Maria Cäcilia Cordula Stamm

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Maria Cäcilia Cordula Stamm (* 23. Oktober 1727 in Mannheim; † 22. August 1793 in Wien) war die Schwiegermutter Wolfgang Amadeus Mozarts.

Leben[Bearbeiten]

Ihr Vater Johann Otto Stamm (* 19. Mai 1689 in Köln) war Regierungs-Sekretär unter Karl III. Philipp von der Pfalz. Er heiratete am 27. Dezember 1719 in Düsseldorf Sophia Elisabeth Wimmer (* 20. November 1697 in Düsseldorf). Als Karl III. Philipp von der Pfalz, ebenfalls Herzog von Jülich und Berg, seine Residenz nach Mannheim verlegte, wurde Johann Otto Stamm dorthin versetzt. In Mannheim wurde Maria Cäcilia Cordula Stamm im Jahr 1727 geboren.

Am 14. September 1756 heiratete sie Franz Fridolin Weber, Amtmann der schönauischen Herrschaft zu Zell im Wiesental, in Ebnet (heute Freiburg im Breisgau). Im Jahr 1762 wurde Constanze Weber, die spätere Frau Wolfgang Amadeus Mozarts, als drittes von insgesamt vier Kindern geboren.

Sie wohnten beim Kabinettschreiner Ferdinand Zeller, der die Schlösser in Mannheim und Schwetzingen ausstattete, gegenüber dem Lotteriehaus in unmittelbarer Nähe des Schlosses und des Nationaltheaters. Wegen der Nachbarschaft zum Nationaltheater lebten hier überwiegend Hofbeamte, Hofschauspieler, Hofsänger und Hofmusiker.

Ihr Gatte Franz Fridolin Weber war als Bassist, Souffleur und Notenkopist bei der Hofmusik angestellt. Auch sein älterer Bruder Franz Anton, der Vater des Freischütz-Komponisten, hatte zuvor in kurpfälzischen Diensten gestanden und wohnte in der "Kalten Gass".

Der junge Mozart war Anfang 1778 in die Webersche Wohnung gekommen, um sich Arien kopieren zu lassen. Hier verliebte er sich in die 16-jährige Aloysia und begegnete seiner späteren Frau Constanze sowie deren Schwestern: Josepha sollte später in Wien die erste "Königin der Nacht" singen, Sophie den sterbenden Mozart in ihren Armen halten. In diesem Haus erklang zum ersten Mal die für Aloysia komponierte Konzertarie, die sie ihm am Klavier vorsang. Die Verabschiedung von den Weberischen am Vorabend seiner Weiterreise nach Paris schilderte Mozarts Brief an den Vater vom 24.3.1778: "Sie haben mich noch beim Abendessen haben wollen. Da haben sie nicht aufgehört, sich zu bedanken. Wie ich wegging, so weinten sie alle."

Schon im September 1778 wurde Aloysia an der Münchner Oper engagiert; die Webers folgten der Hofhaltung des Kurfürsten in die bayrische Residenz. Ein Jahr später zogen sie nach Wien.

Sie starb am 22. August 1793 in Wien-Wieden mit 65 Jahren.

Ihre Tochter Aloisia wurde Gesangslehrerin und als Sopranistin eine der wichtigsten Interpretinnen der Werke Mozarts.

Weblinks[Bearbeiten]

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