Marma Yoga

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Marma-Yoga ist eine Form des Yoga.

Das Wort marman (Sanskrit, n., मर्मन् tödlicher, verletzlicher Punkt im Körper, von der Wurzel mri, sterben) ist als Terminus Technicus schon in vorchristlicher Zeit bekannt. Gemeint sind damit 107 besonders vitale Stellen im menschlichen Körper, deren Verletzung zum Ausfall lebenswichtiger Funktionen bzw. zum Tod führen kann.

Inhaltsverzeichnis

Ursprung und Geschichte[Bearbeiten]

Erwähnt werden die 107 Marman-Punkte im älteren Teil der Sushruta-Samhita, die zwischen dem 2. Jh. v. Chr. und dem 2. Jh. n. Chr. entstanden sein dürfte, deren Wurzeln jedoch wohl in die vorbuddhistische Periode (d.h. vor 500 v. Chr.) zurückreichen. Im Zusammenhang mit Yoga als besonderem Weg der Bewusstseinsschulung und der Selbsterfahrung taucht die Marma-Lehre erstmals in einem der frühesten uns bekannten Hatha Yoga Texten auf, nämlich in der Vashishtha-Samhita entstanden um 1250 n. Chr. (siehe englische Übersetzung durch C.T.Kenghe und G.K.Pai, Kaivalyadhama S.M.Y.M.Samiti, Lonavla, 1969).

Hatha heißt Kraft, Gewalt und Hatha-Yoga wurde später (im 14. Jh.) zur Bezeichnung für die Methode der meditativen Selbsterfahrung. Die Bezeichnung Marma-Yoga entstand in Deutschland in den 1970er Jahren in der Auseinandersetzung mit der damals dominanten Yoga-Richtung theosophischer Prägung bei ihren Auslegungen von mittelalterlichen Hatha-Yoga-Texten. Marma Yoga sieht sich selbst als die wissenschaftliche Fortentwicklung des klassischen Hatha Yoga. Die Marmas dienen als ein Frühwarnsystem des Menschen bei gesundheitlicher Beeinträchtigung.

Rocque Lobo ließ das Zeichen Marma Yoga als Wort-Bild-Marke Anfang der 1990er Jahre schützen. Er bezweckte damit auch eine Aufrechterhaltung der Qualitätsstandards der von dem Förderverein für Yoga und Ayurveda e.V. lizenzierten Marma-Yoga-Kurse. Die Qualitätsstandards sichern die Anwendungsmöglichkeiten der Marma-Yoga-Kurse für Zwecke der gesundheitlichen Prävention. Marma-Yoga-Kurse grenzen sich deshalb ab von Yoga-Adaptionen der Fitness-, Wellness- und Esoterik-Bewegungen. Stattdessen beruhen sie auf einer Interpretation der Lehre von Vashishtha und seinem Weg der Yoga-Selbsterfahrung, angewendet auf die Bedingungen des industriellen Alltags. Als konsequente Fortführung unter Einbeziehung von Musik und musikalischen Ausdrucksformen zur Unterstützung der Selbsterfahrung wurde zum Marma Yoga der Sangeeta-Marma-Yoga entwickelt.

Die Marke Marma Yoga ist eingetragen bei dem Deutschen Patent- und Markenamt, Registrierungsnummer 2041454.

Die Bedeutung von Marma Yoga im Sinne von R. Lobo und seiner Schule wird erklärt in den Beiträgen: MarmaYoga im Interface "Mensch und Maschine" oder Die Brisanz von MarmaYoga in der heutigen Gesellschaft [1].

Literatur[Bearbeiten]

  • R.Lobo: Yoga, Sensibilitätstrainig für Erwachsene, Band I: Grundwissen und Übungen, Editora Pantainos, ISBN 3-928772-08-2, (Erweiterte Neuauflage)
  • R.Lobo: Traum und Karma im Ayurveda – Philosophie und Praxis, Diederichs gelbe Reihe, München 1990; enthalten ist eine Übersetzung des Marma-Sthanams der Sushruta-Samhita in Deutsch
  • R.Lobo: Horizont der Amphidromie, Instituto Piaget/Lissabon 1992, ISBN 3-928772-00-7, Beiträge zur Wissenssoziologie und Religionskritik - Band 1. inklusive einer Erfassung und Auswertung biophysikalischer Untersuchungen zur Reflexion und Interpretation zwischen biologischem Gewissen und Traumerleben

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

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