Nahrungsmittelspekulation

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Nahrungsmittelspekulation (auch: Agrarspekulation) bezeichnet die Spekulation mit Nahrungsmitteln.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Nahrungsmittelspekulation reicht etwa 500 Jahre zurück. Zu dieser Zeit kauften Kaufmänner Getreide und ähnliches von Bauern an, um es später zu einem höheren Preis an Mühlen weiter zu verkaufen. Diese Art der Spekulation wird seit jeher als unproblematisch betrachtet. Sie war eine wichtige Möglichkeit, Anbieter und Nachfrager zueinander zu bringen. Später wurde dieses Geschäft an Warenterminbörsen durchgeführt.

Aktuelle Entwicklung[Bearbeiten]

Die Investition in Nahrungsmittel hat sich in den letzten Jahren massiv ausgedehnt. So lagen sie im Jahr 2008 im Zusammenhang mit dem Besitz von Weizen bei Anlegern bei dem Dreifachen der Jahresernte der Vereinigten Staaten. Durch diesen massiven Anstieg der Anleger ist der Einfluss auf den Marktpreis massiv gestiegen.

Kritik[Bearbeiten]

Die Gegner der Agrarspekulation haben in Europa eine starke Lobby. Sie behaupten, dass durch die Spekulanten die Marktpreise für Getreide steigen würden und folgern, dass dies zu einem gesteigerten Hunger in der Welt führe. Diese Gegner haben bereits einige Erfolge zu verbuchen. Im letzten Jahr haben sich sowohl die Deutsche Bank als auch die Commerzbank vollständig aus den Nahrungsmittelspekulationen zurückgezogen. Die Befürworter der Nahrungsmittelspekulation halten ihren Gegnern entgegen, dass ihre Spekulation den Preis nicht erhöhen könne, da sie ja nicht als Verbraucher agieren. Außerdem wird darauf verwiesen, dass die Spekulanten die gesamte von ihnen nachgefragte Menge dem Markt später wieder zur Verfügung stellen. Außerdem würde das durch die Spekulanten gestiegene Handelsaufkommen zu weniger Marktturbulenzen führen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Info Sign.svg Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.