 3000 U/min. Er wurde in Lizenz bei der Packard Motor Car Company in Detroit im Bundesstaat Michigan produziert. Er hatte ein Gewicht von 208,5 kg. Zu der weiteren Ausrüstung des Flugzeugs gehörte eine Zielbildkamera, Funkanlage, Freund-Feind-Gerät, Lamellenbremsen, Landeklappen, Sauerstoffanlage und Fallschirm.

Literatur[Bearbeiten]

  • Urech Jakob; Hunziker Emil: Die Flugzeuge der Schweizerischen Fliegertruppe seit 1914, Hrsg. von der Abt. der Militärflugplätze Dübendorf, Verlag Th. Gut & Co, 1. Aufl. Stäfa 1974

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hochspringen Urech Jakob; Hunziker Emil: Die Flugzeuge der Schweizerischen Fliegertruppe seit 1914, Hrsg. von der Abt. der Militärflugplätze Dübendorf, Verlag Th. Gut & Co, 1. Aufl. Stäfa 1974, S. 292
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