MTC Voyager
Das MTC Voyager Convertible Kit ist ein Stützfahrwerk mit Adapter für Motorräder.
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[Verbergen]Konstruktion[Bearbeiten]
Das MTC Voyager Convertible Kit wurde in den USA entwickelt. Die Idee war, ein Motorrad als einspuriges Fahrzeug zu erhalten und ohne technische Veränderungen wahlweise mit einem Stützfahrwerk auszurüsten. Die Firma MTC hat sie verwirklicht und darauf ein Patent. Diese Vorrichtung ist besonders für ältere und behinderte Motorradfahrer geeignet. Zur Konstruktion des Anbausatzes gehört hauptsächlich ein U-Förmiger gebogener und geschweisster Rahmen aus Rundprofilen, ausgerüstet mit Blattfedern und seitlichen Rädern. Konstruiert ist der Stützwagen als Mitläufer ohne Bremsanlage und wird an Motorrad-Modellspezifischen Adapterplatten angeflanscht. Das Ergebnis ist ein optisch anzusehendes Trike jedoch mit zentralem Hinterradantrieb.
Der Stützwagen wird in zwei Gewichtskategorien angeboten: A für leichte und B für schwere Kräder. Das Fahrwerk ist immer gleich in der Ausführung. Für das entsprechende Krad muss aber immer der passende Adapter verwendet werden.
Der Stützwagen wiegt etwa 80 kg und kann innerhalb weniger Minuten an/vom Motorad an/abgebaut werden. Eine Beleuchtungseinrichtung nach STVZO ist erforderlich. Da es sich nur um einen Anbau handelt ist zum Führen eines derart umgebauten Motorrads weiterhin die Motorradfahrerlaubnis erforderlich. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf 140 km/h begrenzt, die Anhängelast darf 200 kg bei 50 kg Stützlast betragen. Die Breite beträgt1,50 m, die Gesamtlänge vergößert sich um 0,35 m.
Fahrverhalten[Bearbeiten]
Ist der Stützwagen an der Maschine angeflanscht, wird das Fahrverhalten fast wie bei einem Gespann, aber selbst für leichtgewichtige Fahrer/innen unglaublich einfach. Kräftig zupacken und beherztes Lenken ist aber trotzdem nötig. Das Kurvenfahrverhalten ist aber nicht asymetrisch wie bei einem Gespann, sondern mit immer gleichbleibendem Lenkdruck in jeder Richtung. In Geradeausfahrt ist das Fahrzeug bei allen Geschwindigkeiten erfreulich neutral. Nur bei schlechtem Untergrund ist bei geringer Geschwindigkeit ein leichtes Schütteln der Gabel abzufangen. Ein Lenkungsdämpfer kann Abhilfe schaffen ist jedoch nicht notwendig. Gewöhnungsbedürftig ist das sich die Maschine je nach Geschwindigkeit in Kurvenfahrt fliehkraftbedingt leicht nach außen hin neigt und fast grundsätzlich das kurveninnere Rad hebt. Das ist konstruktionsbedingt gewollt und völlig normal. Das Bremsverhalten wird durch 80 kg Mehrgewicht kaum verändert. Die Maschine bleibt selbst bei heftigen Bremsungen spurstabil und jederzeit lenkbar. Die Füße müssen immer fest auf den Rasten verbleiben damit sie nicht unter die Hinterräder geraten. Unbedingt ist aber die verringerte Bodenfreiheit zu achten, die sich je nach Motorradtyp auf bis zu drei Zentimeter verringern kann.
Weblink[Bearbeiten]
Informationen zum Umbau auf vier Räder
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