K.D.St.V. Gothia Erlangen

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Wappen Zirkel
ZirkelGothiaErlangen.jpg
Bundesland: Bayern
Universität: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Verband: CV
Eintritt in CV: 1892
Kürzel: GEl
Amtl. Nummer im CV: 18
Farben: braun-gold-blau
Wahlspruch Gott und mein Recht!
Website: gothia-erlangen.de

Die Katholische Deutsche Studentenverbindung Gothia im CV zu Erlangen (K.D.St.V. Gothia Erlangen) ist eine 1892 gegründete, farbentragende, nichtschlagende Studentenverbindung und ist Mitglied des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV).

Gothia hat die amtliche Nummer 18 im Cartellverband eingenommen. Ihre offizielle Abkürzung lautet: GEl. Gothias Farben sind braun-gold-blau. Die Fuchsenfarben sind gold-blau.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten]

Am 30. Mai 1892 wurde die Gothia Erlangen durch das Mitglied des Cartellverbands Tannert (K.A.V. Suevia Berlin und Silesia Halle) gegründet. Des Weiteren standen ihm weitere Cartellbrüder zur Seite, darunter Markomannen (K.D.St.V. Markomannia Würzburg) und Aenanen (K.D.St.V. Aenania München). Zuerst wurde sie als 'Verband CV-Angehöriger Gothia' gegründet, kurz darauf wurde sie in eine Verbindung umgewandelt mit den ursprünglichen Farben braun-gelb-blau. Später wurden die Farben in braun-gold-blau geändert.

Im Juni des Jahres 1892 wurden drei weitere Markomannen rezipiert bzw. zu Burschen der Gothia ernannt. Weiterhin war Se. Exzellenz Joseph von Schork, damals Erzbischof von Bamberg, Protektor des jungen Bundes.

Zum 5. Stiftungsfest der Gothia, im Sommersemester 1897, übernahm die K.D.St.V. Markomannia Würzburg unter Anwesenheit vieler Markomannen die Patenstelle.

Politische Verfolgung und Wiederbegründung[Bearbeiten]

Während der Zeit des Dritten Reiches beschloss die 63. Cartellversammlung in Würzburg am 27. Oktober 1935 die Auflösung des Cartellverbandes. Nach und nach lösten sich die einzelnen Verbindungen auf, die Gothia bestand noch bis 1938 und löste sich damals erst auf. Nach langen Jahren der Trennung feierte man am 23. November 1947 dann das 55. Publikationsfest. Die Verbindung wurde nach dem Krieg von Paulus wieder aufgebaut, existiert aber bis zum 7. November 1948 nur im Verborgenen.

Nach dem Krieg verkaufte man das ursprüngliche „Gothenhaus“ in der Kochstraße und erwarb 1958 die „Goldene Harfe“ am Theaterplatz.

Gegenwart[Bearbeiten]

Die Gothia hatte dreimal den Vorort des Cartellverbandes inne. 1958/59 bildeten die Bundesbrüder Wolfgang Mayer, Klaus Dieter Beyer und Karl Eisele das Vorortchargenkabinett um den Vorortspräsidenten Georg Müller. 1983/84 war der Vorort wieder zu Gast in Erlangen unter Leitung des Vorortspräsidenten Klaus Schulte. 2008/09 übernahm Erlangen wieder den Vorort, dieses Chargenkabinett führte Christian Fiehl an.

Die Verbindung zählt insgesamt 361 Mitglieder (2007).

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten]

  • Luitpold Dorn (1935–2007), Journalist und Autor
  • Klemens Gsell (* 1961), dritter Bürgermeister der Stadt Nürnberg
  • Rudolf Juchems (1929–2008), Kardiologe
  • Theodor Mathieu (1919–1995), Oberbürgermeister von Bamberg (1958–1982)
  • Eduard Nöth (* 1949), Mitglied des Bayerischen Landtags (Seit 1998)
  • Fritz Pirkl (1925–1993), Politiker, bayerischer Staatsminister für Arbeit und Soziales (1966–1984)
  • Konrad Regler (1931–2012), Landrat von Eichstätt (1970–1996)
  • Oscar Schneider (* 1927), Politiker, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (1982−1989)
  • Johann Schütz (1913–2010), Richter
  • Anton Sterzl (* 1927) Chefredakteur der Aachener Volkszeitung (1978–1991)
  • Richard Stücklen (1916–2002), Politiker, Bundesminister für Post und Telekommunikation (1957–1966), Präsident des Deutschen Bundestages (1979–1983), Ehrenmitglied
  • Franz Stumpf (* 1950), Oberbürgermeister von Forchheim (Seit 1990)
  • Richard Wanka (* 1936), Jurist
  • Alois Wunder (1878–1974), Oberbürgermeister von Pasing

Literatur[Bearbeiten]

  • Schieweck-Mauk S., Lexikon der CV- und ÖCV-Verbindungen, Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte, Würzburg, 1997, ISBN 3894980400
  • Gothia Erlangen, Gothenbrief, Nr.39, Erlangen 1992
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