Liste historischer Villen in Leipzig
Die Liste historischer Villen in Leipzig zeigt historische Villen in Leipzig.
Gebäude[Bearbeiten]
Name, Lage | Architekt | Beschreibung | Bilder | |
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1 | Villa Karl-Tauchnitz-Straße # (alt 55) | Max Pommer[1] | ![]() ![]() | |
2 | Villa Karl-Tauchnitz-Straße # (alt 61) | Max Pommer[2] | ![]() ![]() | |
3 | Villa Kaiserin-Augusta-Straße 19 (heute Richard-Lehmann-Straße) in Leipzig | Otto Paul Burghardt | erbaut 1910/1911 für die Gebrüder Philipp, Eigentümer der Fritz Schulz jun. AG[3] | ![]() ![]() ![]() |
4 | Villa Karl-Tauchnitz-Straße, Ecke Robert-Schumann-Straße | Max Pommer[4] | ![]() ![]() | |
5 | Villa Schwägrichenstraße 23 | Peter Dybwad[5] | Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 1898/1900 für den Buchdruckereibesitzer Dr. Josef Mathias Petersmann erbaut.[6] | ![]() ![]() ![]() |
6 | Villa Robert-Schumann-Straße 9 | Peter Dybwad[7] | Das Gebäude wurde für P. Meyer erbaut.[8] | ![]() ![]() ![]() |
7 | Villa Wölker, Karl-Tauchnitz-Straße 15 (alt 31) |
Max Pommer | Das Gebäude wurde 1888 für W. Wölker im Stil der Neorenaissance erbaut.[9] | ![]() ![]() |
8 | Villa Nachod, Karl-Tauchnitz-Straße 27 (alt 43) | Max Pommer | Das Gebäude wurde von 1889 bis 1890 für den Konsul und Schatzmeister Friedrich Nachod (* 3. November 1853 in Leipzig; † 16. Juni 1911 in Wien) erbaut. Friedrich Nachod war der Sohn von Jacob Nachod (1814–1882), dem Vorsteher der Israelitischen Religionsgemeinschaft Leipzig und Mitinhaber des Bankhauses Knauth, Nachod & Kühne, 1888/1889 Stadtverordneter.[10] | |
9 | Villa Girbardt, Karl-Tauchnitz-Straße 17 (alt 33) | Max Pommer | Das Gebäude wurde 1888 für den Leipziger Kaufmann Hilmar Girbardt erbaut.[11] | |
10 | Villa Oelßner, Karl-Tauchnitz-Straße 13 (alt 29) | Max Pommer | Das Gebäude wurde 1888 für Wilhelm Oelßner erbaut.[12] | |
11 | Villa A. Meyer, Karl-Tauchnitz-Straße 16 (alt 10) | Peter Dybwad | Das Gebäude wurde 1894/1895 für den Verlagsbuchhändler A. Meyer im Stil der „deutschen Frührenaissance mit einigen französischen Anklängen“ erbaut.[13] | ![]() ![]() ![]() |
12 | Villa Wendt | Arwed Roßbach | Die Villa Wendt zeigt ein „Zusammenklingen von florentinischer Renaissance mit Formen, die wir eigentlich mehr dem Empire verwandt bezeichnen können“[14] So bei den schmalen Lisenen, die mit basisartigen Vorsprüngen und kapitellartigen Bildungen gestaltet wurden. | ![]() |
13 | Villa Swiderski, Karl-Tauchnitz-Straße 35 (alt 51) |
Arwed Roßbach | Der Bau wies eine Verbindung traditioneller und neuer Motive auf: Das Gebäude zeigte „die reichste Entwicklung spätrenaissancistischer Formenelemente, die (…) mit durchaus modern empfundenen und aus dem Bedürfnis heraus gebildeten Motiven und Details, der künstlerischen Phantasie Roßbachs entsprungen, geistvoll verbunden sind“ [14][15] | ![]() ![]() |
14 | Villa Seyffert | Arwed Roßbach | ![]() | |
15 | Villa Rehwoldt, Karl-Tauchnitz-Straße 45 (alt 29) | Arwed Roßbach | Bauherr war der fabrikant Friedrich Rehwoldt. Der Bau wurde im Stil der Neorenaissance nach Vorbildern des deutschen Backsteinrohbaues der Renaissancezeit erbaut.[16] | ![]() ![]() |
16 | Villa Holstein | Arwed Roßbach | Roßbach schmückte das Dachgesims mit einem „eigenartig geformten“[17] Dreiecksgiebel. An der Seite des Eingangs errichtete Rossbach einen vorgebauten zweistöckigen Erker, der von Rustika eingefasst wurde. Der Erker sollte das Lieblingszimmer der Familie und der Frau Holstein andeuten, die für ihre Wohltätigkeit in Leipzig bekannt war und die in ihrer Stiftung sich ein würdiges Denkmal errichten ließ. | ![]() |
17 | Villa Hiersche | Arwed Roßbach | Besonderer Wert wurde auf große Fenster gelegt. Damit sollte genug Tageslicht einfallen um helle große Räume zu schaffen. Das Doppelfenster wurde mit einer Herme als Mittelpfosten gestaltet.[18] | ![]() |
18 | Villa Gruner, Karl-Tauchnitz-Straße 19 | Arwed Roßbach | Das Gebäude wurde für R. Gruner erbaut.[19] | ![]() |
19 | Villa Gebhardt, Sebastian-Bach-Straße 53 | Arwed Roßbach | Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 1880/1881 für den Verlagsbuchhändler Leopold Gebhardt erbaut.[20] | ![]() ![]() ![]() |
20 | Villa d'Avignon, Friedrich-Ebert-Straße 77 | Arwed Roßbach | Das Gebäude wurde 1880 für den Leipziger Kaufmann L. d'Avignon erbaut.[21] | ![]() |
21 | Villa Krause | Das Gebäude wurde 1906 für den Leipziger Fabrikanten Karl Krause auf dem Fabrikgelände in Anger-Crottendorf erbaut. |
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22 | Julburg, Käthe-Kollwitz-Straße 70 | Oskar Mothes | Das Gebäude wurde 1873-1874 von dem Leipziger Architekten Oskar Mothes als eigenes Wohnhaus erbaut. | ![]() |
Literatur[Bearbeiten]
- Arwed Rossbach und seine Bauten. Ernst Wasmuth Verlag, Berlin 1904.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- Hochspringen ↑ Wilhelm Kick (Hrsg.): Moderne Neubauten, 2. Jahrgang, Stuttgarter Architektur-Verlag Kick, Stuttgart 1898, Tafel 93.
- Hochspringen ↑ Wilhelm Kick (Hrsg.): Moderne Neubauten, 2. Jahrgang, Stuttgarter Architektur-Verlag Kick, Stuttgart 1898, Tafel 69.
- Hochspringen ↑ Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Inv.-Nr. F/296/2009
- Hochspringen ↑ Wilhelm Kick (Hrsg.): Moderne Neubauten, 2. Jahrgang, Stuttgarter Architektur-Verlag Kick, Stuttgart 1898, Tafel 75.
- Hochspringen ↑ Wilhelm Kick (Hrsg.): Moderne Neubauten, 4. Jahrgang, Stuttgarter Architektur-Verlag Kick, Stuttgart 1902, Tafel 49/50 und Beschreibung.
- Hochspringen ↑ Architektur und Baugeschichte (Memento vom 22. August 2010 im Internet Archive)
- Hochspringen ↑ Wilhelm Kick (Hrsg.): Moderne Neubauten. 4. Jahrgang, Stuttgarter Architektur-Verlag Kick, Stuttgart 1902, Tafel 69/70 und Beschreibung.
- Hochspringen ↑ Musikviertel: Architektur und Baugeschichte (Memento vom 22. August 2010 im Internet Archive)
- Hochspringen ↑ Thomas Adam: Die Anfänge industriellen Bauens in Sachsen. Quadrat Verlag, Leipzig 1998, ISBN 3-932751-07-8, S. 13 und 68.
- Hochspringen ↑ Ulrich Hess: Unternehmer in Sachsen. Aufstieg, Krise, Untergang, Neubeginn. 1998, S. 116, Fußnote 49
- Thomas Adam: Die Anfänge industriellen Bauens in Sachsen. Quadrat Verlag, Leipzig 1998, ISBN 3-932751-07-8, S. 14 und 68.
- Adolf Diamant: Chronik der Juden in Leipzig. Aufstieg, Vernichtung und Neuanfang. Verlag Heimatland Sachsen, Chemnitz / Leipzig 1993, ISBN 3-910186-08-4, S. 122, 272 und 404.
- Allgemeine Zeitung, Band 114, Ausgaben 26–39, S. 504
- Hochspringen ↑ Gesellschaft für Erdkunde zu Leipzig (Hrsg.): Mitteilungen der Gesellschaft für Erdkunde zu Leipzig. Duncker & Humblot, Leipzig 1906, Seite 66 Fußnote 195, Seite 49 Fußnote 192, Seite 31 Fußnote 202.<br\>Thomas Adam: Die Anfänge industriellen Bauens in Sachsen. Quadrat Verlag, Leipzig 1998, ISBN 3-932751-07-8, S. 16 und 68.
- Hochspringen ↑ Thomas Adam: Die Anfänge industriellen Bauens in Sachsen. Quadrat Verlag, Leipzig 1998, ISBN 3-932751-07-8, S. 16 und 68.
- Hochspringen ↑ Wilhelm Kick (Hrsg.): Moderne Neubauten, 2. Jahrgang, Stuttgarter Architektur-Verlag Kick, Stuttgart 1898, Tafel 57.<br\>Bei A. Meyer anklicken, Vollbild erscheint, das identisch ist mit Wilhelm Kicks Tafel 57.<br\>Vollbild der Villa Karl-Tauchnitz-Straße 16, Leipzig auf www.musikviertel.de
- ↑ Hochspringen nach: 14,0 14,1 Arwed Rossbach und seine Bauten, S. 19.
- Hochspringen ↑ Wilhelm Kick (Hrsg.): Moderne Neubauten, 2. Jahrgang, Stuttgarter Architektur-Verlag Kick, Stuttgart 1898, Tafel 62. [1]
- Hochspringen ↑ Arwed Rossbach und seine Bauten, S. 19.<br\>Wilhelm Kick (Hrsg.): Moderne Neubauten, 2. Jahrgang, Stuttgarter Architektur-Verlag Kick, Stuttgart 1898, Tafel 42.<br\>Jahrbuch des Museums für Völkerkunde zu Leipzig: Bände 5-9 Museum für Völkerkunde zu Leipzig - 1913<br\>Jahrbuch der Städtischen Museums für Völkerkunde zu Leipzig: Bände 4-6 Städtisches Museum für Völkerkunde zu Leipzig - 1911<br\> Jahrbuch: Band 5 Museum für Völkerkunde zu Leipzig - 1913
- Hochspringen ↑ Arwed Rossbach und seine Bauten, S. 8
- Hochspringen ↑ Arwerd Rossbach und seine Bauten, S. 8
- Hochspringen ↑ http://www.musikviertel.de/data/architek.htm
- Hochspringen ↑ Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen, Band II: Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz. Deutscher Kunstverlag, München 1998, S. 542.<br\>Vereinigung Leipziger Architekten und Ingenieure (Hrsg.): Leipzig und seine Bauten. Leipzig 1892, S. 384
- Hochspringen ↑ Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler: Sachsen, Band II: Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz. Deutscher Kunstverlag, München 1998, ISBN 3-422-03048-4, S. 542.<br\>Vereinigung Leipziger Architekten und Ingenieure (Hrsg.): Leipzig und seine Bauten. J. M. Gebhardt’s Verlag, Leipzig 1892, S. 392