Microtasking
Microtasking ist eine Form des Crowdsourcings, dabei werden beim Microtasking Kleinstaufgaben an eine Masse von Internetnutzern zur Bearbeitung gegeben. Oftmals entstehen diese Aufgaben durch die Zerlegung eines Großauftrages in kleine Aufgaben, sog. Microtasks.[1]
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Der Prozess[Bearbeiten]
Der Vorteil von Microtasking ist die Geschwindigkeit mit der große Projekte umgesetzt werden können. Die Projekte werden in einzelne, in sich stimmige, kleine Aufgaben zerteilt, die sog. Microtasks. Die Microtasks werden der Crowd zur Bearbeitung angeboten und von mehreren Personen aus der Crowd, den sog. Clickworkern, gleichzeitig / parallel bearbeitet. Die erledigten Tasks werden auf Ihre Qualität geprüft und wieder zu einem Projekt zusammengefügt. Durch diesen Prozessablauf können Großprojekte in Rekordtempo umgesetzt werden.
Mit der Umsetzung von Großprojekten mittels Microtasking beauftragen Firmen häufig professionelle Crowdsourcing-Serviceanbieter. Diese übernehmen zumeist den kompletten Prozessablauf, setzen das Projekt auf ihrer Online-Plattform auf, sichern die Qualität und zahlen das Honorar an die Clickworker aus.
Typische Microtasks[Bearbeiten]
Um ein Großprojekt erfolgreich mittels Microtasking umzusetzen, ist es notwendig, dass das Projekt in sinnvolle und in sich abgeschlossene Microtasks zerteilt werden kann. Ein Buch zum Beispiel, könnte nicht mittels Microtasking übersetzt werden. Würde man die Übersetzung jeder Seite als ein Microtask der Crowd zur Übersetzung anbieten und die Übersetzungen dann wieder zu einem Buch zusammenfassen, wäre es nicht mehr flüssig lesbar und ein Mix aus unterschiedlichen Schreibstilen.
Typische Microtasks hingegen sind:
- Texterstellung wie: Produktbeschreibungen für Webshops und Kataloge, Glossartexte, Hotelbeschreibungen, Destinationsbeschreibungen, News, SEO-Texte für Websites, Verkaufs- und Werbetexte
- Übersetzungen von kurzen Produktbeschreibungen für Kataloge und E-Commerce-Shops
- Web-Recherchen wie: Recherche von Adressdaten, Öffnungszeiten, Produktinformationen, Preisen, Herstellerinformationen, ...
- Kategorisierung und Tagging wie: Kategorisierung und Verschlagwortung von Videos, Bildern, Webshop-Artikeln, ...
- Testen und Bewerten von Webseiten, Produkten, Software, ...
- Transkriptionen
- Digitalisierung von handschriftlichen Dokumenten[2]
Literatur[Bearbeiten]
- David Bratvold: Crowd Census. by Daily Crowdsource Crowdsourcing Market Report, Q3 2011.