Karl Joseph König

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Karl Joseph König (* 9. November 1751 in de:Flintsbach am Inn; † 28. November 1823 in München) war von 1784 bis 1786 Hofastronom der de:Mannheimer Sternwarte.

Werdegang[Bearbeiten]

Karl Josef König legte bei den de:Jesuiten das de:Ordensgelübde, erhielt das de:Weihesakrament als Priester und arbeitete 1779 als Lehrer am Seminar Heilig Kreuz in Neuburg an der Donau, das bis zur de:Aufhebung des Jesuitenordens, 1773 von Jesuiten geführt wurde.

Am Silvestertag 1771 legte de:Christian Mayer (Physiker) eine Denkschrift über den Bau einer Sternwarte in der Nähe des Mannheimer Hofes vor.

Die Mannheimer Sternwarte war auf dem Gelände des ehemaligen Jesuitenkollegs erbaut und ihre Errichtung auch mit Hilfe von Geldern der Jesuiten finanziert worden, auf einer der beiden Tafeln, die der Grundstein enthält, heißt es: „Pro specula astronomica Patrum Societatis Jesu primum lapidem posuit" die Jesuiten sprachen also damals noch von der Sternwarte der Väter der Gesellschaft Jesu. Aus diesem Grunde wohl fühlten sich die Lazaristen als Nachfolger der Jesuiten nach MAYERS Tod berechtigt , auch den Hofastronomen zu stellen.

in die Pfalz berufen und ihnen am 18. August 1782 den höheren öffentlichen Unterricht übertragen. Als Mayer die Augen schloß, wollten sie den neuen Astronomen stellen, hatten aber keinen Erfolg, da nach der früheren Abmachung ein Exjesuit den Vorrang hatte.

und bei der de:Societas Meteorologica Palatina unter de:Johann Jakob Hemmer ernannt.

  • Einen Großteil seiner Zeit verwandte König auf den Bau eines Seismographen.
  • Als Helfer für außerordentliche Beobachtungen hatte König den Exjesuiten Matthäus Kübel (1742-1809) der den Lehrkörper der Universität Heidelberg angehörte und nach Mannheim herüber kommen sollte, wenn König ihn auf der Sternwarte brauchte .
  • König berichtete über Beobachtungen des Lichtwechsels des de:Algol (Stern)-Paar, einen de:Merkurtransit, einige de:Polarlichter und einen eigenartigen de:Sonnenuntergang.
  • Am 9. Februar 1784 entdeckte König den Kometen LA NUX, der am 15. Dezember 1783 in südlicheren Gegenden und am 24. Januar 1783 in Paris gesehen wurde.
  • König entdeckte das Sternbild des Leo Palatinus (den pfälzischen Löwen, das Wappentier des Kurfürsten) und die Monogramme „ CT “ ( de:Karl Theodor (Pfalz und Bayern) ) und „ EA " ( de:Elisabeth Auguste von Pfalz-Sulzbach ) , die er zu Ehren des kurfürstlichen Paares zwischen Antinous, Delphin, kleinem Pferd und Wassermann am Himmel fand.
  • Am 2. Januar 1786 ließ König einen darauf bezüglichen Kupferstich dem Kurfürsten überreichen.[1]
  • Wie de:Karl Theodor (Pfalz und Bayern) auf die Benennung von Sternen nach ihm und de:Elisabeth Auguste von Pfalz-Sulzbach, von der er sich seit 25 Jahren entfremdet hatte, reagiert hat ist nicht überliefert.
  • König wurde 1786 von de:Johann Nepomuck Fischer als Hofastronom abgeöst und bis zum Tod von Karl Theodor, 1799 ist von König nichts auffindbar.
  • 1799 wurde König de:Benefiziarier zu de:Egling.
  • In Egling engagierte sich König für den dort endemisch vorkommenden de:Sebaldus von Nürnberg
  • Von 1805 bis 1809 war er Professor an der Wasserbauschule zu München.
  • Von 1810 bis 1818 war er beim Statistisch-Topographisches Bureau zu München angestellt
  • 1819 wurde er in den Ruhestand versetzt.

[2]


Einzelnachweise[Bearbeiten]