KforMen

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K. for Men & K. for Bride in der Gatower Straße in Berlin-Spandau
Kola Herrenmoden am Havenplatz in Berlin-Spandau, ca. 1930

KforMen & KforBride (ehem. Kola Herrenausstattung) ist ein Herrenaustatter und Hochzeitsaustatter aus Berlin, der 1925 gegründet wurde und heute in dritter Generation geführt wird. Das Ladenlokal befindet sich heute in der Gatower Straße in Berlin-Spandau.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten]

Georg Kola (* 1897) lernte und absolvierte seine Lehre als Einzelhandelskaufmann im KaDeWe in Berlin und arbeitete später als Chefdekorateur im gleichen Haus.[2] 1925 gründete er seinen ersten Herrenausstatter Laden in Spandau am Havenplatz unter dem Namen "Kola Herrenausstattung".[3] Georg Kole wurde während des 2. Weltkrieg zum Einsatz in der Reserve berufen. 1945 geriet er in Kriegsgefangenschaft. In den letzten Kriegstagen wurde das Geschäftshaus ausgebombt.

Neueröffnung nach Kriegsende[Bearbeiten]

Daraufhin eröffnete die Tochter Marianne Jenkins, geb. Kola, am 7.3.1923 nach Kriegsende und in Abwesenheit von Georg Kola das Geschäft in der Breiten Str. 48 in Spandau. Bis zu 16 Schneider arbeiteten rund um die Uhr. Der Bedarf der Bevölkerung war sehr hoch. Gemeinsam baute man an dem neuen Kola, der sich zum Herrenausstatter im Vollsortiment entwickelte. Zu Spitzenzeiten wurden jährlich bis zu 3500 Hüte, 3000 Anzüge und 5000 Hosen verkauft und sogar das Einkaufen mit ABC und WKV ( kleine Wochenraten á 2,00 DM) waren möglich.[4]

1948 heiratete Marianne den " Waliser " Don Gwynne Jenkins. 1951 wurde Manfred Jenkins geboren.

Jährlich wurden bis zu 3 Lehrlinge ausgebildet. Das Unternehmen entwickelte sich stetig und die konjungturellen Höhen und Tiefen wurden durchlebt. Die Spezialierung und die modische Ausrichtung waren der Hauptaugenmerk.

Dritte Generation[Bearbeiten]

Seit Ende der 80er Jahren wird das Unternehmen von der dritten Generation geführt.

Der jetzige Inhaber Manfred Jenkins, Enkel des Gründers Georg Kola, lernte von der „Pieke“ auf, im Unternehmen Peek & Cloppenburg. Seine Fortbildung führte ihn zu Levis Europe, wo er den Europäischen Markt aufbaute. Seine letzte Station war der Einkauf für die alliierten Streitkräfte im Flughafen Berlin-Tempelhof. Seine Ehefrau Christine Jenkins ist im Verkauf und in der Administration tätig.

Nach dem Umbau 1988 in der Breiten Str. wurde der Hochzeitsmarkt als eine weitere Herausforderung in den Herrenvollausstatter integriert. Der wirtschaftliche Niedergang der Spandauer Altstadt in den 90er Jahren, mit der Aufgabe des Standortes in der Altstadt im Jahr 1998, als eines der letzten traditionellen Familien Unternehmen, und Umzug an einen Standort an der Kartbahn Am Juliustum war die Folge.[5] Nach einigen Eröffnungen verschiedener Boutiqen in den Spandau Arcaden,[6] einem Fabrikverkauf am Nonnendam, einem Flagstore an der Deutschen Oper, sowie einer Filiale am Theodor–Heuss–Platz, hat man nun die richtige Location in der Gatower Str. in Berlin Spandau gefunden

2015 soll der Familienbetrieb, pünktlich zum 90-jährigen Jubiläum, in die vierte Generation übergeben werden. Vivian Jenkins, Urenkelin des Gründers Georg Kola soll das Unternehmen weiterführen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. B.Z. , 06.Oktober 2000.
  2. Spandauer Journal , Oktober 2000.
  3. Spandauer Volksblatt, 04.Oktober 2000.
  4. Welt am Sonntag , 08.Oktober 2000.
  5. Herrenausstatter zieht zur Kart-Bahn Am Juliusturm - Kola verläßt die Altstadt, Berliner Zeitung, 6. März 1998
  6. [=151473 Jubiläum mit Gästen im Havel-Kahn - Kola Mode und Design in Berlin-Spandau besteht seit 75 Jahren], TextilWirtschaft 10 vom 9. März 2000 S. 55
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52.5102513.180628Koordinaten: 52° 30′ 36,9″ N, 13° 10′ 50,3″ O