Minu Tizabi

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Minu Dietlinde Tizabi, ausgesprochen [miNUU] (* 22. August 1992 in Dortmund) ist eine deutsche Medizinstudentin aus Baden-Württemberg, die 2007 mit 14 Jahren ihr Abitur mit 1,0 machte.

Werdegang[Bearbeiten]

Tizabis alleinerziehender Vater Djamshid ist ein gebürtiger Iraner, der in Karlsruhe Quantenelektronik studiert hatte und selbständiger Ingenieur für Elektrotechnik wurde, ihre deutsche Mutter Dietlinde promovierte während der Schwangerschaft, starb aber überraschend einen Monat nach ihrer Geburt.

Mit dem Lesen begann sie mit zwei Jahren, mit drei Jahren kam dann das Schreiben und Rechnen dazu. Sie machte einen IQ-Test, gibt das Ergebnis aber nicht preis. Schon vor der Schule lernt sie Englisch und Französisch, musisch ist sie eher weniger. [1]

Sie wurde mit 6 direkt in die dritte Klasse eingeschult, in der fünften Klasse des Pforzheimer Hebel-Gymnasiums war sie nur drei Wochen, ehe sie in Stufe sechs versetzt wurde. Ein weiteres Schuljahr sparte sie, weil sie einer baden-württembergischen G8 Pilotklasse angehörte. Ihre Abiturfächer (Schnitt 1,0) waren Deutsch, Mathematik, Englisch und Biologie.

Am liebsten wäre sie zum Studieren nach Cambridge gegangen, das ging aber nicht unter 18. Zuerst gab es sogar einen Absagebescheid für Medizin von der ZVS (Zentrale Vergabestelle für Studienplätze), dann wurde sie aber doch über das Auswahlverfahren der Uni Heidelberg genommen.

Sie schreibt eigene Abenteuergeschichten, spielt Tischtennis und fotografiert gern. Ihre Ablehnung von Kontakten zu Hochbegabten begründet sie "Nein. Ich fühle mich eigentlich ziemlich normal und halte nichts von solchen elitären Sachen." 2012 wurde sie studentische Sozietätssprecherin.

2015 wurde sie zu einem Treffen von 65 Nobelpreisträgern eingeladen. [2]

2016 schrieb sie ihre Dissertation an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. MARCO LAUER: Die Minu. In: taz.de. 3. August 2007, abgerufen am 27. Juni 2015.
  2. JOACHIM MÜLLER-JUNG: Als Wunderkind unter 65 Nobelpreisträgern. In: FAZ.net. 27. Juni 2015, abgerufen am 27. Juni 2015.
  3. Minu Dietlinde Tizabi: The role of podoplanin in glioblastoma stem cell-like spheroid cultures. 2016, DNB 1140543113, OCLC 1011115038 (englisch, 163 S., Dissertation).
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