Leopold Benario (Zeitungswissenschaftler)

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Leo Benario (* 5. Juli 1875 in de:Obernbreit; † 19. August 1947 in Nizza ) war ein deutscher Journalist und Direktor des Instituts für de:Zeitungswissenschaft an der Handelshochschule Nürnberg.

Leo Benario war ein Sohn von Regine (geborene Cronacher 1834-1905) und Aron Benario (1823-1890). Am 17. Dezember 1907 heiratete er Marie Bing (*2. Oktober 1886 Nürnberg; † 1. Februar 1976, England) der jüngsten Tochter von Ida Ottenstein und de:Ignaz Bing . Ihre Kinder waren de:Rudolf Benario, 1933 in Dachau, einer der vier ersten von Nationalsozialisten in einem Konzentrationslager ermordeten Juden und Irene Leonie Nahon (Benario) (*8. Mai 1912 Frankfurt am Main; † 3. August 2005 in London) [1]

Werdegang[Bearbeiten]

  1. 1890 starb sein Vater und Leo Benario konnte ohne Hochschulreife eine Ausbildung im Bankwesen in Berlin absolvieren. In der Folge fand er Broterwerb im Bankgeschäft in Nürnberg. Außerhalb der de:Studienordnung en betrieb er Studien zur de:Volkswirtschaftslehre und schrieb Artikel für die de:Frankfurter Zeitung.
  2. 1905 wurde er Handelsredakteur der de:Frankfurter Zeitung.
  3. 1917 kehrte er nach Nürnberg als Freelance Journalist zurück.
  4. Von 1919 bis 1933 war er Dozent für Wirtschaftsjournalismus an der Handelshochschule Nürnberg.
  5. 1923 während der Hyperinflation führte seine engagierte Akquise von Drittmittelförderung zum Einrichten des Instituts für Zeitungskunde an der Handelshochschule Nürnberg
  6. Von1925 bis 1926 scheiterete sein Versuch einen de:Akademischer Grad zu erlangen. In der Folge verzeichnete er hochschulpolitische Versuche, seine von außen gestützte Tätigkeit zu beschneiden.
  7. Am 22. März 1933 wurde er aus dem Dienst der Handelshochschule Nürnberg aufgrund jüdischer Herkunft entlassen. Die Handelshochschule Nürnberg antizipierte das am 7. April 1933erlassene de:Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums.

Das Fach Zeitungswesen war bei der Ausbildung zu Berufen in der Wirtschaft der Handelshochschule Nürnberg ein Nebenfach. Nach dem 8. Mai 1945 war Leo Benario aus Altersgründen nicht mehr als Dekan für diesen Fachbereich zu reaktivieren. 1938 wurde für diesen Fachbereich de:Hans Ludwig Zankl berufen Nach dem Krieg wurde das Institut für Zeitgeschichte an der Handelshochschule Nürnberg durch Dr. de:Ernst Meier (Medienwissenschaftler) apl. Proffessor geleitet Meier hatte in der Weimarer Zeit das Institut in Nürnberg geleitet. Meier war dann als Wirtschaftswissenschaftler, der er vom Fach war an die Universität Erlangen gegangen.

Leo Benario emigierte in das faschistische Königreich Italien später nach Vichy Frankreich. 1947 starb er nach längerer Krankheit in ärmlichen Verhältnissen in Nizza. [2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hochspringen Herausgegeben von Jörg Döring, Markus Joch, Alfred Andersch 'revisited': Werkbiographische Studien im Zeichen der Sebald-Debatte. Berlin/Boston 2011. Durzak, Manfred: de:W.G. Sebald – der unduldsame Kritiker., [1]
  2. Hochspringen Herausgegeben von Tobias Eberwein, Daniel Müller, Journalismus und Öffentlichkeit : Eine Profession und ihr gesellschaftlicher Auftrag, Institut für Journalistik , Universität Dortmund , 2009 , [2]