Milbenzentrum

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Das Milbenzentrum war in den 1970er und 1980er Jahren ein subkulturelles Zentrum und Szenetreffpunkt der Münchner Undergroundkultur im Hinterhof der Nietzschestraße 7b in Milbertshofen. Es wurde von den zur Münchner Punkszene zählenden Besuchern meist Milb oder Milben genannt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Milbenzentrum ging aus der Arbeitersache München, einer linken Aktionseinheit, die sich in den 1970er Jahren rund um die BMW-Werke ansiedelte und hier agitierte, hervor. Dort gründeten sich viele Punk-Bands wie Zusatzzahl und Amon Düül. Mitglieder der Punk-Politzelle Freizeit 81, zu denen der Maler Florian Süssmayr und die Aktivistin Andrea Wolf zählten, gingen im „Milb“ ein und aus, bevor manche von ihnen als Mitglieder einer terroristischen Vereinigung verurteilt wurden und eine Haftstrafe verbüßten. Auch der heutige Filmproduzent Anatol Nitschke war häufiger Gast. [1][2]

Auch gesellschaftspolitische Themen wurden hier aufgegriffen und diskutiert: Ab 1975 traf sich hier das linksalternative Stadtteilzentrum Milbertshofen zu Diskussionsveranstaltungen. Mitglieder dieses Kreises engagierten sich in der Anti-Atomkraft- und der Umweltschutzbewegung, demonstrierten gegen die Münchner Wohnungsnot und hohe Mieten.

Das Milbenzentrum ist ein Ort des Kulturgeschichtspfades Milbertshofen.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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48.18119111.5679706Koordinaten: 48° 10′ 52,3″ N, 11° 34′ 4,7″ O