Liste der Gaststätten in Königsberg

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eine Liste von Hotels, Kneipen, Restaurants und Festsälen in Königsberg i. Pr..




Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A[Bearbeiten]

  • Altstädtischer Gemeindegarten – 1469 gegründet, Treffpunkt von Handwerkern und Kleinbürgern, als Jubiläumshalle mit Garten gegenüber vom Körte-Lyzeum bis 1945 erhalten[1]
  • Apollotheater – am Steindamm, bis 1914 jahrzehntelang das einzige Varieté der Stadt
  • Artushof

B[Bearbeiten]

Das alte Bellevue in Königsberg.JPG
  • Bauer’scher Garten
  • Bellevue – an der Schlossteichbrücke gegenüber der Weißgerberstaße, Kneiplokal des Corps Masovia und der Burschenschaft Gothia[2]
  • Berliner Hof – erstrangiges Hotel am Steindamm, seit 1843; die Fassade wurde später im Messel-Stil umgebaut[3]
  • Blutgericht
  • Broschke – nicht weit von Laacks Probierstube, ein Familienbetrieb der Witwe Broschke mit ihren drei Töchtern, deshalb auch Dreimädelhaus genannt [4]
  • Brunner – Schankwirtschaft im Hintertragheim
  • Bürger-Ressource

C[Bearbeiten]

  • Café Gehlhaar – Kantstr. 11, Junkerstr. 19
  • Café Schwermer – Münzstr. 12–14
  • Café Sprindt
  • Central-Hotel

D[Bearbeiten]

  • Deutsche Ressource
  • Deutsches Haus
  • Dörffertsches Haus
  • Domscheit
  • Drachenfels
  • Dreimädelhaus (siehe Broschke)

E[Bearbeiten]

  • Ehlers (Weinhandlung und Weinstube) – in der Koggenstraße; der Eigentümer war C. B. Ehlers, „der nie inaktiv wird“ (Wortspiel mit Corpsbursche = CB)

F[Bearbeiten]

  • Femina, sp. Barbarina (Varieté, Roßgärter Passage)

G[Bearbeiten]

  • Gambrinushalle – Tuchmacherstraße 1 im Löbenicht [5]
  • Grogbude
  • Grüne Kiste – in der Weißgerberstraße, Unterhaltung und Tanz bei buntem Licht, „Hier bin ich Mensch; hier darf ich’s sein!“ [4]

H[Bearbeiten]

  • Hildebrandsches Flecklokal – am Unteren Rollberg, älteste Kneipe Königsbergs[5]

I[Bearbeiten]

  • Im stillen Winkel („ISW“) – am Theaterplatz gegenüber dem Gericht, weiß gedeckte Tische, preiswertes Essen [4]

J[Bearbeiten]

  • Jubiläumshalle (fr. Altstädtischer Gemeindegarten)
  • Jüncke (Weinstube)
  • Jüttner & Co. (Weinstube)

K[Bearbeiten]

  • Kempka – Bier- und Weingroßhandlung in Kneiphof am Hundegatt; im behaglich erwärmten Hinterzimmer mit seiner verräucherten Einrichtung „steht man am Fenster, trinkt sein Gläschen aus und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten“ [4]
  • Kneiphöfscher Gemeindegarten
  • Kneiphöfscher Junkerhof
  • Kneiphöfscher Remter
  • Knoop (Weinstube)
  • Kreutz – Hotel; am 6.Juli 1913 wurde die Inaktivenvereinigung „Die Kreuzritter“ gestiftet[6]

L[Bearbeiten]

  • Loebellsches Lokal – Ecke Koggenstraße/Altstädtische Langgasse, berühmt durch die Loebellschen Würstchen [5]
  • Löbenichtscher Remter

M[Bearbeiten]

  • Maxim – an der Stelle von Novopolski
  • Miramar, Varieté [7]
  • Mönchshof, siehe Hermann von Winkler
  • Münchenhof [8]
  • Münchner Bock, der „Bumskeller“ [8]
  • Münzpalast (Varieté, Münzstr. 7) [7]

N[Bearbeiten]

  • Novopolski – an der Schloßteichbrücke, Ecke Schloßteichstraße-Burgstraße, gegenüber der Woriener Halle; erste Stammkneipe von Hansea. Novopolskis Nachfolger waren Rieck, später Domscheit[9]

P[Bearbeiten]

  • Palwehof
  • Pelikanklause – an der Stelle von Novopolski
  • Phönixhalle – auf dem Berg im Löbenicht [5]
  • Probierstube – Laacks Probierstube, Ecke 1./3. Fließstraße. „Dort wurde gepflegtes, auch auswärtiges Bier ausgeschänkt. Das Essen war gut bürgerlich und nicht teuer.“[4]

R[Bearbeiten]

  • Ratskeller – düstere, später gut ausgestattete Weinstube in der Altstadt; ab 1868 Stammkneipe des Corps Baltia[10]
  • Russisches Haus

S[Bearbeiten]

  • Schießhaus – Festsaal am Nassen Garten, wahrscheinlich auf dem späteren Bahngelände[11]
  • Schlangenwinkel, siehe Gängeviertel (Königsberg)
  • Schlenther & Co.
  • Schloßteichhalle
  • Schönbusch – Brauerei untergärigen bayerischen Bieres
  • Schützenhaus – an der Schützenstraße, an der Stelle 1862 noch das „Studentenfließ“ mit dem Eingang über den Mitteltragheim, ab 1894 Kneiplokal des Corps Hansea[12]
  • Schumacher (später Schloßberghalle)
  • Sprechan – am Samlandbahnhof vor dem Steindammer Tor: „In Sprechan, da geh´n se tanzen,/ Denn dort sind die feinsten Flanzen,/ Jeder lotst sich da ganz schnell/So ´ne drugglige Marjell,/ Amesiert sich aasig.“ (Robert Lutkat) [13]
  • Steffens & Wolter – 1809 gegründete Weinhandlung, Inhaber war Max Aschmann
  • Steindammer Kaffeehaus

T[Bearbeiten]

  • Trocaderodiele – früher Kaffeestube mit Nischen („Boxen“) an der Hufenallee im Anbau am Theater[14]

U[Bearbeiten]

  • Urania (Varieté, Weißgerberstr. 4)

W[Bearbeiten]

  • Wenzels Hafenkneipe – berühmt durch die Brötchen [5]
  • Wolfschlucht
  • Woriener Halle – mit abgeschlossenen Räumen und Garten am Schlossteich, in nächster Nähe der Universität, „nicht gerade elegant“. Im Haus der späteren Miramarlichtspiele gab es noch 1919 eine Gaststätte mit derselben Bezeichnung. Dort wurden in den Hungerjahren nach dem Ersten Weltkrieg Pferdefleischgerichte ohne Marken ausgegeben.[15]

Z[Bearbeiten]

  • Zentralhalle
  • Zum schwimmendem Tempel – der Pregelkapitän Max Tempel betrieb eine Fähre mit Ausschank von Kosse zum Kai [5]


Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. R. Albinus, Königsberg Lexikon
  2. Loch-Lippold
  3. Fritz Gause: Geschichte der Stadt Königsberg, Bd. II, S. 421
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 Schindelmeiser, Bd. 2, S. 243 f.
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 Mühlpfordt, 1972
  6. Herbert Kater, Einst und Jetzt 16 (1971), S. 192
  7. 7,0 7,1 Schindelmeiser, Bd. 2, S. 215
  8. 8,0 8,1 Schindelmeiser, Bd. 1, S. 151
  9. Koch, S. 80
  10. Koch, S. 53
  11. Koch, S. 15
  12. Schindelmeiser, Bd. 1, S. 171, 392
  13. Schindelmeiser, Bd. 1, S. 153
  14. Schindelmeiser, Bd. 2, S. 199
  15. Schindelmeiser, Bd. 1, S. 231 f.

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert Albinus: Königsberg Lexikon. Würzburg 2002, ISBN 3-88189-441-1
  • Rüdiger Döhler (Hg.): Corps Masovia. Die 175jährige Geschichte von Königsbergs ältester und Potsdams erster Korporation im 21. Jahrhundert. München 2005, ISBN 3-00-016108-2
  • John Koch: Die Geschichte des Corps Baltia. Königsberg 1906
  • Herbert Meinhard Mühlpfordt: Königsberg von A bis Z. Ein Stadtlexikon. Leer 1972
  • Carl Gustav Springer: Alt-Königsberg im Wandel der Zeiten, 1920
  • Siegfried Schindelmeiser: Die Albertina und ihre Studenten 1544 bis WS 1850/51 und Die Geschichte des Corps Baltia II zu Königsberg i. Pr. (1970-1985). Erstmals vollständige, bebilderte und kommentierte Neuausgabe in zwei Bänden mit einem Anhang und zwei Registern, herausgegeben von R. Döhler und G. v. Klitzing, München 2009, ISBN 978-3-00-028704-6
Info Sign.svg Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.