Moskito-Klemme
Die Moskito-Klemme ist eine in der Chirurgie verwendete feine Arterienklemme. Diese wird in unterschiedlichen Größen und den Varianten anatomisch oder chirurgisch zur Blutstillung an Blutgefäßen eingesetzt. Teilweise wird diese Klemme auch zur Fixierung von Operationstüchern, entsprechend der Backhaus-Klemme, verwendet.
Eine Rolle spielt diese Arterienklemme auch in der Notfallmedizin. Sie stellt bei schweren Verletzungen, zum Beispiel bei Gliedmaßenabriss mit offenliegende Arterien, nach dem Anlegen eines Druckverbandes und dem Abbinden der betroffenen Gliedmaße mittels Tourniquet ein sehr seltenes Mittel der letzten Wahl dar, um einen lebensbedrohlichen Blutverlust zu stoppen.[1]
Die Unterscheidung der anatomischen und chirurgischen Klemme begründet sich in der Bauart: Die chirurgische Klemme besitzt zusätzlich zu ihrer flachen Klemmeneigenschaft an der Klemmenspitze zusätzlich zwei Zähne, um einen besseren Halt und eine bessere Fixierung am Körper ermöglichen zu können.
Belege[Bearbeiten]
- Hochspringen ↑ S3-Leitlinie Polytrauma / Schwerverletzten-Behandlung der DGU. In: AWMF online (Stand 07/2011)